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Transkript Formanalyse – Wortschatz und Syntax

Guten Tag liebe Lernende, in diesem Lernvideo soll es uns um ein weiteres Kapitel aus dem Bereich der Textanalysenarbeit gehen, unter dem Punkt Formalanalyse. Und da beschäftigen wir uns nun mit den beiden Begriffen Wortschatz und Syntax. Als Wortschatz wird gemein hin das bezeichnet, was von allen Benutzern einer Sprache im Vokabular ist. Also was sie benutzen, um sich miteinander auszutauschen, um miteinander Gedanken auszutauschen, oder Gefühle mitzuteilen. Und dieses Sammelsurium an Worten wir meist in einem Sammelwerk aufgeschrieben. Bei uns ist es der Duden. Es gibt auch andere Wörterbücher, die diesen Grundwortschatz sammeln. Man kann davon ausgehen, dass der Deutsche vielleicht 2000 bis 5000 Wörter in seinem Gebrauch hat. Das es insgesamt 200000, 300000, 400000 deutsche Wörter gibt. Und das man nun also im Duden nachschlagen kann, wenn man ungefähr weiß, was man ausdrücken möchte und all das, was im Duden steht, zum Grundwortschatz gehört und in jedem Aufsatz benutzt werden darf. Nun gibt es darüber hinaus auch spezielle Wörter, die zum Wortschatz gehören, die nicht Grundwörter sind, sondern Fachwörter. Auch die Jugendsprache, die immer wieder neue Wörter hervorbringt oder Fremdwörter, die uns vom Ausland ins Land hinein fluten und dann allmählich eingedeutscht werden oder mit einheimischen Wörtern verbunden werden, belehnt werden. Das kann auch passieren, das sind dann alles spezielle Wörter. Wir haben in unserer Analysetätigkeit nichts anderes zu tun, als zu zählen. Wir zählen die Anzahl der Wörter aus dem Grundwortschatz und zählen den Anteil aus den speziellen Wörterbüchern, bzw. aus dem Fachwörterbuchbereich oder aus der Jugendsprache und kommen dann zu einem Verhältnis. Dieses Verhältnis wird dann in unserer Analysetätigkeit einfach notiert. Sagen wir mal, wir haben 100 oder 150 Wörter in unserem Text und von diesen 150 Wörtern sind 140 aus dem Grundwortschatz, 10, man spricht von von etwa 8%, werden von den anderen Bereichen sein, die aus der anderen Sprache in den Text hineingeflossen sind. Dann haben wir es mit einem normalen Text zu tun. Alles darüber hinaus, in die ein oder andere Richtung, ist dann das,  was stilistisch markiert ist. Aber das soll uns jetzt hier nicht interessieren. Unsere Analysetätigkeit richtet sich danach zu ermitteln, wie ist das Verhältnis von den Wörtern aus dem Grundwortschatz und den sogenannten speziellen Wörtern. Der 2. Teil betrifft die Syntax. Die Syntax beschreibt den Satzbau im Deutschen, auch in anderen Sprachen, aber uns interessiert jetzt das Deutsche. Syntax, Satzbau, es gibt einen einfachen, einen normalen und einen schwierigen Satzbau. Besteht der Text aus vorwiegend Ganzsätzen, die also nur einen Hauptsatz enthalten, oder aus Satzgefügen. Besteht der Text aus Satzbrüchen, besteht der Text aus Unmengen von das-Sätzen oder aus einem endlosen Gewürm an Satzgliedteilen. Thomas Mann, um ein Beispiel zu nennen, braucht eine halbe Stunde Lesezeit, um einen Tropfen von der Hutkrempe nach unten fallen zu lassen, auf 2 bis 3 Seiten. Dann ist der Tropfen endlich unten angekommen, die Zeit wird ins Unendliche ausgedehnt. Das ist dann ein schwieriger Satzbau. Ein einfacher Satzbau wäre ein Wort wie: Hallo. Ein normaler Satz: Ich gehe ins Kino. Normal ist immer noch: Ich gehe ins Kino, um mir einen Film anzuschauen. Auch das zählt noch unter normal. Schwierig wird es dann schon, wenn ich sagen würde: Ich gehe ins Kino, um mir einen Film anzuschauen, weil ich gestern, so Gott wollte, nicht dazu gekommen bin, mir diesen Film, von dem alle gesprochen haben, anzuschauen. Das wäre zum Beispiel ein schwieriger Satzbau. Einfache Aussage, aber schwieriger Satzbau. Unsere Analysetätigkeit richtet sich darauf, zu untersuchen, ob im Text der schwierige Satzbau vorherrscht, der normale Satzbau vorherrscht oder ein einfacher Satzbau vorherrscht. Wir interpretieren noch nicht, wir analysieren nur. Wir stellen fest, von 20 Sätzen sind 3 schwierig, 16 normal und ein Satz einfach. Das wäre ein Ergebnis. Das können wir hinschreiben. Damit haben wir dann entweder recht oder wir haben unrecht. Dann bekomme ich ein Häckchen oder einen Punkt vom Lehrer oder wir bekommen ihn nicht. Das zum Thema Wortschatz, bzw. Syntax. Das soll das Lehrvideo gewesen sein. Es ist nicht einfach, es ist nicht schwer. Man muss es nur wissen. Und denkt immer daran, es gibt im Deutschen viele Wörter, die im Duden stehen. Aber nicht alle Wörter stehen im Duden und trotzdem muss es nicht falsch sein. Man kann sich manchmal auch Wörter ausdenken und trotzdem versteht der andere sie. Wir müssen dann nur erkennen, dieses Wort steht nicht im Duden, dann müssen wir es aufschreiben oder markieren und müssen sagen, in diesem Text von 150 Wörtern sind 10 nicht im Duden aufzufinden. Und dementsprechend sind das spezielle Wörter. Der Anteil beträgt 7,8% oder 12,9% oder 14,7%. Das ergibt dann die Analysetätigkeit. So, das solls dazu gewesen sein. Achtet vor allen Dingen darauf, dass Ihr immer zwischen einfachem, normalem und schwierigem Satzbau unterscheiden lernt. Das ist hier das wichtigere. Das mit dem Wortschatz ist einfach.  

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