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Transkript Einführung in das Themenfeld "Kommunikation"

Hallo, ich bin Lena, und in diesem Video gebe ich dir eine kurze Einführung in das Themenfeld "Kommunikation". Ich werde Kommunikation knapp definieren, die beiden Kommunikationsmodalitäten vorstellen, einige Grundkomponenten von Kommunikation aufführen und verschiedene Kommunikationsmodelle umreißen. Du brauchst für dieses Video keinerlei Vorwissen. Der Begriff "Kommunikation" leitet sich ab vom lateinischen "communicare", was teilen, teilnehmen lassen, mitteilen oder gemeinsam machen bedeutet. Man versteht darunter den dialogischen Informationsaustausch zwischen Lebewesen mittels Zeichen und Symbolen. Auch in Informationsaustausch zwischen Menschen und Daten verarbeitenden Maschinen kann man Kommunikation nennen. Man unterscheidet in 2 Kommunikationsmodalitäten: 1. Die verbale Kommunikation. Sie umfasst jede Form von Sprache in mündlicher oder schriftlicher Form, inklusive Gebärdensprachen. Man bezeichnet sie auch als digitale Kommunikation. 2. gibt es die nonverbale Kommunikation. Dazu zählen alle nichtsprachlichen Seiten, also Gestik, Mimik, Blickkontakt, Erscheinungsbild, Schriftbild und so weiter, außerdem paralinguistische Elemente, wie zum Beispiel Seufzen, Stimmlage, Kunstpausen und ähnliches. Dieser Part wird auch als analoge Kommunikation bezeichnet. Die Bedeutung des verbalen Teils wird häufig erst durch den nonverbalen deutlich. Durch passende Betonungen, Gesten und Körperhaltungen wird die Nachricht unterstrichen. Die beiden Ebenen können einander allerdings auch widersprechen, da ein Großteil der nonverbalen Kommunikation unbewusst abläuft. Für gewöhnlich laufen bereits zahlreiche Reizaussendungen und entsprechende Rückkopplungen unbewusst ab, bevor die erste bewusste Reaktion darauf stattfindet. Zur genaueren Analyse von Kommunikationsabläufen und -störungen muss man in verschiedene Grundkomponenten differenzieren, die beim Kommunikationsprozess ineinandergreifen. Da wären zunächst die Kommunikationspartner. Auf der einen Seite steht der Sender oder Kommunikator, auf der anderen der Empfänger oder Rezipient, wobei beide Parteien auch durch Gruppen vertreten sein können. Der Sender übermittelt dem Empfänger eine Nachricht. Die wird mittels eines Kanals transportiert, der entweder akustischer, optischer oder taktiler Natur sein kann. Innerhalb jedes Kanals gibt es einen Code, das bedeutet einen Vorrat an Zeichen mit entsprechenden Verknüpfungsregeln. Der Kommunikator encodiert die Nachricht, der Rezipient decodiert sie wieder. Die Codes der Kommunikationsteilnehmer können dabei voneinander abweichen. Je kleiner die Schnittmenge, desto größer ist das Risiko einer Störung, die auch als Rauschen bezeichnet wird und an verschiedenen Stellen des Kommunikationssystems auftreten kann. Und schließlich bleibt noch die Rückkopplung des Empfängers.  Die verschiedenen Komponenten werden in Kommunikationsmodellen detaillierter dargestellt und in ihren Zusammenhängen untersucht. Ein solches Kommunikationsmodell wäre zum Beispiel das sogenannte "innere Team". Es beschäftigt sich mit den Kommunikationspartnern. Ihm zufolge werden auch dann, wenn nach außen hin eine einzelne Nachricht transportiert wird, im Inneren jedes Kommunizierenden zahlreiche Positionen vertreten und unterschiedliche Reaktionen abgewogen. Solange diese einander widersprechen, werden widersprüchliche oder uneindeutige Reize ausgesendet. Grundlage für eine klare Kommunikation ist demzufolge eine Stimmigkeit sowohl nach innen als auch - unter Einbeziehung der äußeren Situation - nach außen. Des Weiteren wären da beispielsweise die 4 Seiten einer Nachricht nach Friedemann Schulz von Thun. Demnach lässt sich jede Nachricht sowohl von Sender- als auch von Empfängerseite nach 4 Komponenten aufschlüsseln: Sachinhalt, Selbstoffenbarung, Beziehung zwischen Sender und Empfänger und Appellgehalt. Störungen treten vor allem durch eine unterschiedliche Gewichtung oder Bewertung der einzelnen Aspekte durch die Kommunikationsteilnehmer auf. Schulz von Thun hat sich weiterhin mit den Auswirkungen von sozialen Rollen auf Kommunikation beschäftigt. Durch verschiedene innere und äußere Umstände nehmen Menschen Positionen zueinander ein, die ihr Kommunikationsverhalten beeinflussen. In erster Linie unterscheidet man in Berufs- und privater Rolle. Bei ersterer liegt der Schwerpunkt auf Effizienz, Sachlichkeit und professioneller Distanz. Letztere zeichnet sich durch Authentizität und Emotionalität aus. Innerhalb beider Kategorien kann weiter differenziert werden, zum Beispiel in Lehrer-, Schüler-, Eltern-, Freundes- und weitere Rollen. Das Organon-Modell nach Karl Bühler beschäftigt sich mit der Beziehung zwischen Sender, Empfänger, Gegenständen und Sachverhalten und dem Sprachzeichen. Je nachdem, ob sich das Sprachzeichen auf den Sender, den Empfänger oder einen Sachverhalt bezieht, spricht Bühler von einem Ausdruck, einem Appell oder einer Darstellung. Roman Jakobson hat Bühlers Modell um das Sprachsystem erweitert. Das ermöglicht ihm die Darstellung der poetischen Funktion von Sprache. Außerdem nimmt er die metasprachliche Funktion des Sprachzeichens in sein Modell mit auf, ebenso wie die Aufrechterhaltung des Kontaktes zwischen Sender und Empfänger.  Die Kommunikationsregeln nach Paul Watzlawick können ebenfalls als Modell bezeichnet werden. Auf Watzlawick geht unter anderem die These zurück, dass es unmöglich ist, nicht zu kommunizieren. In seinen Kommunikationsthesen stellt er weitere Axiome auf, die sich in verschiedenen Kommunikationsmodellen wiederfinden. Von ihm stammen auch die Begriffe digitale und analoge Kommunikation.  Ich hoffe, du hast einen ersten Einblick in das Thema "Kommunikation" bekommen und schaust dir auch die weiterführenden Videos an. Auf Wiedersehen vielleicht! Lena           

