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Transkript Journalistische Darstellungsformen – Überblick

Hallo, ich bin Ronald und veranschauliche dir im heutigen Video die unterschiedlichen journalistischen Darstellungsformen. Es handelt sich um ein Übungsvideo. Du solltest bereits pragmatische Texte und unterschiedliche journalistische Darstellungsformen unterscheiden können. Solltest du beim Letzten unsicher sein, schau dir das Lehrvideo hier auf Sofatutor an. Zuerst schauen wir uns zu den unterschiedlichen journalistischen Darstellungsformen Textbeispiele an. Konkret geht es um die Reportage, den Bericht, die Glosse mit einem Hinweis zum Kommentar, das Interview und die Kurzkritik.  Beginnen wir mit der Reportage, der sogenannten journalistischen Königsdisziplin. Auf einen spannenden Einstieg folgt eine Mischung aus subjektiver Betrachtung mit Fakten und lebendiger Schilderung. Schauen wir uns dazu ein Beispiel an: Das Weltall, unendliche Weiten - so beginnt die wohl populärste Science-Fiction-Serie „Star Trek". Diese erzählt eine Zukunftsvision, die damals viele Menschen besaßen und heute immer noch haben: Mit besserer Technik werden die Erdbewohner den Weltraum beherrschen und besiedeln. Mit der Abwanderung ins All lassen sich, so die Hoffnung, ganz einfach die wirtschaftlichen und sozialen Probleme auf der Erde überwinden. Bei dieser Reportage wird ein Einstieg gewählt, der allen bekannt ist. Dann wird übergeleitet zum eigentlichen Thema, dem Studienfach Astrofuturismus, um das es in der Reportage geht. Der Bericht hingegen ist deutlich nüchterner gehalten.Ohne große Ausschmückungen wird wiedergegeben, was konkret passiert ist. Beachte, dass die Zeitform Präteritum ist. Auch hierfür ein kurzes Beispiel: Der Raum 121 füllte sich mit leichter Verspätung. Die Jungs und Mädchen, die sich in der ersten Etage des Gebäudes der Stiftung einfanden, wollten die Grundlagen der Moderation erlernen. Berit Nissen vom Kinderhilfswerk vermittelt dafür das erforderliche Handwerkszeug. Nachdem sich die Teilnehmer setzten und ihre T-Shirts und Pullover mit einem Namensschild verzierten, ging es mit einer Lockerungsübung los. Handelt es sich beim Bericht um eine objektive Darstellung, so stellt die Glosse genau das Gegenteil dar: einen kurzen, pointierten Meinungsbeitrag, der mit Stilmitteln der Hyperbel und Ironie ein bestimmtes Thema abhandelt. Ein Beispiel: Fiel mit der Mauer 1989 die Grenze zwischen Ost und West, so verschwindet Anfang des 21. Jahrhunderts auch die lästige Unterscheidung zwischen falsch und richtig, zumindest was Orthografie und Grammatik betrifft. Wir sehen an der Ecke „Harry's Imbiss", der der korrekten Verwendung des Genitivs fröhlich entspannt den ausgestreckten Mittelfinger entgegenstreckt. Linguistisch überspitzt, inhaltlich unsympathisch kulturkonservativ wird die Sprachentwicklung aus der Sicht des Autors kommentiert. Beim Kommentar übrigens ist die sprachliche Nuance weniger ironisch, sondern eher sachlich gehalten. Kommen wir zu den Interviews. Dabei handelt es sich um eine Gesprächssituation. Das Gesagte wird originalgetreu wiedergegeben, wobei Sätze in der Regel in die korrekte grammatische Form gebracht werden und Redundante, das heißt, überflüssige Informationen weggelassen werden. Das Gesagte kann als Frage/Antwort dargestellt werden. Libus: Was bedeutet Ihnen Heimat? Wie ist Ihr Verhältnis zu Deutschland? Wolfgang Joop: Heimat hat mit einem geografischen Ort nichts zu tun. Heimat ist dort, wo sich ein Mensch auf dich freut. „Home is where your heart is". Und wo das ist ... nun, es können die unterschiedlichsten Orte sein, aber man sollte es finden, denn sonst ist man recht verloren. Deutschland ist für mich weder geografisch noch historisch gesehen Heimat. Es gibt in Deutschland große Probleme mit der Identität. Es gibt noch eine andere Form des Interviews. In