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Transkript Indefinitpronomen

Guten Tag, liebe Lernende. In diesem Lehrvideo wollen wir uns mit dem Thema Indefinitpronomen beschäftigen. Das Indefinitpronomen ist dem Namen nach etwas Unbegrenztes, Unbestimmtes, das für ein Nomen steht. Das sagt uns also das Wort Indefinitpronomen. In den Lehrbüchern werdet Ihr Definitionen finden, die in etwa lauten "steht für eine nach Genus, also Geschlecht Zahl, Einzahl oder Mehrzahl, unbestimmte Person beziehungsweise Sache." Das ist also auch die Bestimmung, die uns das Wort selbst mitteilt. Wir werden uns jetzt einige Beispiele anschauen. Vertreter des Indefinitpronomens sind zum Beispiel Wörter wie "kein". Kein, könnte man also erst mal meinen, sei also niemand. Aber es könnte auch etwas Unbestimmtes sein, wie keiner von diesen. Oder es ist keiner, der dies oder das erfüllte. Kein ist in diesem Sinne unbestimmt, weil er könnte ja irgendwo noch sein, bloß keiner von diesen zum Beispiel. Also gehört "kein" in den Bereich der Indefinitpronomen, wie auch keine oder keiner. Das beliebte Wort "man" ist auch klar. "Man" kann ein es, eine sie oder ein er sein. Insofern ist also der Tatbestand der Unbestimmtheit hinsichtlich des Geschlechtes schon mal bestimmt. "Alle", oder "Alles", "All", damit werden wir uns noch näher beschäftigen, deswegen vertiefe ich das jetzt nicht. "Etwas", ein klassisches Indefinitpronomen. "Etwas" ist immer unbestimmt. "Etwas" kann sogar alles sein, im schlimmsten Fall. Oder gar nichts sein. Aber in den meisten Fällen, 30, 25 Prozent, ist "etwas" ein Teil von einem Ganzen. Dann haben wir hier "irgendein" als Beispiel für Indefinitpronomen und dementsprechend auch die männliche und die weibliche Form. "Irgendein" ist also unbestimmt, weil man nicht genau weiß, ob es jetzt A, B oder C ist, wenn wir 3 zur Auswahl haben. Und schließlich darf man nicht vergessen, "nichts" und "kein" ist zweierlei. "Nichts" ist also auch unbestimmt, kann man wieder meinen. Es ist also nichts von dem, wenn man einen Bezug herstellen möchte. Oder ganz allgemein gesprochen, dass es nichts gibt, was diesen Tatbestand erfüllt. Das ist aber auch unbestimmt, weil man nicht weiß, ob damit jetzt doch noch eine Person gemeint sein könnte, oder von irgendwo jetzt in diesen Kreis noch hereingreifen könnte. "Nichts" ist also unbestimmt und auch in keiner Weise veränderbar. Das trifft auch auf etwas und man zu. Das sind Indefinitpronomen, die nur so in dieser Form dastehen können. Man könnte sie substantivieren und groß schreiben, aber letztendlich als Indefinitpronomen, und wir beschäftigen uns ja jetzt damit, sind das unveränderbare, unbestimmte Wörter, die für etwas stehen, das im Kontext erahnbar oder bestimmbar wird. So, kommen wir dann zu den Beispielen. Das erste Beispiel lautet "Wir taten alles". Alles als Indefinitpronomen und hier "Wir taten Alles" substantivisch sogar. Letztendlich darf das natürlich angezweifelt werden, weil man ja außen steht, wird behauptet, dass wir nicht alles getan haben und es besser wissen. Insofern ist das indefinit also hier berechtigt, obwohl man meinen könnte, es sei alles, und somit bestimmt und nicht unbestimmt. Für uns wichtig: Es ist hier im substantivischen Gebrauch. Das nächste Wortbeispiel "In aller Frühe". Hier können wir erkennen, dass "all" gebeugt und stark dekliniert wird und hier wie ein Adjektiv zu einem Substantiv gestellt wird. Jetzt haben wir ein anderes Beispiel, wo wir all auch anwenden. Hier haben wir das mit dem Artikel "All die Not" könnte auch durch ein anderes Beispiel ersetzt werden :"All der Gram", dann wäre es männlich. Wir sehen, es ist ein Gestaltungsmuster. Wenn also ein Artikel vor dem folgenden Substantiv steht, dann wird also das "all" nicht gebeugt. Dann überträgt sich das sozusagen auf etwas Außenstehendes. Hier wird es gebeugt, stark dekliniert und hier wird es nicht gebeugt. Dann gibt es noch die umgangssprachliche Wendung mit "all": "Geld ist alle". Das hat nun mit dem Indefinitpronomen in gewisser Weise auch etwas zu tun. Es ist hier aber eindeutig als Prädikat gebraucht. "Geld ist alle", prädikativ, hier in Form eines Adverbs sogar. Letztendlich ist aber das Wort Indefinitpronomen auf "alle" zurückzuführen. "Alle Jahre wieder" ist ein nächstes Beispiel. Alle fungiert hier wie ein Attribut. Das gleiche bei "Alle halbe Stunde". Bei "Bei dem Allem" wäre das hier letztendlich eine Präposition, ein Artikel und dann eine Substantivierung. Aber es tritt hier als Pronomen auf, weil es eine unbestimmte Fürwörtlichkeit für etwas anderes ausdrückt.  Und schließlich möchte ich hier 2 Beispiele nennen, bei denen wir ins Grübeln kommen können. "Er nahm all seinen Mut" und "Es bedurfte allen Mutes" auf der gleichen Ebene. Warum ist das so? Hier haben wir eine starke Deklination und hier wird ein "seinen" dazwischen geschoben. Es hängt letztlich an der Rektion des Verbs. Er nahm was, wen oder was, dementsprechend hier ein Akkusativ. Und hier, wessen bedurfte er? Hier haben wir also einen Genitiv. Und wenn wir einen Genitiv Singular haben, dann wird also das zusammengezogen und das "all" bleibt schwach. Und last, not least, haben wir noch das Beispiel, mit dem wir dieses Video beenden wollen. "Alle Männer starben.". "Alle" vorne wie eine Form des Adjektivs. Wer oder was starb? Alle Männer starben. Subjekt und dazu "Alle" wie eine Umstandsbeschreibung, ein Attribut, das vorangestellt ist. Aber von der Wortart her ist es ein Indefinitpronomen.

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2 Kommentare
  1. Default

    Hat mir leider nicht geholfen. Wo bleibt : viele, manche, mehrere, einige, die verschiedenen irgend-Begriffe...- schade, mehr alltägliche Beispiele wären wünschenswert.

    Von Cordula Kornfeld, vor 9 Monaten
  2. Default

    Schön erklärt

    Von Petra Ruyters, vor 12 Monaten