Informationen zum Video
6 Kommentare
  1. 7 img 1864

    Nice ;) du hast meine note in deutsch gerettet

    Von Li Don De M., vor etwa einem Jahr
  2. Default

    Mehr praktische Beispiele wären hilfreich.

    Von Johannes L., vor mehr als 3 Jahren
  3. Avatar2

    Danke dir für das tolle Feedback, Mirielle ;) Freut mich, dass ich dir helfen konnte. Viel Erfolg bei der weiteren Behandlung des Themas und ein schönes Wochenende,
    Lena

    Von Lena Knaudt, vor etwa 5 Jahren
  4. Default

    Wow, super! Haben das Thema gerade angefangen und jetzt habe ich schonmal einen Überblick. Super Video, sehr anschaulich. Danke!

    Von Mirielle, vor etwa 5 Jahren
  5. Avatar2

    Wow, vielen Dank für diese Begeisterung. Da mach ich mich doch gleich mal hochmotiviert an neue Videos.
    lg, lena

    Von Lena Knaudt, vor fast 6 Jahren
  1. Bei den hausaufgaben

    Grandios, fulminant! Viel mehr als eine Einführung, eher eine Synopse, ein kommunikationstheoretisches Vademekum!
    Hoch komprimiert, dabei wunderschön anzuschauen, unverzichtbar!

    Von Wolfgang S., vor fast 6 Jahren
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