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Transkript Drameninterpretation – Überblick

Guten Tag liebe Lernende. In diesem Lernvideo wollen wir uns mit der Interpretation von einem Drama beschäftigen. Das Drama ist also die Königsgattung neben Epic und Lyric, also die Gattung, an der sich nur die Meister versuchen. In unserer heutigen Zeit ist das Drama etwas zurückgetreten, die Bedeutung des epischen hat in unserer Zeit also einen größeren Raum eingenommen, was damit zu tun haben kann, dass also das Drama vor allen Dingen über die Sprache, über die mitgeteilte Äußerung funktioniert und über die Handlung, die sich in bühnereifer Darstellung dem Publikum mitteilen soll. Währenddessen das Epische sich eher viel Zeit bei der Beschreibung kleinster Vorgänge lässt, die dadurch dem Leser, nicht dem Zuhörer, sondern dem Leser vors geistige Auge kommen und eher bei Bedarf natürlich auch umblättern und zurückblättern und so weiter kann. Was beim Drama im Theater eher nicht der Fall ist, da muss alles auf den Punkt kommen und da wir nun mit dem Film ein ähnliches Medium haben, das das theatermäßige nur in dem Punkt aufnimmt, als das es die beste Variante von vielen Tapes auswählt. Ist also das Theater und damit das Drama ein wenig in den Hintergrund gerückt und wird eben durch eher epische Aspekte mit dem Leseverhalten ausgeglichen. Gut, nichtsdestotrotz funktioniert eine Interpretation im Bezug auf eine dramatische Szene, weil mehr wird in der Regel nicht analysiert beziehungsweise interpretiert. Doch gleichsam wie eine epische Interpretation, deswegen habe ich auch diese 5 Punkte, die ich bei der Epic schon mal angeschrieben hatte auch hier wieder übernommen. Die, die ich in einem Punkt, da müssen wir einen Austausch vornehmen, und zwar was den Textinhalt betrifft. Das trifft also auf das Drama nicht zu und da werden wir stattdessen einen Begriff namens Texterschließung, der etwas umfänglicher ist als das, was wir mit Textinhalt verbinden wollen für das Epische. Da müssen wir ein klein wenig tiefer ausholen und das zeigt uns dann auch an, dass das Drama, auch was die Interpretation betrifft, doch noch anspruchsvoller ist als eine Interpretation von epischen Texten. Gut, welche Teile sind das? Wir klammern den hier aus. Zur Texterschließung werde ich dann noch ein extra Video herstellen müssen. Das ist also der umfänglichste Teil des Ganzen. Textwirkung ist wieder das Gleiche wie bei der Epic. Wir lesen einen Text und beschreiben, welche Wirkung dieser Text auf uns hat. Wenn wir keine Wirkung empfinden können, wenn es durch uns durchgeht und wir hier gar nichts mitbekommen, dann sollten wir die Finger von der Interpretation lassen. Es sei denn wir müssen, aber dann können wir auch immer noch auf das Textanalytische beschränken und dazu hab ich ja auch schon eingehend gesprochen. Letztendlich kommt es dann auch darauf an eine Szene, meistens ist es ja nur eine Szene, zu erfassen hinsichtlich seines oder ihres Gehalts, in einem Satz zu formulieren. Begegnungsszene zwischen Faust und Mephisto zum Beispiel. Faust begegnet Mephisto, nachdem er kurz davor stand, seinem Leben ein Ende zu machen. Einleitung, Hauptteil, Schluss. Wie bei jedem Aufsatz müssen dann die Ergebnisse, die wir vorher zusammengestellt haben, jetzt in eine Form gebracht werden, die den Ansprüchen eines modernen Aufsatzes genügt. Also einen Einleitungsteil schreiben, in dem wir über unsere Gefühle und Absichten sprechen. Einen Hauptteil schreiben, in dem das, was wir in der Texterschließung uns alles erworben haben, was an Ergebnissen da ist, hinein kommt und ein Schluss, der das, was wir uns sozusagen auch hinsichtlich der Aufgabenstellung überlegt haben und hinsichtlich dessen wir auch vorgegangen sind, mit dem zu überprüfen, ob das rausgekommen ist, was wir eigentlich überprüft haben. Also ein Fazit ziehen, eine Bestätigung der Leseerwartung der eingangs beschriebenen Textwirkung noch mal aufnehmen noch mal ein wenig dezidiert darstellen, auch hinterfragen, eine These, die wir im Text gestellt haben noch mal befürworten oder verneinen. All das kommt also in den Einleitung-Hauptteil-Schluss Teil hinein, wobei wir das genau zuweisen müssen. Wir sollten nicht in der Einleitung eine These aufstellen und dann gleich beantworten. Wir sollten im Hauptteil nicht ein Resume ziehen und wir sollten im Schlussteil nicht anfangen neue Thesen aufzustellen, zu denen wir bisher in der Arbeit überhaupt nicht gekommen sind. Also da muss man dann auch etwas Fingerspitzengefühl walten lassen. Und weil man hier meistens Fehler macht, wenn man das so grob, nachdem man das alles erarbeitet hat, zuweist, kommt man dann ja nicht umhin beim Zusammenbinden bei dieser Tätigkeit, man kann es auch überlesen nennen oder hinzulesen oder noch mal durchdenken. Man kommt nicht umhin dann in diesem Teil des Zusammenbindens noch mal auf einzelne Bestandteile der Strukturierung einzugehen und sich zu fragen, ob man jetzt in der Einleitung die These bringen sollte, die man verfolgen möchte oder ob die nicht vielleicht besser zu einer Stelle passt, die man im Hauptteil schon mal erschlossen hat. Ebenso gut könnte man dann noch einmal im Schlussteil sich Fragen stellen, ob man da noch etwas ergänzen, hinzufügen oder etwas erweitern oder verneinen möchte, ob man da noch einmal einen Gedanken aufnimmt, der vorher schon mal geäußert worden ist. Das alles passiert eben in diesem Zusammenbinden im Abschnitt einer Interpretation. So, jetzt möchte ich im Folgenden zur Texterschließung arbeiten und dazu gibt es aber ein neues Video, weil dazu hab ich alles gesagt.

Informationen zum Video
1 Kommentar
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    Sehr mutig von dir dich einfach so nach vorne zu stellen und so los zu reden ohne das video zu schneiden oder so !
    Man konnte auch sehr viel lernen!

    Von Tarakan Bremen, vor 8 Monaten