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Transkript Rhetorische Figuren von M bis Z

Hallo, ich bin Lena und in diesem Video erkläre ich dir rhetorische Figuren vom "M", wie Metapher bis "Z", wie Zeugma. Du brauchst dazu keinerlei Vorwissen. Die Metapher ist ein sprachliches Bild, dessen übertragene Bedeutung in einem anderen semantischen Bereich liegen kann, als die oberflächliche Bezeichnung. Musik ist die Sonne meiner Ohren. Dabei ist die Sonne metaphorisch zu verstehen. Metonymie bezeichnet die Ersetzung eines Wortes durch ein anderes aus dem gleichen oder einem eng verwandten Bereich. Eine Metonymie wäre beispielsweise: Ich lese gerade Kafka. Statt: Ich lese die Verwandlung. Also das Werk durch den Autoren zu ersetzen. Neologismen sind Wortneuschöpfungen. Regenauge könnte beispielsweise ein Neologismus sein für ein Auge in dem Tränen stehen oder das weint oder Sonnenmund für ein Lächeln beziehungsweise ein Lachen. Onomatopoesie ist Lautmalerei. Darunter versteht man entweder, dass Geräusche imitiert werden, wie zum Beispiel bei dem Wort "lallen" oder das durch die Verwendung bestimmter Laute die Atmosphäre innerhalb eines Textes unterstrichen wird. Etwa durch dunkle Vokale, wie "o" und "u" oder durch scharfe Laute, wie "s", "ss", "ß", "z" oder "x". Oxymoron bedeutet übersetzt "spitzstumpf" und "übertragen" die Verbindung zweier einander auf den ersten Blick ausschließender Dinge. "kalte Hitze" oder "stummes Gerede" wären Oxymera. Beim Paradoxon scheint ein Widerspruch vorzuliegen, der sich aber stilistisch erklären lässt. Aus Eitelkeit entstellen sie sich. - zum Beispiel - ist ein Paradoxon. Parallelismus ist die Wiederholung gleicher syntaktischer Gefüge innerhalb eines oder mehrerer Sätze. Ich gehe zur Tür, du fliehst zuletzt - wäre ein Parallelismus. In beiden Teilsätzen stehen die Satzglieder in der Reihenfolge: Subjekt, Prädikat, Adverbialbestimmung. Die Paronomasie ist ein Wortspiel mit gleich oder ähnlich klingenden Worten. Sehr bekannt ist zum Beispiel die Paronomasie: Lieber arm dran als Arm ab. Periphrase ist der Fachausdruck für eine Umschreibung, wie: Ins Kloster gehen - was nicht wörtlich zu nehmen ist, sondern in einen Orden eintreten bzw. sich vom weltlichen Leben abwenden, bedeutet. Im Zuge einer Personifikation werden Tieren, Pflanzen, toten Gegenständen oder Abstrakta, menschliche Eigenschaften zugesprochen. Übersetzen könnte man die Personifikation also mit Vermenschlichung. Die Sonne lacht - ist beispielsweise eine sehr gebräuchliche Personifikation. Bei einem Pleonasmus wird einem Wort eine seiner charakteristischsten Eigenschaften vorangestellt. Nasses Wasser oder kalter Schnee - wären also Pleonasmen. Rhetorische Fragen - kennst du sicher. Es handelt sich nicht um Fragen im eigentlichen Sinne, da die Antwort vom Fragenden impliziert wird, bzw. im Voraus schon bekannt ist. Wer oder was ist schon perfekt? - wäre beispielsweise eine rhetorische Frage. Das Symbol kennst du ebenfalls. Dabei steht etwas Konkretes für einen allgemeinen Umstand. Wobei das Sinnbild nicht mit dem Bereich des Inhalts in Zusammenhang stehen muss. Das ist zum Beispiel bei der Friedenstaube der Fall. Während man die gewöhnliche Straßentaube sogar als Ratte der Lüfte bezeichnet, wird das Tier als Symbol aus seinem üblichen Zusammenhang genommen und entwickelt somit eine neue Wirkung. Synästhesie ist die Verbindung unterschiedlicher Sinnesbereiche. Also zum Beispiel eine optische Eigenschaft einem akustischen Reiz zuordnen. -wie- -ein neonfarbener Klang- Die Synästhesie muss sich auch nicht auf einen Begriff beschränken, sondern kann sich über eine längere Formulierung oder einen Satz erstrecken. Zum Beispiel: Sprich mit tauben Augen oder Ähnliches. Bei der Synekdoche steht der Teil eines Ganzen stellvertretend für dieses Ganze oder umgekehrt, das Ganze für einen Teil. Wenn so also zwei Familien unter einem Dach wohnen, ist das nicht wörtlich zu nehmen, das Dach steht hier stellvertretend für das gesamte Haus. Tautologie nennt man die Wiederholung eines Begriffes oder dessen Ergänzung durch eine sinnverwandte Formulierung. Man bezeichnet diese Figur auch als Zwillingsformel. Nie und nimmer - ist zum Beispiel eine sehr geläufige Zwillingsformel oder auch: Es ist, was es ist. Der Vergleich lässt sich leicht an dem Wort "wie" erkennen und ist eigentlich selbsterklärend. Die verglichenen Bereiche können sehr unterschiedlich sein. Wie beispielsweise in: Musik ist wie Sonne für meine Ohren. Dort wird Kunst -beziehungsweise- ein akustischer Reiz mit einem Stern verglichen. Das für dieses Video letztes Stilmittel ist das Zeugma. Beim Zeugma wird ein Satzglied auf ungewöhnliche Weise auf mehrere ungleichartige Objekte bezogen, zumeist handelt es sich dabei um das Prädikat. Wie zum Beispiel in dem Satz: Nach wenigen Tagen hatte ich einen Schnupfen und neue Freunde. Ich hoffe, dass du alle bisher besprochenen rhetorischen Figuren verstanden und möglichst viele behalten hast. Auf Wiedersehen, vielleicht, Lena.  