diesem werden nur Teile des Gesagten in wörtlicher, andere Teile in indirekter Rede wiedergegeben, und ergänzt wird beides um relevante Hintergrundinformationen. Auch hierzu ein Beispiel: Das ist umso bedauerlicher, da Metal in Australien nach wie vor ein absolutes Spartenphänomen darstellt. „In Europa kann die Musikrichtung auch kommerziell erfolgreich sein. In Australien hingegen können maximal 1 Prozent aller Rockmusiker von ihrer Leidenschaft leben. Über Metal müssen wir da gar nicht reden." Alle Bandmitglieder BE'LAKORS gehen somit einer geregelten Arbeit nach, um die Rechnungen bezahlen zu können. Der Umstand der Fulltime-Jobs und die große Entfernung zwischen den Städten auf dem fünften Kontinent erschweren Touraktivitäten immens. Nach den ersten Auftritten in Europa, zum Beispiel beim Summer Breeze 2010, fallen der Band starke Unterschiede zwischen den Fans hier und Down Under auf. „Es heißt immer, die Australier sind freundlich und zugänglich", reflektiert Steve. Aber wenn derartige kulturelle Klischees überhaupt stimmen, so treffen sie zumindest hinsichtlich der Metal-Szenen gar nicht zu. „In Europa sind die Fans sehr euphorisch, sie gehen beim Konzert richtig mit. Das ist für die Musiker elektrisierend. Die australischen Fans sind sehr reserviert. Gar nicht vergleichbar." Da fühlen sich die Shows bisweilen so an, als würden die Zuschauer gelangweilt aus dem Fenster schauen. Deswegen freuen sich BE'LAKOR auch auf die Festivals in Europa in diesem Sommer. Neben dem diesjährigen Summer Breeze steht auch das Brutal Attack in der Tschechischen Republik an. „Es ist für uns total aufregend, zurückzukehren", verrät der Keyboarder. Nach diesem Interviewbeispiel mit einer australischen Metalband kommen wir nun zum letzten Beispielteil, der Kurzkritik: Hier gibt der Autor wieder, was er von einem kulturellen Event oder einer CD oder einem Film hält. Dabei sollte auf Begriffe wie "Gefällt mir besonders" verzichtet werden. Stattdessen gibt der Autor einen objektiven Anspruch wieder. Es wird kurz etwas zum Künstler, dann zur Umsetzung und zur Relevanz des Kunstwerkes ausgedrückt. „John Gabriel Borkmnn". Ibsens vorletztes Theaterstück aus dem Jahr 1896 erscheint hochaktuell. Ein Banker spekuliert aus Habgier und Profilsucht mit dem Angelegten seiner Kunden und verzockt sich dabei. Der norwegische Regisseur Vegard Vinge, der sich vorgenommen hat, Ibsens komplettes Werk auf die Bühne zu bringen, arbeitete bereits im Frühjahr mit einer Schaukastenvariante von Ibsens „Wildente" an der Volksbühne. Mit seiner aktuellen Inszenierung lotet er scheinbar Grenzen aus: Der Abend, respektive die Nacht, dauert 12 Stunden.  So, das waren die Beispiele. Viel Text - wenn du willst, mach eine Pause oder teste dein Wissen sofort. Tschüss und bis bald! Ronald              

Informationen zum Video
6 Kommentare
  1. Default

    es war irgentwie nicht so gut für mich aber passt so weit

    Von Seyda A., vor etwa einem Jahr
  2. Franziska

    Hallo Susanne,
    schau dir doch einmal dieses Video an:
    http://www.sofatutor.com/deutsch/videos/journalistische-textsorten-eine-uebung.
    Liebe Grüße,
    Franziska

    Von Franziska G., vor mehr als 2 Jahren
  3. Default

    Gibt es auch Irgendwelche Videos wo man Reportagen Bestimmen kann

    Von Susanne 11, vor mehr als 2 Jahren
  4. Default

    Gut aber der Text zum Interview ist unschlüssig

    Von Juliusrobens, vor fast 3 Jahren
  5. Sarah redaktion

    Da hast du recht, diese Textsorten gehören auch zu den journalistischen Darstellungsformen. Zum Essay gibt es bald ein eigenes Video, sodass dann alles vollständig sein sollte.

    Von Sarah Fischer, vor fast 3 Jahren
  1. 570379k 23

    Gut, aber z.b. der Essay fehlt mir, auch wurden Leserbriefe nicht erwähnt.

    Von Malvepony, vor fast 3 Jahren
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