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Transkript Präteritum und Perfekt – Anwendung und Gebrauch

Hallo, ich bin Ronald und erkläre euch die Unterschiede beim Gebrauch des Präteritums und des Perfekts. Du solltest bereits wissen, wie diese Zeitformen gebildet werden. Für die Bildung des Perfekts musst du die Verwendung des Partizip Perfekts beherrschen. Vielleicht kennst du die Verbform bereits unter dem Name "Partizip 2". Beachte, dass viele starke und gemischte Verben beim Partizip Perfekt ihren Stamm verändern. Solltest du dir hierbei unsicher sein, schau dir das Lernvideo zur Bildung der Partizipien auf "sofatutor" an. Im folgenden Video zeige ich dir erst eine Übersicht zu den Tempora im Deutschen. Anschließend erfährst du mehr zu Anwendung von Präteritum und Perfekt. Kannst du dich noch erinnern, wie viele Zeitformen es im Deutschen gibt? Denk kurz nach! Es sind 6 Formen. 3 reale, diese heißen so, weil sich unser Zeitempfinden mit ihnen deckt, und 3 relative Zeitformen, die in bestimmter Beziehung zu ihnen stehen. Bei den realen Zeitformen handelt es sich um das Präsens, das Präteritum und das Futur 1. Relativ dazu verhalten sich das Plusquamperfekt, also die Vorvergangenheit und das Futur 2. Damit drücke ich in der Gegenwart aus, dass an einem bestimmten Punkt in der Zukunft etwas abgeschlossen sein wird. Aber wie verhält es sich nun mit dem Perfekt? Wo gehört es hier eingezeichnet? Überlege kurz! Tatsächlich können wir sagen, dass Präteritum und Perfekt nahezu identisch sind - zumindest hinsichtlich der Zeitebene. Wir werden gleich sehen, dass es Unterschiede bei den Gesprächssituationen gibt. Das heißt, wir können nicht beliebig Präteritum oder Perfekt verwenden. Beginnen wir mit dem Präteritum. Das Präteritum stellt die allgemeine Vergangenheitsform dar und wird verwendet, um über Ereignisse zu berichten, die bereits abgeschlossen sind. Zum Beispiel:  "Von 2002 bis 2006 lebte ich im Nordkiez." Hier drückt der Sprecher aus, dass das Ereignis nicht bis heute anhält. Die zeitliche Zuordnung spielt dabei keine Rolle, was du im Satz "Hänsel und Gretel verliefen sich im Wald" siehst. Beachte, dass das Präteritum vor allem schriftlich verwendet wird. Du findest es zum Beispiel in Zeitungsartikeln. "Der regierende Bürgermeister beschloss gestern, Berliner Bildungseinrichtungen finanziell besser zu unterstützen." Oder: "Union gewann gestern gegen den Ligakonkurrenten Eintracht Entenhausen verdient mit 3 zu 0." Du benötigst auch das Präteritum, wenn du einen Bericht verfasst. Zum Beispiel über dein Schulpraktikum. "Gestern arbeitete ich von 9 bis 15 Uhr in der Werkstatt". Etwas anders sieht es mit den Bewerbungsanschreiben aus. In manchen älteren Lehrwerken findest du zwar noch den Hinweis, dass auch hier das Präteritum benutzt werden sollte, aber es hat sich inzwischen eingebürgert, hier ebenfalls die Zeitform Perfekt zu verwenden. "Sehr geehrte Frau Griebschner, mit großem Interesse habe ich Ihre Stellenanzeige im LIBUS-Magazin gelesen." Hier muss also das Perfekt verwendet werden. Die Verwendung des Perfekts soll hier signalisieren, dass das Lesen, das geschah, einen direkten Einfluss auf die Gegenwart hat - konkret, auf die Bewerbung. Das ist auch die Grundidee beim Perfekt. Die Perspektive aufzuzeigen, dass etwas in der Gegenwart mit einem Ereignis in der Vergangenheit in Beziehung steht.  "Ich habe dir schon oft gesagt, dass du endlich den Gebrauch der Zeitformen lernen sollst" Am häufigsten verwenden wir jedoch das Perfekt in der mündlichen Konversation, wenn wir über Vergangenes sprechen. "Was hast du gestern gemacht?" "Ich habe Fußball gespielt." "Ich bin geschwommen." "Tabea hat einen Kuchen gebacken." "Tabea hat gebacken." "Tabea hat gestern gebacken." Vergleiche die letztere Form mit dem Präteritum. "Tabea buk gestern." Sprachwissenschaftler glauben, dass wir mündlich das Perfekt dem Präteritum vorziehen, weil wir hier mit einer infiniten Verbform, dem Partizip Perfekt, operieren. Und die unveränderliche Verbform ist attraktiver als die Beugung vor allem starker Verben. Nichtsdestotrotz benötigen wir das Perfekt auch im offiziellen Schriftgebrauch. So stellt das Perfekt die Vorzeitigkeit zum Präsens dar. Das Präsens verwenden wir zum Beispiel bei Textarten wie Zusammenfassung oder Charakterisierung literarischer Figuren. "Peter weiß, wie er das Gerät bedient, weil er die Anleitung gelesen hat." Wie sieht es nun in E-Mails aus, die du Freunden schreibst, oder im Chat? Natürlich schreibt dir hier niemand vor, ob du Perfekt oder Präteritum verwendest. "Ich habe mir die neue Seeed-CD gekauft." Oder: "Ich kaufte die neue Seeed-CD." Für welche der Varianten entscheidest du dich? Beide sind möglich. Jedoch tendieren die meisten zum Perfekt. Ähnlich verhält es sich mit Tagebucheinträgen. Auch hier redet dir niemand rein. Aber prüfe, welche Variante du eher schreiben würdest. "Wir haben eine neue Klassenlehrerin bekommen." "Wir bekamen eine neue Klassenlehrerin." Fassen wir zusammen. Perfekt und Präteritum befinden sich auf der gleichen Zeitebene. Jedoch verwenden wir das Präteritum häufiger schriftlich, das Perfekt hingegen eher mündlich. Beim Präteritum liegt der Fokus auf dem Vergangenen. Das Perfekt hat eine Relevanz für die Gegenwart.  Ich hoffe, dir die Unterschiede und Gemeinsamkeiten zwischen beiden Zeitformen verständlicher gemacht zu haben. Bis zum nächsten Mal. Tschüss! Ronald.      Hallo, ich bin Ronald und erkläre euch die Unterschiede beim Gebrauch des Präteritums und des Perfekts. Du solltest bereits wissen, wie diese Zeitformen gebildet werden. Für die Bildung des Perfekts musst du die Verwendung des Partizip Perfekts beherrschen. Vielleicht kennst du die Verbform bereits unter dem Name "Partizip 2". Beachte, dass viele starke und gemischte Verben beim Partizip Perfekt ihren Stamm verändern. Solltest du dir hierbei unsicher sein, schau dir das Lernvideo zur Bildung der Partizipien auf "sofatutor" an. Im folgenden Video zeige ich dir erst eine Übersicht zu den Tempora im Deutschen. Anschließend erfährst du mehr zu Anwendung von Präteritum und Perfekt. Kannst du dich noch erinnern, wie viele Zeitformen es im Deutschen gibt? Denk kurz nach! Es sind 6 Formen. 3 reale, diese heißen so, weil sich unser Zeitempfinden mit ihnen deckt, und 3 relative Zeitformen, die in bestimmter Beziehung zu ihnen stehen. Bei den realen Zeitformen handelt es sich um das Präsens, das Präteritum und das Futur 1. Relativ dazu verhalten sich das Plusquamperfekt, also die Vorvergangenheit und das Futur 2. Damit drücke ich in der Gegenwart aus, dass an einem bestimmten Punkt in der Zukunft etwas abgeschlossen sein wird. Aber wie verhält es sich nun mit dem Perfekt? Wo gehört es hier eingezeichnet? Überlege kurz! Tatsächlich können wir sagen, dass Präteritum und Perfekt nahezu identisch sind - zumindest hinsichtlich der Zeitebene. Wir werden gleich sehen, dass es Unterschiede bei den Gesprächssituationen gibt. Das heißt, wir können nicht beliebig Präteritum oder Perfekt verwenden. Beginnen wir mit dem Präteritum. Das Präteritum stellt die allgemeine Vergangenheitsform dar und wird verwendet, um über Ereignisse