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5 Kommentare
  1. Default

    Vielen Dank für Ihre Antwort! Mir ist durchaus klar, dass es sich um Interpretationsansätze handelt, die man kritisch reflektieren soll. Allerdings war ich kurzzeitig etwas verwirrt, da bei der genannten Textstelle von Ihnen gesagt wurde: "[...]sie ruft sogar den Teufel an". Ich habe dann natürlich die Stelle überprüft. Mir haben sich aber Ihre Ausführungen nicht direkt erschlossen, da man ja nicht sagen kann SIE rufe den Teufel an, wenn man sich auf die Worte Fausts bezieht. Ansonsten kann man diese Textstelle natürlich zur Untermauerung von Gretchens Schuldgefühlen und ihrem Wunsch die Erde zu verlassen verwenden.

    Von Ben95, vor fast 2 Jahren
  2. Chaosbewaeltiger

    das thema des vortrags ist nicht der text, den gretchen spricht (es gibt hier keine gretchentextanalyse), sondern die tragödie, die gretchen erfährt. mal wird gretchen selbstreflexiv, mal wird dem leser/zuschauer von anderen figuren die tragödie vermittelt. in diesem lehrvideo geht es NICHT NUR um gretchens wahrnehmung. daß die stelle 3361 nicht von gretchen gesprochen wird, kann jeder leicht nachprüfen. daß die stelle 3585 von gretchen gesprochen wird, wird dagegen schon explizit gesagt.
    einem schüler der achten klasse hätte wohl gesagt werden müssen, wer eine textstelle jeweils spricht; einem lesekundigen in der sek II dagegen muß das nicht jedes mal gesagt werden; er sollte und muß selbst prüfen, was ihm da erzählt wird und die von mir hier vorgenommene interpretation als gesprächsangebot reflektieren.
    die von dir genannte stelle ist allerdings kein schuldbekenntnis fausts, bestenfalls teilschuldanerkennung. es darf hier auch gefragt werden, inwiefern faust verführte, oder ob gretchen diejenige war, die faust haben wollte, die in faust denjenigen sah, der sie aus dem engen kämmerlein...
    kernwort ist auch geschick, also schicksal. ist das fatum gemeint, dem alle unterliegen, auch der teufel? (griechische auslegung des begriffs) oder ist schicksal/geschick hier als katholisch-römischer begriff zu interpretieren: ein wort gottes, dem sich die menschen fügen müssen, aber dier entscheidungsfreiheit (willensfreiheit) besitzen, sich dagegen zur wehr zu setzen? (ob es etwas nützt, ist eine andere frage)
    gretchen ist katholisch, aber faust ist es nicht. in 3364 spricht faust das wort aus, "Geschick". meint er es griechisch oder römisch? wenn er es griechisch meint, so trägt sein tun KEINE schuld; meint er es römisch, so trägt er mehr schuld, gretchen aber auch, denn die hat sich ja auch nicht an die (katholischen) regeln gehalten.
    verzwickt.
    aber goethes werk bleibt schließlich offen für interpretationen. genau das soll dieses video vermitteln - ein im ergebnis offenes gesprächsangebot.

    Von Robert Knorr, vor fast 2 Jahren
  3. Default

    Bei 06:51 Minuten wird der Eindruck erweckt, es handele sich um einen Ausspruch Gretchens, wobei ab Vers 3361 vielmehr Faust selbst spricht und seine eigene Schuld an Gretchens misslicher Situation bedauert, die ja durch seine Verführung überhaupt erst entstanden ist.

    Von Ben95, vor fast 2 Jahren
  4. Chaosbewaeltiger

    Sofern die Zitate aus dem Faust sind, sind sie nicht an den Haaren herbeigezogen, denn in diesem Video geht es um die Gretchenhandlung aus dem Faust. An den Haaren herbeigezogen wären Zitate aus den Räubern oder aus Pipi Langstrumpf, wobei sich in beiden Werken sicherlich auch Verbindungen zur Gretchenhandlung aufzeigen ließen, ich denke da nur an Amalia aus den Räubern oder an die vorsichtige Anika aus Pipi, die beide Charakterzüge Gretchen tragen. Zur Erklärung: Gretchen ist ein Frauentyp, den es heute nur noch selten, früher aber häufig gab.
    Bei Interpretationen handelt es sich immer um ein Gesprächsangebot, aber nicht um Wahrheiten. Literatur und ganz besonders der Faust sind offen für Interpretationen.
    Das "Erachten" möchte ich gern konkreter kennenlernen. Vielleicht nennst du das eine oder andere Beispiel!

    Von Robert Knorr, vor etwa 2 Jahren
  5. Default

    Schlecht!
    Die einzelnen Zitate und deren Interpretationen sind meines Erachtens nach komplett an den Haaren herbeigezogen und so für mich nicht nachvollziehbar.

    Von Deleted User 174114, vor etwa 2 Jahren