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Transkript Nominalisierung von Verben und Adjektiven

Hallo willkommen bei Sofatutor. In diesem Video geht es um die Nominalisierung. Dieses Video zeigt euch, wie ihr Nominalisierung erkennt und wie ihr sie bilden könnt. Es zeigt euch, wann Adjektive/Adverbien und Verben, die normalerweise kleingeschrieben werden, als Nomen funktionieren und damit, genau wie die Nomen selber, groß geschrieben werden am Anfang. Ihr solltet schon folgendes Wissen mitbringen: Was Nomen sind, wie sie gebildet werden, welche Merkmale sie besitzen und auch die begleitenden Worte, wie Artikel, Pronomen, Präpositionen usw. Im Normalfall definiert ein Adjektiv oder ein Adverb ein Nomen näher oder genauer. Kommt es in einem Satz aber vor, dass das Nomen nicht dasteht, sondern nur ein Adjektiv, dann übernimmt das Adjektiv die Funktion des Nomens und seine Eigenschaften. Woran erkenne ich in einem Satz, wann dies der Fall ist. Das wichtigste Erkennungsmerkmal bei fehlendem Nomen, ist der Artikel vor dem Adjektiv. Dies kann sowohl ein bestimmter Artikel wie der, die oder das sein oder ein unbestimmter z. B. ein oder eine. Nehmen wir zum Beispiel den Satz: Andrea ist eine schöne Frau, jeder nennt sie die Schöne. In dem ersten Satz haben wir das Adjektiv schön und das Nomen, das durch dieses Adjektiv beschrieben wird, also Frau. Im zweiten Satz fehlt unser Nomen Frau, dafür haben wir wieder einen Artikel, der aber das Merkmal eines Nomens ist und somit das Adjektiv schön nominalisiert. Dieses Adjektiv schöne, übernimmt nun die Eigenschaften des Nomens und wird somit groß geschrieben. Genauso funktionieren Nominalisierungen mit einem Pronomen vor dem Adjektiv. Dies können Personalpronomen wie mein, dein oder ihres sein, oder auch Worte wie dieses, etwas oder nichts. Nehmen wir zum Beispiel das Wort schlecht. Es ist ein Adjektiv und wird somit kleingeschrieben. Nehmen wir nun ein Pronomen hinzu, zum Beispiel das Wort nichts, wird das Adjektiv nominalisiert und auch wieder groß geschrieben, aber warum? Pronomen erfordern von einem der nachfolgenden Wörter, dass dies ein Nomen ist. Sollte das Nomen nicht schon vorher im Satz gestanden haben, muss es dann folgen. Die Nominalisierung des Adjektivs findet auch statt, wenn nach dem Artikel oder dem Pronomen ein weiteres Adjektiv folgt. Nehmen wir zum Beispiel den Satz: Etwas, das man sehen kann. Das Adjektiv hierzu würde lauten sichtbar. Übungsfrage. Wie lautet hierzu die Nominalisierung und wie würdest Du sie bilden? Ich nehme mir jetzt einfach einen Artikel und nenne etwas, das man sehen kann, das Sichtbare. Und wie forme ich nun etwas, das man gut sehen kann um? Ich nenne es das gut Sichtbare. Nach dem Wort sichtbar müsste nun ein Nomen folgen, ich möchte aber einfach nicht sagen, was man nun gut sehen kann, also lasse ich das Nomen weg. Somit nimmt, wie schon im Beispiel vorhergesagt, das Wort sichtbare die Funktion des Nomens und auch wieder dessen Eigenschaften. Übrig bleibt nur noch ein Adjektiv, nämlich das Wort gut, das nun das nominalisierte Adjektiv Sichtbare besser beschreibt. Für Verben gilt Folgendes: Sie werden nominalisiert, wenn sie alleinstehend, oder mit einem Artikel versehen, ein Substantiv ersetzen können. Zum Beispiel der Satz: Es ist nicht gestattet zu rauchen! Den Satz kann man umformen, indem man im ersten Schritt nach dem Substantiv fragt, also was ist nicht gestattet? Das Rauchen! Hier erkennt man den Artikel als Merkmal eines Nomens deutlich wieder. Somit ist das Wort rauchen unser nominalisiertes Verb und wird groß geschrieben. Verben werden auch nominalisiert, wenn sie nach einem Artikel und Adjektiv auftauchen. Der Artikel muss dabei nicht sichtbar sein, man soll ihn aber in Gedanken einsetzen können. Hier ein Beispiel: Bitte schließen Sie leise die Tür! Dieser Satz soll nun umgeformt werden, wir fragen wieder nach dem Substantiv. Um was wird gebeten? Um leises Schließen der Tür. Leises ist hier das Adjektiv, das den Artikel im letzten Buchstaben schon mit sich trägt, also man könnte auch sagen um das Leise schließen der Tür. Schließen ist nun unser nominalisiertes Verb, das die Eigenschaften des Nomens, also die Großschreibung mitnimmt. Genauso funktioniert das, wenn das Verb nach einer Präposition auftaucht. Präpositionen sind zum Beispiel: durch, beim, zum oder am. Siehst Du bei den drei letzten genannten Beispielen den versteckten Artikel? Ja, richtig, beim setzt sich zusammen aus bei und dem, zum aus zu und dem und am an und dem. Nehmen wir aber ein anderes Wort für unser Beispiel. Die zwei folgenden Sätze kann man in einem Satz sehr gut zusammenfassen, ganz einfach mit einer Präposition und einem nominalisierten Verb. Seine Ankunft wurde nicht um 16 Uhr erwartet, er kam aber um diese Uhrzeit an, wird somit zu wider Erwarten kam er um 16 Uhr an. Wider ist hier unsere Präposition, Achtung sie wird nur mit einem i geschrieben, nicht mit ie. Wir setzen die Grundform des Verbs erwartet ein, also erwarten, denn derjenige wurde ja nicht erwartet. Das Verb erwarten übernimmt wieder die Nomenfunktion dank der Präposition. So fast geschafft. Nun die Grundregel: Beide Wortarten werden auf jeden Fall nominalisiert, wenn ein Artikel oder Pronomen vor ihnen steht. Artikel oder Pronomen kommen dabei nie zusammen vor. Sie können aber in Verbindung mit einem Adjektiv auftauchen oder einer Präposition oder sogar beidem, dabei erzwingt der Artikel oder das Pronomen auf jeden Fall die Nominalisierung, ein vorhandenes Adjektiv oder eine Präposition nicht immer. Dies war das Video zur Nominalisierung, jetzt seit ihr zu diesem Thema auf dem Laufenden. Tschüss bis zum nächsten Mal.