zu berichten, die bereits abgeschlossen sind. Zum Beispiel:  "Von 2002 bis 2006 lebte ich im Nordkiez." Hier drückt der Sprecher aus, dass das Ereignis nicht bis heute anhält. Die zeitliche Zuordnung spielt dabei keine Rolle, was du im Satz "Hänsel und Gretel verliefen sich im Wald" siehst. Beachte, dass das Präteritum vor allem schriftlich verwendet wird. Du findest es zum Beispiel in Zeitungsartikeln. "Der regierende Bürgermeister beschloss gestern, Berliner Bildungseinrichtungen finanziell besser zu unterstützen." Oder: "Union gewann gestern gegen den Ligakonkurrenten Eintracht Entenhausen verdient mit 3 zu 0." Du benötigst auch das Präteritum, wenn du einen Bericht verfasst. Zum Beispiel über dein Schulpraktikum. "Gestern arbeitete ich von 9 bis 15 Uhr in der Werkstatt". Etwas anders sieht es mit den Bewerbungsanschreiben aus. In manchen älteren Lehrwerken findest du zwar noch den Hinweis, dass auch hier das Präteritum benutzt werden sollte, aber es hat sich inzwischen eingebürgert, hier ebenfalls die Zeitform Perfekt zu verwenden. "Sehr geehrte Frau Griebschner, mit großem Interesse habe ich Ihre Stellenanzeige im LIBUS-Magazin gelesen." Hier muss also das Perfekt verwendet werden. Die Verwendung des Perfekts soll hier signalisieren, dass das Lesen, das geschah, einen direkten Einfluss auf die Gegenwart hat - konkret, auf die Bewerbung. Das ist auch die Grundidee beim Perfekt. Die Perspektive aufzuzeigen, dass etwas in der Gegenwart mit einem Ereignis in der Vergangenheit in Beziehung steht.  "Ich habe dir schon oft gesagt, dass du endlich den Gebrauch der Zeitformen lernen sollst" Am häufigsten verwenden wir jedoch das Perfekt in der mündlichen Konversation, wenn wir über Vergangenes sprechen. "Was hast du gestern gemacht?" "Ich habe Fußball gespielt." "Ich bin geschwommen." "Tabea hat einen Kuchen gebacken." "Tabea hat gebacken." "Tabea hat gestern gebacken." Vergleiche die letztere Form mit dem Präteritum. "Tabea buk gestern." Sprachwissenschaftler glauben, dass wir mündlich das Perfekt dem Präteritum vorziehen, weil wir hier mit einer infiniten Verbform, dem Partizip Perfekt, operieren. Und die unveränderliche Verbform ist attraktiver als die Beugung vor allem starker Verben. Nichtsdestotrotz benötigen wir das Perfekt auch im offiziellen Schriftgebrauch. So stellt das Perfekt die Vorzeitigkeit zum Präsens dar. Das Präsens verwenden wir zum Beispiel bei Textarten wie Zusammenfassung oder Charakterisierung literarischer Figuren. "Peter weiß, wie er das Gerät bedient, weil er die Anleitung gelesen hat." Wie sieht es nun in E-Mails aus, die du Freunden schreibst, oder im Chat? Natürlich schreibt dir hier niemand vor, ob du Perfekt oder Präteritum verwendest. "Ich habe mir die neue Seeed-CD gekauft." Oder: "Ich kaufte die neue Seeed-CD." Für welche der Varianten entscheidest du dich? Beide sind möglich. Jedoch tendieren die meisten zum Perfekt. Ähnlich verhält es sich mit Tagebucheinträgen. Auch hier redet dir niemand rein. Aber prüfe, welche Variante du eher schreiben würdest. "Wir haben eine neue Klassenlehrerin bekommen." "Wir bekamen eine neue Klassenlehrerin." Fassen wir zusammen. Perfekt und Präteritum befinden sich auf der gleichen Zeitebene. Jedoch verwenden wir das Präteritum häufiger schriftlich, das Perfekt hingegen eher mündlich. Beim Präteritum liegt der Fokus auf dem Vergangenen. Das Perfekt hat eine Relevanz für die Gegenwart.  Ich hoffe, dir die Unterschiede und Gemeinsamkeiten zwischen beiden Zeitformen verständlicher gemacht zu haben. Bis zum nächsten Mal. Tschüss! Ronald.      

