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Transkript Heinrich Böll – Leben und Werk

Heinrich Böll: Leben und Werk

„Schreiben wollte ich immer, versuchte es schon früh, fand aber die Worte erst später.“ Heinrich Böll fand viele Worte. Er hinterließ ein umfangreiches Werk aus Romanen, Erzählungen und publizistischen Arbeiten. Er ist einer der bekanntesten Autoren Deutschlands. Als Nobelpreisträger ist er weltweit bekannt geworden. Aber was macht den Autor so besonders, dass man ihn weiterhin lesen sollte?

Heinrich Böll wird im schlimmsten Hungerjahr des 1. Weltkrieges am 21.12.1917 geboren. Seine Kindheit ist durch die Not des Krieges geprägt. Er beginnt eine Ausbildung als Buchhändler, die er wieder abbricht, um in Köln zu studieren. Der zweite Weltkrieg unterbricht jedoch sein Studium. 1939 wird er von der Wehrmacht einberufen.

In den 50iger Jahren beginnt Böll sich mit den damaligen Problemen der BRD zu beschäftigen. Er veröffentlicht zahlreiche kritische Essays zur politischen und sozialen Situation Deutschlands.

In den 60iger Jahren veröffentlicht Böll eine Vielzahl von Romanen und Erzählungen. Während dieser Zeit setzt er sich stärker mit der Katholischen Kirche auseinander.

Die politischen Ereignisse der 70iger Jahre, der Kalte Krieg und der Terrorismus durch die linksextreme RAF-Organisation in der BRD, bestimmen auch Bölls literarische Arbeiten. Die Anzahl seiner Essays und Reden werden im Verhältnis zu seinen Romanen immer größer. 1972 erhält Böll den Literaturnobelpreis in Stockholm.

1985 unterzieht sich Böll einer Operation, nach der er wenige Tage später stirbt. Nach seinem Tod herrscht in der BRD unter der Bevölkerung, Kollegen und Politikern eine große Anteilnahme. Viele Schulen übernehmen nun seinen Namen. Er hinterließ ein reiches literarisches Werk.

Zu Bölls bestimmenden Themen gehören der 2. Weltkrieg und die Nachkriegszeit, aber auch die Familie und die Liebe greift Böll immer wieder als Motiv in seinen Romanen auf. „Wanderer kommst du nach Spa“, ein Sammelband von Kurzgeschichten, erschien 1950 und macht ihn erstmals als Autor bekannt. Ein Jahr später erhält er für die Kurzgeschichte „Die schwarzen Schafe“ den Preis der Gruppe 47. Im selben Jahr erscheint einer seiner wichtigsten Romane „Wo warst du Adam“.

Unzählige Erzählungen und Romane wie zum Beispiel „Gruppenbild mit Dame“ mit Romy Schneider und „Die verlorene Ehre der Katharina Blum“ werden noch zu Lebzeiten verfilmt. Heinrich Böll setzt sich immer wieder für die Belange der kleinen Leute ein.

Nach seinen humanistischen Überzeugungen unterstützt er unterdrückte Kollegen wie Christa Wolf und Karl Wolf Biermann. Verfolgten Schriftstellern gewährt er zudem Zuflucht in seinem Haus. Er bezieht Stellung zu Konflikten der Gegenwart, wie zur linksextremen RAF, aber auch zu den sozialen Problemen in der BRD, der amerikanischen Außenpolitik sowie zu gesellschaftskritischen Fragen. Im Zuge des linksextremen RAF-Terrors in der BRD verstärkt sich sein politisches Engagement. Nachdem Böll massive Kritik am Umgang mit RAF-Terroristin Ulrike Meinhof ausgeübt hatte, wirft man ihm Sympathien zur RAF vor.

Wir sehen, dass Heinrich Böll eine sehr engagierte Persönlichkeit war. Aber was macht diesen Autor so besonders, dass man ihn noch heute lesen sollte? Seine Themen des Krieges, des sozialen Miteinanders und der Auseinandersetzung mit der Liebe haben bis heute nichts an Aktualität verloren haben. Seine authentische Erzählweise und seine einfache Sprache sind jedem zugänglich.

Lies doch mal eine seiner Kurzgeschichten und überzeuge dich selbst!

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1 Kommentar
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    Die Klasse ist der Meinung, dass das Portrait-Bild nicht sehr vorteilhaft war. Ansonsten fühlt sich die Klasse bestens informiert. Dankeschön an die Macher!

    Von Ralfpauli, vor mehr als einem Jahr
12351 heinrich b%c3%b6ll   leben und werk Arbeitsblätter zum Video Anzeigen Herunterladen