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Transkript „Homo faber“ – Inhaltsangabe (Frisch)

Es ist die uralte Frage: Zufall oder Schicksal? Bestimmt hast auch du schon über diese Frage diskutiert. Und? Was denkst du? Gibt es so etwas wie ein Schicksal, eine Vorbestimmung, oder sind sämtliche Ereignisse purer Zufall?

Inhalt Erster Teil des Romans

Walter Faber, Ingenieur aus der Schweiz, 50 Jahre alt, ist überzeugt: So etwas wie ein Schicksal gibt es nicht.

Im ersten Teil des Romans geht Faber, der in New York lebt, auf Geschäftsreise. Er hat Magenschmerzen. Im Flugzeug nach Mexiko lernt er den Deutschen Herbert kennen. Die Maschine muss mitten in der Wüste notlanden. Während der 4-tägigen Wartezeit spielt Faber mit Herbert Schach.

Bei einem Gespräch entdeckt er, dass er Herberts Bruder kennt. Joachim hat wie Faber in Zürich studiert. Heute lebt Joachim in Guatemala und leitet eine Plantage. Herbert ist unterwegs zu ihm. Kurzerhand beschließt der sonst gewissenhafte Faber, seine Montage-Termine sausen zu lassen. Er begleitet Herbert nach Guatemala.

Faber erfährt zudem von Herbert, dass Joachim mit Hanna verheiratet war. So wird Faber schlagartig mit seiner eigenen Vergangenheit konfrontiert, denn Hanna war damals in Zürich Fabers Geliebte. Als sie ein Kind von ihm erwartete, wollte Faber sie heiraten - doch Hanna ließ die Hochzeit platzen. Faber erhielt einen Job in Bagdad. Hanna und er trennten sich mit der Vereinbarung, dass sie das Kind würde abtreiben lassen.

Fabers und Herberts Reise durch den Dschungel ist strapaziös. Faber, der moderne Technik gewohnt ist und gern alles unter Kontrolle hat, ekelt sich vor der keimigen, schleimigen Natur. Auf der Plantage finden sie endlich den Bruder Joachim. Dieser hat sich in einem Schuppen erhängt. Herbert beschließt, auf der Plantage zu bleiben.

Zurück in New York fällt Faber einen weiteren folgenschweren Entschluss: Anstatt mit dem Flugzeug will er mit dem Schiff nach Paris zu einer Konferenz reisen. Auf dem Schiff lernt er die 20-jährige Elisabeth kennen, die er Sabeth nennt. Sie hat ein Semester in Yale studiert und geht nun zu ihrer Mutter nach Griechenland. Faber fühlt sich von der jungen Frau angezogen und sucht ihre Nähe. Sie spielen zusammen Ping Pong, Faber zeigt ihr den Maschinenraum und küsst sie in der letzten Nacht.

In Paris geht der Kunstbanause Faber in den Louvre. Dort trifft er, wie erhofft, Sabeth wieder. Sabeth will per Autostopp durch Italien reisen. Faber entscheidet sich, Urlaub zu nehmen. Sein Chef gewährt ihm den Urlaub und leiht ihm einen Wagen.

Anstatt per Autostopp reisen Faber und Sabeth jetzt gemeinsam im Citroën durch Frankreich und Italien. In Avignon schlafen sie zusammen. Sabeth besichtigt viel Kunst. Faber erfährt, dass Hanna Sabeths Mutter ist. Von Anfang an hatte Sabeth ihn an Hanna erinnert. Faber hält an der Vorstellung fest, dass nur Joachim Sabeths Vater sein könne.

In Griechenland wandern die beiden durch die Nacht. Am nächsten Morgen wird Sabeth von einer Schlange gebissen. Als Faber ihr zur Hilfe eilt, weicht sie zurück und stürzt die Böschung hinab. Faber bringt die Bewusstlose ins Krankenhaus.

Im Krankenhaus trifft Faber Hanna wieder. Beide glauben, dass Sabeth dank des Serums gerettet ist. Faber fragt Hanna, ob Joachim Sabeths Vater sei. Hanna bestätigt das. Als Hanna in der Nacht erfährt, dass Faber mit Sabeth geschlafen hat, sperrt sie sich ein und weint.

Am nächsten Morgen gesteht sie Faber die Wahrheit: Er ist Sabeths Vater. Als die beiden ins Krankenhaus zurückkehren, ist Sabeth gestorben. Der Sturz hatte zu einem unentdeckten Schädelbruch geführt. Damit endet der erste Teil des Romans.

Inhalt Zweiter Teil des Romans

Im zweiten Teil reist Faber nochmals dienstlich nach Venezuela, dann nach Guatemala, um Herbert wiederzusehen. Seine Magenschmerzen werden stärker. Er kündigt seine Stelle und geht zurück nach Griechenland. Dort lässt er sich im Krankenhaus behandeln. Er will Hanna heiraten. Zugleich vermutet er, dass er bald an seiner Krankheit sterben wird. Hier endet der Roman.

Der Roman ist in der Ich-Perspektive aus Fabers Sicht geschrieben. Es ist ein Bericht, so lautet auch der Untertitel des Buches. Den ersten Teil schreibt Faber in Venezuela. Den zweiten Teil schreibt er im Krankenhaus in Griechenland. Der Bericht ist nicht chronologisch angeordnet, sondern springt zwischen den verschiedenen Zeitebenen.

Wenn Faber sich rechtfertigt, sagt er immer: Es war alles nur Zufall. Reine Mathematik. Erst am Ende beginnt er, das Irrationale zu akzeptieren. Vielleicht würde er den Ausspruch des Philosophen Oswald Spengler unterschreiben: „Zufall ist erlebtes Schicksal.“

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1 Kommentar
  1. Default

    Lässt nicht eigentlich Faber die Hochzeit platzen??

    Von Renate Vieten, vor 10 Monaten