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Transkript Formanalyse – Buchstaben und Wortformen

Guten Tag liebe Lernende, in diesem Lehrvideo soll es jetzt um Buchstaben und Wortformen gehen. Ich habe bereits in dem Einleitungsvideo zur "Formalanalyse" darauf hingewiesen, das ein Unterteil der Gesamtanalyse abgibt. Wir wollen jetzt in diesem Lehrvideo untersuchen, was bei der Analyse von Buchstaben beziehungsweise von Wortformen beachtet werden muss. Zu den Buchstaben: Wir unterscheiden Groß- und Kleinschreibung. Wir unterscheiden weiterhin nach der Buchstabenform. Und wir unterscheiden ob es sich um einheimische oder fremdländische Buchstabenformen handelt. Ich werde dann noch im Einzelnen Beispiele zeigen, die uns illustrieren werden was damit gemeint ist. Und schließlich zu den Wortformen ist folgendes zu sagen: Es gibt einfache Wortformen und es gibt zusammengesetzte Wortformen. Die Analyse richtet sich danach, welches Verhältnis zwischen einfachen und zusammengesetzten Wortformen ermittelt werden kann. Und grob ins Auge gefasst kann weiterhin ein Durchschnittsbuchstabenwert von etwas mehr als 5 Buchstaben pro Wort im deutschen angenommen werden. Und wenn man das analysiert, ergibt sich dann also die Möglichkeit zu ermitteln, ob es sich um einen einfachen oder schwierigen Text handelt. Ob ein eher lyrischer oder eher fachwissenschaftlicher Text vorherrscht. Gut, ich werde jetzt einige Beispiele geben. So, kommen wir zu den verschiedenen Formen der Buchstaben. Bei der Klein- und Großschreibung ist das ganz offensichtlich. Man kann ein Satz: "alle kinder fahren auf dem hof" ohne jeden Punkt, ohne jedes Komma, ohne jede Groß- und Kleinschreibung niederlegen oder vorfinden. Das hat dann verschiedene Gründe, die im Einzelnen jetzt nicht von uns hinterfragt werden sollen. Die Analyse richtet sich nur danach, wie die Form aussieht. Deswegen heißt es "Formalanalyse". Die eigentliche Interpretation überlassen wir dann dem nächsten Schritt. Jetzt geht es nur darum festzustellen, das in diesem Text die Substantive "Kinder" und "Hof" klein geschrieben worden sind. Und das soll die Analyse ergeben. Im Gegensatz dazu habe ich jetzt hier, ich habe es nicht ausgeschrieben; könnte man alles groß schreiben. Jeden einzelnen Buchstaben groß schreiben. Dann würde die Formalanalyse eben ergeben, das der Autor nur Großbuchstaben benutzt. Das ist auch keine Sache, die in unserer Zeit fröhliche Urstände feierte. Sondern bereits der gute Grimm, den wir von den Märchen kennen, benutzte konsequent die Kleinschreibung. Er benutzte auch keine "ß, das ist auch nichts was modern sein soll. Sondern er verzichtete bewusst auf jedes "ß", er schrieb konsequent "ss". Und unsere Formalanalyse hinsichtlich der Buchstaben ergibt dann, das der Autor eben entweder konsequent kleinschreibt, konsequent groß schreibt oder auf derartige Formalien verzichtet. Also das wir vielleicht normal nennen wollen, in seinem Sprachgebrauch inne hat. Das nächste betrifft die Buchstabenform. Jeder von uns kennt das, dass manche Texte; in Zeitungen sieht man das heute auch manchmal noch, Frankfurter Allgemeine benutzt zum Beispiel dieses Initial -> "A". Das also am Anfang eine Absatzes ganz oft ein Buchstabe steht, der über die Zeile hinausreicht. Der dadurch markiert, das hier der Anfang des Textes ist oder der Anfang eines ganz besonderen Gedankens, den der Autor uns mitteilen möchte. Insofern gehen dann Form und Inhalt eine Symbiose ein, es verbindet sich miteinander. Buchstabenform heißt : Der Anfang beim Initial wird groß geschrieben! Darauf kommt es hier an. Ich hab das hier mit diesem Zeichen deutlich zu machen versucht. Der Anfang beim Initial wird groß geschrieben! Oder, was heute ganz modern ist, welche von Aliens. Das sich manche Buchstaben ausdenken und Zeichen ausdenken, die von Aliens auf der Erde hinterlassen worden sind. Dieses Zeichen hier zum Beispiel für eine Heuschrecke. Oder dieses Zeichen für eine Grasmücke. Oder wir haben solche Buchstabenformen, die Mischung aus Schreib- und ganz normaler Setzschrift sind. Oder wir haben griechische Buchstaben