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Transkript Kommasetzung bei Infinitivgruppen (Übungsvideo 2)

Hallo, ich bin Martina und dieses Video ist die Fortsetzung zu dem ersten Übungsvideo, das Komma bei Sätzen in Infinitivgruppen. Damit du alle Aufgaben lösen kannst, solltest du dir das Lehrvideo zu diesem Thema ansehen. Ich wünsche dir dabei viel Spaß. In der ersten Aufgabe geht es darum, fehlerhafte Infinitivsätze in Gliedsätze umzuwandeln. Du weißt sicherlich noch, dass Infinitivsätze meist kürzer sind als Gliedsätze. Man muss aber aufpassen, dass man beim Bilden von Infinitivsätze nicht den Sinn des Satzes verdreht. Suche nun in den folgenden Infinitivsätzen die Fehler und wandle sie in korrekte Gliedsätze um. Hier kommt der erste Satz: Er steckte den Schlüssel in die Tasche, um nicht verloren zu gehen. Genau, so muss der Satz richtig heißen: Er steckte den Schlüssel in die Tasche, damit er nicht verloren geht. Denn es ist ja der Schlüssel, der nicht verloren gehen soll. Hier kommt noch ein Beispiel: Sie putzte das Bad, um sauber zu sein. Richtig: Sie putzte das Bad, damit es sauber war. Denn das Bad soll ja sauber werden. Und ein letztes Beispiel: Er lehnt das Fahrrad gegen die Wand, um nicht umzufallen. Genau, besser ist: Er lehnt das Fahrrad gegen die Wand, damit es nicht umfällt. Bevor wir zu den Infinitivgruppen kommen, bei denen das Komma freigestellt ist oder sogar gar nicht gesetzt werden darf, gibt es noch eine Übung, in der du die Kommas setzen musst. Sieh dir die folgenden Sätze an und überlege dann, wo du ein Komma setzen musst: Sie ging, ohne mit der Wimper zu zucken. Der Versuch, ihn umzustimmen, schlug fehl. Sie besitzt die Fähigkeit, zuzuhören. Schlagzeug zu spielen, das war sein größter Traum. Es ist dir sicherlich leicht gefallen, die Kommas hier an der richtigen Stelle zu setzen. Und hier kommt die Auflösung. Aber kommen wir nun zu den Infinitivgruppen bei denen es dir freigestellt ist, ob du ein Komma setzen möchtest oder nicht. Du weißt sicherlich noch, dass der Umfang der Wortgruppe hier ein wichtiges Kriterium ist. Der bloße Infinitiv mit zu, wie zum Beispiel in dem Satz: Sie beschloss zu bleiben, wird meist nicht durch ein Komma abgetrennt. Der Satz ist auch ohne Komma verständlich. Aber bei Sätzen mit erweitertem Infinitiv, ist das Komma für die Gliederung des Satzes sinnvoll. Wie zum Beispiel: Sie beschloss, nicht im strömenden Regen alleine nach Hause zu gehen. Manchmal steht das Komma auch einfach, um Missverständnisse zu vermeiden. Setze bei den folgenden Sätzen das Komma an verschiedenen Stellen und gib dem Satz damit jeweils eine andere Bedeutung. Wir raten, ihr zuzuhören. Genau, entweder so oder: Wir raten ihr, zuzuhören. Hier kommt das nächste Beispiel: Sie versprach, ihrer Freundin sofort zu schreiben. Sieh dir mal die Lösung an: Sie versprach, ihrer Freundin sofort zu schreiben. Oder: Sie versprach ihrer Freundin, sofort zu schreiben. Bei eingeschobenen Wortgruppen hast du die Wahl entweder zwei Kommas zu setzen, oder gar keins. Wenn du dich für das Komma entscheidest, ist es aber wichtig, dass vor und hinter der Wortgruppe ein Komma steht. Setze nun in den folgenden Sätzen die möglichen Kommas: Wir hofften ihm geholfen zu haben und gingen weiter. Vergleich mal die Lösung. Bei einer eingeschobenen Wortgruppe kannst das Komma also auch vor das Wort "und" setzen, denn wichtig ist hier, dass die Wortgruppe in Kommas eingeschlossen ist. Falsch wäre es