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Transkript Kennzeichen epischer Texte

Hallo ich bin Martina! In diesem Video geht es um die Kennzeichen epischer Texte. Du lernst, was ihre typischen Merkmale sind und außerdem beschäftigen wir uns mit einigen Vertretern epischer Texte. Dieses Video soll allerdings nur einen Überblick verschaffen. Zur Vertiefung Deines Wissens über die einzelnen literarischen Gattungen oder Erzähltechniken, solltest Du Dir die einzelnen Videos ansehen. Du brauchst keine besonderen Vorkenntnisse, denn alles was Du wissen musst, lernst Du in diesem Video. Ich wünsche Dir viel Spaß. Zuerst sollten wir klären, was der Begriff Epik eigentlich bedeutet. Epik ist neben dem Drama und der Lyrik die dritte große Gattung in der Literatur. Epik umfasst alle Genres der erzählenden Literatur. Dabei ist egal, ob das Werk in Verse oder in Prosa geschrieben wurde. Man unterscheidet nach Umfang der epischen Werke zwischen Langform und Kurzform. Wichtig ist aber, dass alle epischen Texte einen Erzähler haben der dem Leser die Geschichte erzählt. Das Besondere an epischen Texten ist also die Vermittlung des Erzählten durch einen Erzähler an den Leser oder Hörer. Der Erzähler ist also nicht der Autor, sondern ein Medium, das der Autor geschaffen hat, um die Geschichte dem Leser zu vermitteln. Je nach dem, ob der Erzähler allwissend ist, ob die Geschichte aus dem Blickwinkel einer Person erzählt wird oder ob es ein Ich-Erzähler ist, unterscheidet man nach verschiedenen Erzählsituationen. Man kann zum Beispiel eine auktoriale Erzählsituation haben, das heißt, der Erzähler ist allwissend. Oder die Geschichte wird aus der Perspektive einer Person erzählt, dann ist das eine personale Erzählsituation. Oder der Erzähler ist zugleich an der Handlung beteiligt und berichtet aus seiner Perspektive. Dann hat man einen Ich-Erzähler und diese Erzählsituation nennt man Ich-Erzählsituation. Wichtig ist auch der Umgang mit der Zeit in epischen Texten. Mit der Zeit kann einerseits die erzählte Zeit gemeint sein und andererseits die Erzählzeit. Die erzählte Zeit bezeichnet den Zeitraum, über den sich das Geschehen ereignet hat. Es gibt hier mehrere Möglichkeiten für die zeitliche Gestaltung. Die Geschichte kann zum Beispiel als Rückblende, als Vorausdeutung, als Zeitdehnung, als Zeitraffung und auf verschieden Zeitebenen vermittelt werden. Die Erzählzeit ist die Zeit, in der die Geschichte erzählt oder gelesen wird. Erzählzeit und erzählte Zeit müssen nicht gleich sein. Oft ist der Zeitraum in einer Geschichte wesentlich länger oder kürzer als die Zeit, die man zum Lesen oder zum Erzählen braucht. Ein wichtiges Gestaltungsmittel epischer Texte ist auch die Zeitstruktur. Die Geschichte kann in chronologischer Reihenfolge erzählt werden oder ihre Reihenfolge wird umgestellt. Außerdem kann die Reihenfolge unterbrochen werden und es können auch mehrere Handlungsstränge nebeneinander ablaufen. Neben der Zeit spielt auch die Redegestaltung eine wichtige Rolle. Denn ein Text wirkt um so unmittelbarer, je weniger der Erzähler kommentiert und um so direkter die Personen selbst zu Wort kommen. In epischen Texten wird das Gesagte der Person jedoch häufig durch den Erzähler in indirekter Rede wiedergegeben. Zudem kommentiert er die Handlung oder kann dem Leser sogar Informationen vorenthalten. Sehen wir uns nun noch einige epische Textarten an. Wie bereits erwähnt, unterscheidet man epische Texte nach ihrem Umfang in Langform und Kurzform. Außerdem kann man sie inhaltlich unterscheiden, z. B. danach, ob sie didaktisch auf den Leser wirken, ob sie eine volkstümliche Geschichte erzählen oder ob sie Kritik üben. Zu den Langformen gehören: das Epos, das Volksbuch und der Roman. Zu den Kurz- bzw. mittleren Formen gehören: die Anekdote, die Fabel, die Erzählung, die Kalendergeschichte, die Kurzgeschichte, die Legende, das Märchen, die Novelle, die Parabel, die Sage und der Schwank. Außerdem