Informationen zum Video
19 Kommentare
  1. Default

    Gut

    Von Petra Poepperl, vor 6 Monaten
  2. Franziska

    Hallo Angelikaklemm,
    schaue dir am besten die Videos zu den einzelnen rhetorischen Figuren an, zu denen du noch Fragen hast. In diesen werden die einzelnen Stilmittel ausgiebiger erklärt.
    Liebe Grüße
    Franziska aus der Deutschredaktion

    Von Franziska G., vor fast 2 Jahren
  3. Franziska

    Hallo Sonja,
    Ja dunkle Nacht ist ein gutes Beispiel für einen Pleonasmus.
    Liebe Grüße aus der Deutsch-Redaktion

    Von Franziska G., vor fast 2 Jahren
  4. Default

    danke

    Von Sjaiboy, vor fast 2 Jahren
  5. Default

    Viel zu viele Fachbegriffe! (wenn du sie benutzt bitte erklären ;D)

    Von Angelikaklemm, vor etwa 2 Jahren
  1. Default

    dich*

    Von Moritz Klug, vor etwa 2 Jahren
  2. Default

    ich mag deine Videos wirklich sehr nur hörst du duch immer so traurig an :(

    Von Moritz Klug, vor etwa 2 Jahren
  3. Default

    Wäre "dunkle Nacht" auch ein pleonasmus?

    Von Sonja D., vor etwa 2 Jahren
  4. Default

    Danke für die tolle Hilfe:D

    Von Fin Windau, vor mehr als 2 Jahren
  5. Sarah redaktion

    Hallo, dies ist nur ein Überblicksvideo zu rhetorischen Figuren. Wir sind dabei, auch für die einzelnen Stilmittel ein eigenes Video zu produzieren. Für manche, wie die Alliteration, gibt es die auch schon: http://www.sofatutor.com/deutsch/videos/alliteration
    Hier findest du ganz sicher noch ausführlichere Informationen ;)
    Liebe Grüße, Sarah

    Von Sarah Fischer, vor fast 3 Jahren
  6. Default

    hätte man näher erklären können -.-

    Von C2583472, vor fast 3 Jahren
  7. Rtzdfhfgh

    Gut gemacht Lena!

    Von Luggiii, vor etwa 3 Jahren
  8. Default

    Tolles Video, ich finde es sehr hilfreich!!!:))))

    Von Deleted User 73213, vor mehr als 3 Jahren
  9. P1020170

    Ich finde deine Videos leicht verständlich und gut formuliert! Zudem muss ich sagen, dass ich deine Stimme total angenehm finde :)

    Von Quandjeveuxjepeux, vor mehr als 3 Jahren
  10. Default

    Leider wurde Parenthese vergessen und Pointe :S sonst aber klasse!

    Von Ykessler96, vor fast 4 Jahren
  11. Avatar2

    Dass das jetzt perfekt ist, kann ich dir nicht versprechen.. aber After Effects von Adobe funktioniert hier ziemlich gut.
    Liebe Grüße,
    Lena

    Von Lena Knaudt, vor mehr als 4 Jahren
  12. Default

    Welche Programme kannst du dann empfehlen?
    Grüße

    Daniel

    Von Daki80, vor mehr als 4 Jahren
  13. Avatar2

    Danke dir, Daki80.
    Die Zeichnungen habe ich mit der Freeware Artweaver koloriert, der Schnitt lief dann über Magix Video deluxe 16 Premium (kostenpflichtig). Ist für Animationen aber eigentlich nicht die beste Wahl..
    schönes Wochenende,
    Lena

    Von Lena Knaudt, vor mehr als 4 Jahren
  14. Default

    Super Video. Wie heißt das Programm zum Erstellen deiner Videos?

    Von Daki80, vor mehr als 4 Jahren
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