also, nur ein Komma vor die eingeschobene Wortgruppe zu setzen. Versuche es gleich noch mal: Er glaubte, ihre Stimme zu hören, und drehte sich um. Genau, das Komma steht vor und hinter der Wortgruppe. Es gibt aber natürlich auch Infinitivgruppen, die nicht durch ein Komma abgetrennt werden dürfen, zum Beispiel, wenn die Infinitivgruppe von einem Hilfsverb abhängig ist. Das betrifft vor allem die Verben sein, haben, brauchen, pflegen und scheinen. Unterstreiche in den folgenden Beispielen das Hilfsverb und den Infinitiv mit zu, die zusammen das Prädikat bilden. Sie war nicht von der Idee abzubringen. Genau: war und abzubringen müssen unterstrichen werden. Versuch es gleich noch mal: Wie haben keine Zeit zu verlieren. Und, hast du es gewusst? Haben und zu verlieren müssen unterstrichen werden. Und ein letztes Beispiel: Du brauchst mich nicht anzurufen. Brauchst und anzurufen werden unterstrichen. Du weißt sicherlich noch, dass es bei einigen Verben von der Bedeutung abhängt, ob ein Komma gesetzt werden kann oder nicht. Setze in den folgenden Sätzen das Komma, dort wo es gesetzt werden kann und unterstreiche das Verb in den Sätzen, in denen du kein Komma setzen darfst. Und schon geht es los: Der Junge drohte vom Baum zu stürzen. Er drohte, den Hund freizulassen. Hast du es gewusst? Du hast sicherlich erkannt, dass im ersten Satz "drohen" im Sinne von Gefahr laufen gemeint ist und in diesem Fall steht kein Komma. Üben wir das gleich noch mal: Es versprach ein schöner Tag zu werden. Sie versprach, zu seinem Geburtstag zu kommen. Genau, wenn "versprechen" im Sinne "von den Anschein haben" gebraucht wird, setzt man kein Komma. Aber in der Bedeutung von "ein Versprechen geben", kannst du ein Komma setzen. So jetzt wird es noch ein bisschen komplizierter. Wenn die Verben vermögen, verstehen, wissen, drohen usw. mit einer Umstandsangabe verbunden sind, kann die Infinitivgruppe doch mit einem Komma abgetrennt werden. Vergleiche mal die beiden Sätze und überlege dir, in welchem Satz ein Komma gesetzt werden kann: Er versteht sie zu beeindrucken. Er versteht ausgezeichnet, sie zu beeindrucken. Genau, ausgezeichnet ist eine Umstandsangabe und hier kann ein Komma gesetzt werden. Zum Abschluss gibt es wieder eine gemischte Übung. Setze die Kommas in den Sätzen, in denen sie gesetzt werden müssen, setze ein Komma in Klammern, dort wo das Komma freigestellt ist und kein Komma, wo keins gesetzt werden darf. Ersteht auf, um nach Hause zu gehen. Schlagzeiger zu werden, davon träumte er. Sie vermag einzigartig, Erbeerkuchen zu backen. Er vermutet, mit seiner Meinung anzuecken, und geht. Er rät, ihr zu folgen oder: Er rät ihr, zu folgen. Die Aufgabe versprach schwer zu sein. So, und hier ist die Lösung. Ich hoffe, dass du alle Aufgaben lösen konntest und dass dir das Video gefallen hat. Bis zum nächsten Mal, Martina.  

Informationen zum Video
2 Kommentare
  1. Franziska

    Hallo Niclas,
    Das Komma kann nur an zwei Stellen in dem Satz gesetzt werden. Nach "raten" oder nach "ihr". Nach "wir" steht kein Komma. Wenn das Komma nach "raten" steht, bedeutet es, dass wir jemandem raten, ihr zuzuhören. Wenn das Komma nach "ihr" steht, bedeutet es, dass wir ihr raten, jemandem zuzuhören.
    Ich hoffe das hilft dir weiter. Viel Spaß weiterhin mit unseren Videos.
    Franziska

    Von Franziska G., vor fast 3 Jahren
  2. Default

    Geht hier nicht auch: Wir , raten ihr zuhören.???

    Von Niclas Felker, vor fast 3 Jahren