gibt es noch sehr kurze Formen, nämlich das Rätsel, Sprichwörter und Aphorismen. Wenn man die Texte auch noch nach Textsorten unterteilt, ergibt sich folgende Einteilung. Die volkstümlichen Formen, hierzu gehören das Märchen und die Sage. Zu den didaktischen Formen gehören die Fabel, das Gleichnis, die Legende und die Parabel und zu den kritischen epischen Texten gehören die Satire und die Parodie. Ich werde nur einige der genannten epischen Texte kurz vorstellen. Beginnen wir mit der Langform und zwar mit dem Namensgeber der Epik, nämlich dem Epos. In einem Epos wird die Helden- und Götterwelt eines Volkes dargestellt sowie wichtige Ereignisse aus seiner Geschichte. Ein Beispiel für ein germanisches Epos ist zum Beispiel das Hildebrandslied. Ein weiterer Vertreter der Langform ist natürlich der Roman. Roman selbst ist nur ein Oberbegriff. Man unterscheidet den Abenteuerroman, Bildungsroman, Kriminalroman, Liebesroman, historischer Roman usw.. Zu den Kurzformen bzw. mittleren Formen epischer Texte gehört zum Beispiel die Parabel. Hierbei handelt es sich um einen epischen Text, der ein Geschehen als Gleichnis darstellt und somit eine didaktische Funktion hat. Ein Beispiel für eine Parabel ist zum Beispiel "Die Geschichten von Herrn Keuner" von Berthold Brecht. Außerdem gehört zu den Kurzformen natürlich die Kurzgeschichte. Kurzgeschichten haben meist einen sehr konzentrierten Handlungsverlauf. Die Handlung ist in der Regel einsträngig und beginnt ohne Einleitung. Die Umstände der Handlung sind meist knapp und präzise formuliert. Und auch die Personen werden nur knapp charakterisiert. Die Handlung dreht sich meist um alltägliche Situationen, die ohne Ausschmückungen dargestellt werden. Ein Beispiel für ein Kurzgeschichte ist "Die Hundeblume" von Wolfgang Borchert. Und zum Schluss gibt es wieder eine Zusammenfassung. Die Epik ist neben der Lyrik und dem Drama die dritte große Gattung der Literatur. Sie umfasst alle Genres der erzählenden Literatur. Der Erzähler vermittelt dem Leser die Geschichte. Der Erzähler ist nicht der Autor, er ist eine vom Autor erfundene Instanz. Es gibt auktoriale, personale und Ich-Erzählsituation. Die Zeit wird in epischen Texten in erzählte Zeit und in Erzählzeit unterschieden. Die erzählte Zeit und die Erzählzeit müssen nicht identisch sein. Das Geschehene kann mittels Rückblende, Vorausdeutung, Zeitraffung, Zeitdehnung und auf verschiedenen zeitlichen Ebenen vermittelt werden. Die Zeitstruktur kann eine chronologische Reihenfolge verfolgen. Die Reihenfolge kann umgestellt oder unterbrochen werden und es können mehrere Handlungsstränge nebeneinander ablaufen. Der Erzähler macht in epischen Texten durch die indirekte Reden und durch seine Kommentare auf sich aufmerksam. Epische Textarten werden nach Umfang in Lang- oder Kurzformen oder sehr kurze Formen unterschieden oder man unterteilt sie nach der Textsorte. So und nun sind wir schon wieder am Ende des Videos angekommen. Ich hoffe es hat Dir gefallen. Bis zum nächsten Mal, Martina!

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5 Kommentare
  1. Franziska

    Hallo A Scharry,
    es stimmt, wir haben leider keine Videos zur Anekdote.
    Die Anekdote wird aber in unseren Videos zu Textsorten mitbehandelt:
    http://www.sofatutor.com/deutsch/videos/textsorten
    http://www.sofatutor.com/deutsch/videos/textarten-literatur-epik.
    Ich hoffe, diese helfen dir weiter.
    Liebe Grüße,
    Franziska

    Von Franziska G., vor etwa 2 Jahren
  2. Default

    ich hab eine frag wieso gibt es keine Videos zu Anekdoten weil ich braucht unbedingt für eine Arbeit

    Von A Scharry, vor etwa 2 Jahren
  3. Default

    WOW!!! Herzlichen Glückwunsch!!!

    Von Martina M., vor etwa 3 Jahren
  4. Default

    SCHAUT ES EUCH AN =)

    Von Erschlori, vor etwa 3 Jahren
  5. Default

    SUPER GEMACHT.Dank diesem Video hab ich jetzt eine 1+ im Deutschaufsatz :)

    Von Erschlori, vor etwa 3 Jahren