Informationen zum Video
17 Kommentare
  1. Default

    Ok , danke

    Von Leon Da Silva, vor 5 Monaten
  2. Rene redaktion

    Liebe Carlotta, liebe Lena,

    "wider" mit der Bedeutung "gegen" wird mit einem "i", "wieder" mit der Bedeutung "noch einmal" wird mit "ie" geschrieben.

    Beste Grüße
    Die Deutschredaktion

    Von René Perfölz, vor 9 Monaten
  3. Default

    Sorry, aber nicht wider sondern WIEDER!!

    Alles Liebe Carlotta und Lena

    Von Kai K., vor 9 Monaten
  4. 20150125 124430

    Gutes Video Ich habe es sehr gut verstanden :D

    Von Philipp K., vor 10 Monaten
  5. Rene redaktion

    Hallo, einen stimmlosen s-Laut nach kurzem Vokal ("ü") schreibt man als "ss". Das gilt auch im Auslaut der Wortstämme.

    Beste Grüße
    Deine Deutschredaktion

    Von René Perfölz, vor 10 Monaten
  1. Koala

    Warum ist das Tschüß mit ss

    Von Bach, vor 10 Monaten
  2. Rene redaktion

    Hallo, was genau war schwierig zu verstehen für dich? Vielleicht hilft dir dieses Video weiter: http://www.sofatutor.com/deutsch/videos/nominalisierung

    Beste Grüße
    Deine Deutschredaktion

    Von René Perfölz, vor 11 Monaten
  3. Default

    Ich konnte es nicht sehr gut verstehen leider

    Von Amandarojas99, vor 11 Monaten
  4. Default

    Wenn es etwas ausführlicher gewesen wäre ,wäre es super

    Von Ender Kilic, vor mehr als einem Jahr
  5. Default

    Hast mir gut geholfen

    Von M Baumgartner, vor mehr als einem Jahr
  6. Franziska

    Hallo,
    wir haben auch noch andere Videos zum Thema Nominalisierung bzw. Substantivierung. Schaut euch doch dieses hier mal an: http://www.sofatutor.com/deutsch/videos/substantivierung-wie-funktioniert-das-2.
    Ich hoffe, das hilft euch weiter.
    Liebe Grüße,
    Franziska aus der Deutsch-Redaktion

    Von Franziska G., vor fast 2 Jahren
  7. Waterfall

    das was man erfärt ist echt super aber bitte ausführlicher

    Von Sandya, vor etwa 2 Jahren
  8. Luna 1

    Sehr gutes Video aber sorry ich hab es leider nicht verstanden

    Von Angelos B., vor mehr als 2 Jahren
  9. Default

    Etwas ausführt bitte!!!!!!!! Aber sonst ganz ok

    Von Lroennau, vor mehr als 3 Jahren
  10. Default

    Danke

    Von Mehmetemre, vor mehr als 3 Jahren
  11. Default

    Danke!

    Von Hsuehfang, vor etwa 4 Jahren
  12. Default

    Hat mir sehr geholfen. Danke!

    Von Super Anna Lenaaa, vor mehr als 4 Jahren
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