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Transkript Watzlawicks Kommunikationstheorie

Hallo, ich bin Nena und in diesem Video geht es um Paul Watzlawicks Kommunikationstheorie. Ich werde dir seine fünf Kommunikationsregeln erläutern. Es wäre gut, wenn du das Video zur Einführung in die Kommunikation schon gesehen oder dich einmal anderweitig mit dem Kommunikationsprozess beschäftigt hättest. Watzlawicks erste These lautet: Man kann nicht nicht kommunizieren. Sie geht davon aus, dass alle Personen, die einander wahrnehmen, durch ihr Verhalten automatisch in eine kommunikative Beziehung zueinander treten. Da man sich nicht nicht verhalten kann, kann man folglich auch nicht nicht kommunizieren. Schließlich sendet man auch durch ignorieren oder schweigen einer anderen Person gegenüber kommunikative Signale aus. Watzlawick erklärt somit, dass Kommunikation auch auf nonverbaler oder unbewusster Ebene ablaufen kann. Diese erste Regel bezeichnet man auch als Metakommunikatives Axiom. Seine zweite Regel besagt: Jede Kommunikation hat einen Inhalts- und einen Beziehungsaspekt. Wobei letzterer den ersteren bestimmt. Der Inhaltsaspekt ist die reine Sachinformation einer Nachricht. Die Beziehungsseite präzisiert deren Bedeutung, indem sie Hinweise auf die emotionale Beziehung der Kommunikationspartner gibt bzw. auf das Verständnis des Senders der Nachricht von ihr. Widersprechen die beiden Aspekte einander oder herrscht Uneinigkeit der Kommunikationspartner bezüglich einer der beiden oder beider Ebenen kommt es zu Missverständnissen. Dieses Axiom wird in Friedemann Schulz von Thuns Vier-Seiten-Modell detaillierter ausgearbeitet. Die Beziehungsseite darin in drei verschiedene Ebenen differenziert. In seinem dritten Axiom meint Watzlawick: Die Natur einer Beziehung ist durch die Interpunktion der Kommunikationsabläufe seitens der Partner bedingt. Unter der Interpunktion versteht man hier, dass die Kommunikationspartner je für sich einen Anfang ihres Kommunikationsablaufes festlegen. Da, wie in der ersten Regel bereits erkannt, Kommunikation auch unbewusst möglich ist, kann man sie eigentlich nicht in Kausalketten auflösen. An dem Punkt, an dem die unbewusste in eine bewusste Kommunikation übergeht, setzt ein Kommunizierender aber für sich den Anfang der Kommunikation. Zumeist, indem er seinen ersten bewussten Kommunikationsakt als Reaktion auf eine Reizaussendung des Gegenübers versteht. Erkennen die Kommunikationspartner die Interdependenz als Wesen der Kommunikation nicht an oder haben unterschiedliche Ansichten über Ursachen und Wirkungen innerhalb derselben, kommt es häufig zu Missverständnissen. Da in ihm jeder seinen Part nur als Reaktion auf die Nachrichten des Gegenübers versteht. Menschliche Kommunikation bedient sich digitaler und analoger Modalitäten sagt Watzlawick in seiner vierten Kommunikationsregel. Was er als digital und analog bezeichnet, nennt man auch verbal und nonverbal. Die digitale Kommunikation, die verbale Ebene, ist die Sprache - das gesprochene, geschriebene oder gebärdete Wort. Dieser Teil der Kommunikation lässt sich syntaktisch klarer erfassen. Semantisch erhält er seine volle Bedeutung allerdings erst durch nonverbale - analoge Nachrichten, die ihn gegebenenfalls auch vollständig ersetzen können. Man könnte auch sagen, dass tendenziell die digitale Kommunikation eher den Inhaltsaspekt und die analoge Kommunikation eher den Beziehungsaspekt einer Nachricht transportiert. Zu Missverständnissen kommt es, wenn die Kommunikationspartner nicht in der Deutung der beiden Ebenen übereinstimmen. Insbesondere darf auf analoger Ebene eben keine festen Verknüpfungsregeln nonverbaler Zeichen bestehen, wie es auf der digitalen Ebene der Fall ist. Watzlawicks letzte These besagt: Zwischenmenschliche Kommunikationsabläufe sind entweder symmetrisch oder komplementär. Das bedeutet, dass die Beziehung der Kommunikationspartner entweder durch deren Gleichheit oder Entgegengesetztheit geprägt ist. Das ist nicht unbedingt charakterlich zu verstehen, sondern eher in Bezug auf Rangunterschiede und soziale Rollen. Ein komplementärer Kommunikationsablauf wäre beispielsweise das Gespräch zwischen einem Angestellten und seinem Chef,  indem der Angestellte den Vorgesetzten als Autorität anerkennt und sich ihm unterordnet, während der sich als überlegen versteht und autoritär auftritt. Bei einer symmetrischen Kommunikation versuchen die Partner stattdessen solche Ungleichheiten zu minimieren. Ich hoffe du hast alles verstanden und das Wichtigste behalten können. Auf Wiedersehen, vielleicht Lena    

Informationen zum Video
1 Kommentar
  1. 7 img 1864

    Gutes Video! :)

    Von Li Don De M., vor etwa einem Jahr