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Transkript Interrogativpronomen

Guten Tag liebe Lernende. In diesem Lehrvideo wollen wir uns mit dem Thema Interrogativpronomen beschäftigen. Ein Interrogativpronomen ist ein Fragefürwort, wie also der Name schon vermuten lässt. Wer des Lateinischen mächtig ist, der wird dieses "rogare" erkennen, was also nicht anderes als "fragen" heißt, pro=für und Nomen=Namen/Ding, inter=dazwischengeschoben, also etwas, was als Fragefürwort steht.

Letztendlich ein Wort, das auf etwas zielt, was erfragt werden kann. Was kann erfragt werden? Der Klassiker ist natürlich, dass eine Person, also ein Subjekt erfragt wird. Das ist in unserem Fall das "Wer" und im anderen Fall, wenn es auf ein Objekt zielt, das "Was". Das sind die beiden häufigsten Fragewörter, die es also im Deutschen gibt, "Wer oder Was". Dabei können wir auch feststellen, das wenn ich nach jemandem frage, ich vorher nicht weiß, ob es männlichen oder weiblichen Geschlechts ist. Dementsprechend gibt es im Deutschen keine Differenzierung, also keine Unterscheidung zwischen männlichen und weiblichen Fragen. Bsp.: Wenn ich fragen würde: "Wer war das?" Zur Antwort bekomme ich dann: "Das war Lydia." Lydia ist offenbar weiblichen Geschlechts. Es gibt keine Differenzierung, auch wenn die Antwort, "das war Robert", heißen würde. Das ist also völlig egal. Selbst bei Plural wird also hier nicht unterschieden: Wer war das? Das waren Lydia und Robert. Da gibt es also auch keine Unterscheidung. Bei "Was" ist es ähnlich. Wir kommen hier im Einzelfall zu den verschiedenen Fällen, die es im Deutschen gibt, also Akkusativ, Dativ, Genitiv und Nominativ. Wir wollen uns zunächst einmal nur merken, dass "Wer" und "Was" die beiden am häufigsten gebrauchten Interrogativpronomina sind. Dann haben wir noch zwei andere, die auch häufig benutzt werden, und zwar die Frage "Was für ein" Auto fährst du? Dann ist die Frage nicht nach dem Objekt selbst, sondern es ist eine Spezifizierung erfragt. Letztendlich zielt das hier nicht auf ein Objekt bzw. ein Subjekt (Subjekt sowieso nicht) - also nicht auf ein Objekt, sondern auf Begleiterscheinungen dieses Objektes. Letztendlich also auf ein Attribut, was erfragt werden soll. Merken wir uns, kurz zusammengefasst: "Wer", zielt immer auf etwas Subjektives, es sei denn, es wird gebeugt, dann wird ein Objekt erfragt. Meist wird mit "Wer?" ein Subjekt erfragt.  "Was" zielt in den meisten Fällen, auf ein Objekt, allerdings kann auch nicht das Subjekt, aber der Nominativ gemeint sein, weil im Nominativ fragen wir "Wer oder Was?" Doch in den meisten Fällen ist mit "Was" die Frage nach dem Objekt verbunden. "Was für ein" zielt nicht auf Subjekt oder Objekt, sondern auf die Begleitumstände. Schließlich haben wir als 4. Fragewort, das im Deutschen häufig benutzte "Welch bzw. Welche". "Welch" ist also ein Sammelbegriff, der nicht gebeugt werden kann. "Welche" kann dagegen gebeugt werden: welcher, welches, welche. Je nachdem, was wir dann im Auge haben: männlich, weiblich, sächlich oder Pluralform.  Das sind die 4 Hauptbestandteile des Interrogativpronomens. Jetzt wollen wir uns das im Einzelnen einmal anschauen, wie also die Beugung vor sich geht. Dazu packen wir das weg und bleiben bei dem "Wer" mal stehen und untersuchen das. Das "Wer" hinsichtlich des, was wir festgestellt haben, dass "Wer" immer männlich und weiblich ist und im Sächlichen dann zum "Was" wird. Jetzt gucken wir uns das für die einzelnen Fälle an: Im Deutschen gibt es den Nominativ, den Genitiv, den Dativ und den Akkusativ. Wir schauen uns die einzelnen Beugungen an, was daraus wird. "Wer" bleibt Nominativ für männlich und weiblich. Im Sächlichen (das ist das Zeichen für sächlich, also sozusagen wie ein Spiegel, bloß ohne Kreuz unten) "Was". Also "Wer" oder "Was". Im Genitiv das berühmte "Wessen". Dann haben wir im Dativ "Wem", für das nähere Objekt. Und "Wen" für das Akkusativ, für das in eine Richtung gebundene Objekt. Schließlich haben wir für die sächlichen Fälle ein "Wessen"(Genitiv) und ein "Was" (Akkusativ) und für den "Wem"-Fall gibt es keine Dativform. Das ist also durchdekliniert