Informationen zum Video
19 Kommentare
  1. Default

    man versteht es jetzt viel besser

    Von Ralfso, vor 5 Monaten
  2. Default

    das sollte auch ein G bei gegenwart sein also am ende des videos

    Von Toni1710, vor 7 Monaten
  3. Default

    Ich habe es mir jetzt angeguckt und verstehe es jetzt auch viel besser

    danke dass sie dieses Video gemacht haben

    LG:) ;)

    Von Toni1710, vor 7 Monaten
  4. Default

    das Video staret bei mir nicht

    Von Toni1710, vor 7 Monaten
  5. Default

    Gut!

    Von Eisenburg, vor etwa einem Jahr
  1. Image

    voll einfach

    Von Ki Ni Az, vor mehr als einem Jahr
  2. Default

    Naja : /

    Von Corinna 5, vor mehr als einem Jahr
  3. Default

    sehr gutes Video. Mich hat es erschrocken als am Anfang des Videos das Bild kam weil ich `"sah" den Tutor zum ersten mal.

    Von Leonardoguven, vor mehr als einem Jahr
  4. Default

    thx habe morge test 16.3.15 :(

    Von Gta V Player, vor mehr als einem Jahr
  5. Rene redaktion

    Vielen Dank für euer Feedback! Es freut uns zu hören, dass euch das Video gefällt. Das vermeintliche "S" bei "Segenwart" soll eigentlich ein "G" sein. Das hätte man ein wenig schöner aufschreiben können, da gebe ich euch Recht.

    Beste Grüße
    Eure Deutschredaktion

    Von René Perfölz, vor fast 2 Jahren
  6. 349

    perfekt :P

    Von Vanessa V., vor fast 2 Jahren
  7. Default

    Am ende haben sie gesagt Segenwart das heust aber gegeenwart .Sie habe auch Gegenwart gesagt aber nicht so geschrieben :s :(

    Von Hoffmann Wp, vor fast 2 Jahren
  8. Penguins

    Danke. Hat geholfen

    Von Chandrawali B., vor etwa 2 Jahren
  9. Default

    Cooles Video,DANKE!!! :-D

    Von Cmeiringer, vor etwa 2 Jahren
  10. Default

    Du hast mir sehr geholfen aber du hast am schlus "segenwart" geschriben hast aber gegenwart gesagt

    Von Jasmina Rossi, vor fast 3 Jahren
  11. Default

    Aber das ist ja auch nicht so wichtig
    Mit freundlichen Grüßen
    SERT

    Von Sertm1981, vor fast 3 Jahren
  12. Default

    das fand ich sehr gut aber die stimme ist sehr sehr sehr sehr sehr dunkel und es schallt auch ein bisschen deswegen ist es noch lauter
    würde mich freuen wenn sie etwas verbessern würden
    Mit freundlichen Grüßen
    SERT

    Von Sertm1981, vor fast 3 Jahren
  13. Default

    Danke du hasst mir geholfen.

    Von Luca 5, vor fast 3 Jahren
  14. Default

    Note 1

    Von Willi22s, vor mehr als 3 Jahren
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