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Indirekte Rede 05:11 min

Textversion des Videos

Transkript Indirekte Rede

Hallo, ich bin Martina und in diesem Video lernst du, wie man wiedergibt, was andere gesagt haben, also die indirekte Rede. Du solltest dir noch einmal die beiden Videos zur Bildung des Konjunktivs 1 und des Konjunktivs 2 ansehen, denn du brauchst den Konjunktiv für die indirekte Rede. Ich wünsche dir mit dem Video viel Spaß! Man verwendet die indirekte Rede also, um die Aussagen von anderen wiederzugeben. Durch die Verwendung des Konjunktiv drückt man gleichzeitig aus, dass man sich vom Gesagten distanziert. Wenn du nicht mehr weißt, wie man den Konjunktiv bildet, dann sieh dir einfach das Lehrvideo dazu noch einmal an. Und jetzt, wo du die Bildung des Konjunktivs so gut kannst, erzähle ich dir, dass häufig auch nur die Konjunktion "dass" in Aussage- und Aufforderungssätzen und Fragewörter, bzw. die Partikel "ob" in Fragesätzen reicht, um die indirekte Rede zu markieren. Auf jeden Fall wird die indirekte Rede aber durch ein Verb des Sagens, Denkens, Meinens oder Fühlens eingeleitet und durch ein Komma vom Hauptsatz abgetrennt. Die indirekte Rede erscheint nämlich im Nebensatz, die entweder durch andere Wörter eingeleitet wird oder nicht. Das war jetzt ein bisschen kompliziert. Fassen wir am besten noch einmal alles zusammen. Also: Die indirekte Rede gibt etwas wieder, das ein anderer gesagt hat, sie wird durch ein Verb des Sagens, Denkens, Meinens oder Fühlens eingeleitet, sie erscheint im Nebensatz. Der Nebensatz kann in Aussage- und Aufforderungssätzen durch "dass" und in Fragesätzen durch ein Fragewort oder durch "ob" eingeleitet werden. Bei der indirekten Rede steht das Verb häufig im Konjunktiv. Wird die indirekte Rede durch "dass", ein Fragewort oder durch "ob" eingeleitet, kann ihr Verb auch im Indikativ stehen. Üben wir das Ganze einmal praktisch mit ein paar Beispielen, und zwar zuerst mit den Aussagesätzen.  Stellt euch einmal vor, Lukas, Paul und Tina unterhalten sich. Was Lukas sagt, ist die wörtliche Rede, und wenn Paul wiedergibt, was Lukas gesagt hat, dann ist das die indirekte Rede. Also, Lukas sagt zu Paul: "Ich suche meine Uhr." Paul erzählt nun Tina: "Lukas sagt, er suche seine Uhr." oder mit der Konjunktion "dass": "Lukas sagt, dass er seine Uhr suche." In beiden Sätzen steht das Verb im Konjunktiv 1. Wenn der Satz mit dass eingeleitet wird, kann das Verb aber auch im Indikativ bleiben, z. B. so: Lukas sagt, dass er seine Uhr sucht. Wenn die indirekte Rede ein Fragesatz ist, dann muss sie als Nebensatz eingeleitet werden. Das heißt, ihr geht ein Fragewort oder ein Partikel voraus. Man unterscheidet dabei zwischen Ergänzungsfragen, die durch ein Fragewort eingeleitet werden und Entscheidungsfragen, die durch "ob" eingeleitet werden. Eine Ergänzungsfrage in der wörtlichen Rede wäre z.B.: Wo ist meine Uhr?Wenn Paul die Frage wiedergibt, dann heißt es: Lukas fragt, wo seine Uhr sei. Eine Entscheidungsfrage in der wörtlichen Rede wäre: Hat jemand meine Uhr gesehen? Und jetzt kommt wieder Paul: Lukas fragt, ob jemand seine Uhr gesehen habe. Da in beiden Fällen der indirekte Fragesatz eingeleitet wird, nämlich durch "wo" und durch "ob", kann das Verb auch im Indikativ stehen, also so: Lukas fragt, wo seine Uhr ist. Und als Entscheidungsfrage: Lukas fragt, ob jemand seine Uhr gesehen hat.  Ist die indirekte Rede ein Aufforderungssatz, dann steht ihr Verb im Imperativ, das ist die Befehlsform. Bitte nicht mit Indikativ verwechseln, das ist nämlich die Ist-Form. Ist die indirekte Rede also ein Aufforderungssatz, dann braucht man das Modalverb "sollen". In der wörtlichen Rede heißt es z. B.: "Gib mir meine Uhr!". Wenn Paul nun wiederholt, was Lukas gesagt hat, dann heißt es: Lukas befahl, er solle ihm seine Uhr geben. Natürlich kann man auch hier wieder den Nebensatz durch "dass" einleiten, nämlich so: Lukas befahl, dass er ihm seine Uhr geben solle. Wird der Aufforderungssatz, wie in diesem Beispiel durch "dass" eingeleitet, kann das Modalverb sollen auch im Indikativ stehen. Lukas befahl, dass er ihm seine Uhr geben soll. Fassen wir zum Schluss noch einmal alles zusammen. Die indirekte Rede gibt etwas wieder, das ein anderer gesagt hat. Sie wird durch ein Verb des Sagens, Denkens, Meinens oder Fühlens eingeleitet, sie erscheint im Nebensatz, sie kann durch "dass", ein Fragewort oder durch "ob" eingeleitet werden. In der indirekten Rede steht das Verb häufig im Konjunktiv. Wird die indirekte Rede durch "dass", ein Fragewort oder durch "ob" eingeleitet, kann das Verb aber auch im Indikativ stehen. Für Ergänzungsfragen nimmt man ein Fragewort und für Entscheidungsfragen "ob". Und bei Aufforderungssätzen braucht man das Modalverb sollen. Bei der indirekten Rede ändern sich natürlich auch die Personalform und die Zeitform. Aber das lernen wir im nächsten Video. Wir werden ebenso die Besonderheiten beim Konjunktiv 1 und Konjunktiv 2 wiederholen. Ich hoffe, dir hat das Video gefallen. Bis zum nächsten Mal, Martina!             

Informationen zum Video
9 Kommentare
  1. Default

    Toll erklärt!!

    Von Maria2008, vor 22 Tagen
  2. Default

    cool morgen für die arbeit vorbereitet

    Von Gritboe, vor 2 Monaten
  3. Default

    Vielen Dank !!!!!!!!
    Endlich verstanden ;-) !!!

    Von Anton J., vor etwa einem Jahr
  4. Default

    Sehr hilfreich

    Von Marlon Hoyer, vor etwa einem Jahr
  5. Default

    Danke das war ein sehr tolles video danke hat mir sehr geholfen:):):):):):):)

    Von Seyda A., vor etwa einem Jahr
  1. Default

    Die Übungen haben mir sehr geholfen sicherer zu werden :)
    Vielen Dank

    Von Schwar, vor etwa einem Jahr
  2. Rene redaktion

    Vielen Dank für euer Feedback. Wir freuen uns, dass euch das Video gefällt.

    Beste Grüße
    Eure Deutschredaktion

    Von René Perfölz, vor fast 2 Jahren
  3. Default

    Es ist sehr gut ich habe es verstanden

    Von Vbauzhadze, vor fast 2 Jahren
  4. Default

    Hallo,
    Mir hat es gut gefallen und ich habe es auch kapiert. :)

    Von Juttabeck68, vor fast 3 Jahren
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