für das Fragefürwort "Wer" - wer steht im Hof? Wessen Schuhe sind das? Wem gehört das? Wen bringst du heute nach Hause? Das sind alles Fragefürwörter, die hier in diesem Fall auf das Subjekt und in diesen Fällen auf das Objekt zielen, bei Objekten ist das der 2., 3. und 4. Fall. Für den sächlichen Bereich dann kein Dativ möglich. Das wollen wir uns nun ein klein bisschen genauer anschauen: Ich habe hier oben die vier verschiedenen Interrogativpronomina aufgelistet. "Wer" - mit den verschiedenen Fällen, die wir vorhin gesehen haben. " Was", "Was für ein", "Welch" und "Welche", die ich genau in so eine Übersicht hätte bringen können und die man also entscheidend beugen kann, bis auf "Welch", was immer undeklinierbar bleibt. Diese Interrogativpronomina haben Aufgaben. Die erste Aufgabe, die sie haben, ist, wie der Name schon sagt, sie leiten Fragesätze ein. Sie dienen also als Einleitewort bzw. als Fragewort für ganz bestimmte Zielrichtungen desjenigen, der die Frage stellt. Er könnte z. B. fragen: "Wer war das?" Wenn er fragt, wer war das, dann zielt seine Frage auf das Subjekt. Dementsprechend ist also dieses Einleitewort das "Wer" die Zielstellung das Subjekt zu erfragen. Es gibt natürlich auch andere Dinge, die erfragt werden können, z. B. "Wessen Schuh ist das?" Das ist dann also kein Subjekt. Letztendlich wird auf ein Subjekt gezielt, aber "wessen" ist immer eine Frage, die letztlich ein Objekt im Auge hat, nämlich den Schuh selbst, also eine Klassifizierung des Schuhs. Damit sind wir schon beim nächsten, nämlich wenn wir diese Klassifizierung noch einmal vertiefen wollten: "Was für eine Geschichte?" und dann geht es nicht um die Geschichte selbst, sondern um die Attribute, um das herum um die Geschichte selbst und das bedeutet letztendlich, dass ein Attribut im Auge des Betrachters, eine besonders schöne, eine hässliche, eine interessante, eine umfängliche Geschichte, all das ist also gefragt, wenn ich "Was für ein" benutze. Dann geht es also nicht um das Subjekt, nicht um das Objekt, also nicht um die Geschichte selbst, sondern es geht um die Begleitumstände, die Charakterisierung dieser Geschichte, also um irgendein attributives Ziel. So das ist das eine "Einleitung von Fragesätzen" und das ist dann das nächste, also wenn ich Fragesätze einleiten kann, dann ist es natürlich auch möglich, dass es nur als Einleitewort in Nebensätzen auftritt. Das ist auch möglich und dann muss es noch nicht einmal ein Fragewort sein, sondern es kann auch als Aussage, als Pronomen, im wahrsten Sinne des Wortes, als Fürhalter, als -für etwas stehendes- im Satz gebraucht werden. Bsp.: Er sagte, wer er sei. Er=Subjekt sagte=Prädikat, was= Einleitung im Nebensatz, durch dieses Interrogativpronomen, dass auf das Subjekt, nämlich das "er" zurückführen soll. Das ist dann nicht als Fragewort gemeint, sondern sozusagen als Einleitewort im Nebensatz, zielt aber in gewisser Weise auch auf etwas, was erfragt werden könnte. Es wird so getan, als ob jemand gefragt hätte "wer bist du" und derjenige, der das sagt, der geht darauf ein, wer er eigentlich ist. Hier müssen wir nur noch kurz das "sei" erklären. Das "sei" steht hier natürlich deshalb, weil wenn ich vom Sprechen, sagen, meinen ausgehe, muss ich dann immer den Konjunktiv bilden. Er sagte nicht, wer er ist, sondern er sagte, wer er sei. Darum steht hier das "sei".

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6 Kommentare
  1. Default

    Danke hat geholfen

    Von Antjerochow, vor 3 Monaten
  2. Rene redaktion

    Vielen Dank für eure Kommentare. Wir freuen uns, dass euch das Video gefällt.

    Beste Grüße
    Die Deutschredaktion

    Von René Perfölz, vor mehr als einem Jahr
  3. Default

    danke hat geholfen

    Von Sofa 20, vor mehr als einem Jahr
  4. Images 5

    Super Video danke hat mir echt super geholfen! :)))

    Von Dk0, vor etwa 2 Jahren
  5. Default

    Können wir bitte Zusammen sprechen !

    Von Germany00fox, vor etwa 3 Jahren
  1. 4d38fc45 795b8060 france 19

    aha Nebensatz (^^).
    danke Knorr

    Von Thanh T., vor mehr als 3 Jahren
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