dazwischen. Oder kyrillische Buchstaben ganz allgemein gesprochen. Oder mal eben ein Kleinbuchstabe, wo also ein Großbuchstabe eigentlich hingehört. Das ist gemeint mit der Buchstabenform: Einheimisch, fremd oder schlichtweg alt. Was von uns dann auch schon wieder als etwas fremdes wahrgenommen wird. Ich fasse nochmal kurz zusammen: Formalanalyse hinsichtlich der Buchstaben untersucht nicht das inhaltliche, sondern nur die Form, die die Buchstaben in dem Text haben. Klein- und Großschreibung, Buchstabenform im Text hervorgehoben, kann auch mal über eine ganze Seite gehen. Das was weiß ich, auf einer Seite bloß ein großes "A" steht. Das ist der Anfang von allem oder ein großes "Z", das ist dass Ende von allem. Nichts weiter auf dieser Seite, damit kann ich auch eine Aussage verbinden. Die Formalanalyse stellt nur fest, das sich dass hier um ein Initial, um einen einzeln stehenden, hervorgehobenen Buchstaben handelt. Ob sich damit inhaltliche Aspekte verbinden lassen, sei dahingestellt. Oder das der Autor, wenn es sich zum Beispiel um ein fantastisches Buch handelt, oder um ein Buch aus dem Bildungsbürgertum, der benutzt dann eben griechische Buchstaben. Gut, soweit zu den Buchstaben. Der letzte Teil unserer Formalanalyse zu den Buchstaben und den Wortformen, betrifft die Wortformen. Wir haben grundsätzlich zwei verschiedene Analysepunkte. Einmal hinsichtlich der Einfachheit beziehungsweise Zusammengesetztheit und einmal hinsichtlich der Wortlänge. Zu der Einfachheit ist Folgendes zu sagen: Einfache Worte im deutschen sind also "ich" und "du". Oder ein einfaches Nomen wie "Eimer". Zusammengesetzte Wörter bilden dann aus verschiedenen Sinnträgern zusammengefasste Neueinheiten. Ich habe hier das Beispiel "Dumpfbacke" gewählt oder "Heulsuse". Das sind also zwei Beispiele. Ich könnte im deutschen, das deutsche ist also eine synthetische Sprache, da kann man also bequem einfach Wörter aneinanderfügen und ergibt damit neue Sinneinheiten. Wir können beliebig im deutschen etwas anhängen. An "Eimer" zum Beispiel sagen wir mal "Loch". Ein "Eimerloch" wäre dann ein zusammengesetztes Wort. Und das wird analysiert, wie viel dieser verschiedenen Wörter also im Text stehen. Ob mehr einfache Wörter im Text stehen oder mehr zusammengesetzte Wörter. Um ein Beispiel zu nennen, einfache Wörter tauchen sehr oft in Lyrik auf. Da wird das "ich" und das "du" besonders oft betont. Gleichzeitig neigen Lyriker dazu Wörter sich auszudenken und dementsprechend auch Zusammensetzungen zu finden, die man im Duden nicht finden kann. Technische Texte dagegen durch ihr Fachchinesisch. Neigen dazu sehr viele Zusammensetzungen zu benutzen und dann ihrerseits für diese Zusammensetzungen Abkürzungen zu finden. Ein Beispiel ist mein Lieblingswort "Personenbeförderungsordnung". Ein Wort mit 23 Buchstaben und wird dann also in der Fachsprache oft mit "PBO" abgekürzt. Soviel zu den einfachen und zusammengesetzten Wortformen. Jetzt kommen wir noch zur Wortlänge. Die durchschnittliche Wortlänge im deutschen beträgt etwa 5,5 Buchstaben. Man kann das leicht nachprüfen, indem man einen x-beliebigen Text nimmt. Hab jetzt mal einen Text einfach so genommen. "Dunkel wars, der Mond schien helle, als ein Auto blitzeschnelle langsam um die Ecke fuhr." Drinnen saßen, standen Leute und so weiter. Ein lyrischer Text, der uns zeigt, das also dieses Maß von 5,5 Buchstaben pro Wort auch hier ungefähr hinhaut. 84 Buchstaben sind´s bei 15 Wörtern, macht einen Schnitt von 5,6 Buchstaben pro Wort. Das lässt sich leicht ermitteln und der Schüler hat die Möglichkeit, wenn er diese Formalanalyse betreibt, hier exakte Ergebnisse zu erreichen die unhinterfragt richtig oder falsch sein müssen. So, das solls gewesen sein zur Textanalyse, Formalanalyse hinsichtlich der Buchstaben und der Wortformen.

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1 Kommentar
  1. Default

    Bei diesem Thema habe ich noch nicht verstanden, aber ich finde es trotzdem, dass er es Schritt für Schritt und mit Beispiel sehr gut erklären. Ich muss mich nur noch mehr mal anschauen.

    Von Pally, vor etwa 4 Jahren