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Transkript Dramatik – Überblick

Guten Tag liebe Lernenden. In diesem Lehrvideo geht es um Textarten, wie die Überschrift zeigt. Abschnitt B, Literarische Texte, die Gattungstexte, die zur Dramatik gehören. Die Dramatik ist also eine der 3 Gattungen, neben der Epik und der Lyrik und wir wollen jetzt im Einzelnen untersuchen, was dramatische Texte, von lyrischen und epischen Texten unterscheidet. Damit wir also von Anfang an wissen, es handelt sich hier um einen dramatischen Text. Wie bei den epischen Texten auch, aber nicht unbedingt wie bei den lyrischen Texten, gibt es eine Figur bzw. Figuren. Was machen die? Die treten in irgendeiner Weise in einen Konflikt. Dieser Konflikt ergibt sich entweder aus ihrem persönlichen Charakter, oder durch äußere Einflüsse. Das sind die beiden Möglichkeiten, die es hier gibt. Ja, da habe ich jetzt stehen: eine Handlung, die Notwendigkeit in irgendeiner Weise zu handeln, und das bewirkt in der Regel das also zwischen diesen einzelnen Figuren Konflikte, die bis dahin latent, also verborgen waren, auftreten. Die brechen auf, treten auf, und der Zuschauer hat die Möglichkeit auf die ein oder andere Seite zu stellen. Die ein oder andere Figur quasi anzufeuern, damit sie den Sieg in diesem Konflikt davonträgt. So, das ist immer noch kein Unterschied zur Epik. In der Epik haben wir das auch. Aber wir haben dann im Drama auch den Dialog und den Monolog. Und zwar haben wir ausschließlich dialogische bzw. monologische Handlungen. Und das haben wir in der Epik nicht. In der Epik haben wir zwar auch Dialog bzw. Monolog, aber wir haben auch sehr breite Abschnitte im Roman oder in der Novelle, in denen niemand etwas sagt. Um es mal so zu sagen. In denen niemand handelt. Um es mal so zu sagen. Sondern in denen bloß beschrieben wird, oder in denen die Welt erklärt wird, oder in denen irgendetwas durch den Erzähler uns beigebracht wird. Wir haben hier beim Drama in den allermeisten Dramen keinen Erzähler. Es gibt auch Einzelne, in denen auch mal ein Erzähler auftritt und uns, was beibringt. Aber der hat nicht diese Funktion, die also in epischen Texten der Erzähler meist einnimmt, nämlich das er uns durch das Geschehen sozusagen wertend begleitet. Das haben wir also beim Drama eher selten. Es gibt solche Formen. Brecht hat das mal versucht, das einzubauen, deswegen nennt man ja seine Dramen auch epische Dramen. So, wir haben im Drama Zeitstruktur und Raumstruktur zu beachten. Und wir wissen das zwischen Handlung und Zeit und Raum nach alter Vorstellung eine Einheit bestehen muss. Das hat was damit zutun, dass ein Drama meist im Theater spielt, und das das Theater in seiner Räumlichkeit begrenzt ist. Und das dementsprechend alles, was abläuft, für den Zuschauer erlebbar sein muss. Dementsprechend in dem engen Raum ist. Heute wird das auch oft aufgebrochen, wir haben auch Lesedramen, in denen das aufgebrochen wird. Und genauso ist das mit der Zeit. Die Zeit kann nicht gebrochen werden im Theater, man kann nur so tun als ob. So jetzt wollen wir uns einmal einzelne dramatische Textarten anschauen. Kleinform und Großform. Gut kommen wir zum Teil 2 des Lehrvideos zur Dramatik. Wir wollen uns jetzt die einzelnen Formen etwas genauer anschauen. Ich habe jetzt 6 angeschrieben, es gibt noch andere. Aber prinzipiell wird hierdurch deutlich, wie also erkannt werden kann, um welche Textarten es sich handelt. Und die Textarten, die also zur Dramatik zu subsumieren sind, die habe ich jetzt hier angeschrieben. Da haben wir zum einen das Dramolett. Das Dramolett ist die winzigste Form des Dramas. Ich persönlich kenne ein Dramolett, das besteht aus 1 einzigen Wort. Und dieses einzige Wort lautet: Ach. Jemand sitzt auf der Bühne, steht auf, fasst sich ans Herz, sagt Ach und fällt um. Und dann brennt der Vorhang ab. Ja, das ist auch ein Dramolett. Und da kann man nun diskutieren. Wie viel Weltschmerz und wie viel Traurigkeit eigentlich in diesem wenigen drinsteckt. Ganz anderer Natur sind dann die Sketche. Die meist in lustiger Form, also der gespielte Witz. Um es mal so zu sagen. Dialogisch, oft dialogisch. Das also 2 Personen in witziger Form über etwas Alltägliches, aber auch darüber Hinausgreifendes, reden, spaß haben, diskutieren, albern sind und das dauert meist nicht lange. 2-3 Minuten. Dann ist so ein Sketch vorbei. Dialog schon etwas umfänglicher. Ein Sketch ist auch oft dialogisch. Also von 2 Personen gespielt. Der Dialog kann aber auch etwas länger sein. Denken wir einfach mal nur an manchen Fernsehauftritt von 2 streitenden Autoren. Die also innerhalb einer halben Stunde die Weisheiten um die Ohren hauen und es geht selten gut aus. Ist also meist tragisch. Beide können aus ihrer Haut nicht raus und der Moderator sitzt dazwischen und weiß nicht, auf welche Seite er sich schlagen soll. Und traut sich nicht auf eine Seite. Also lässt er die beiden Kampfhähne miteinander reden. Die dialogisieren und am Ende ist einer tot und der andere wird am Ende herausgeschoben. Um es mal so zu sagen. Dann haben wir die Großform. Das sind die drei klassischen Großformen. Es gibt da noch nen paar andere Formen. Man könnte Musical und Revue auch dazu, aber da sind schon wieder zu viele musikalische Elemente drinnen. Deswegen will ich das hier mal rausnehmen. Wir wollen also bloß die Textarten betrachten, die rein gesprochener Natur sind. Und da haben wir die Tragödie, das ist also das Großdrama. Mit meist 5 Akten. Mit tödlichem Ausgang für den Haupthelden. Dann haben wir die Komödie. Das Gleiche in Grün. Nur am Ende heiratet der Hauptheld. Ob das nun besser für ihn ist, weiß ich nicht. Und dann haben wir die Tragikkomödie. Das ist das erste Mal von Lenz verbunden worden. Jakob Michael Reinhold Lenz. Ende des 18ten Jahrhunderts. Indem er komische und tragische Elemente zusammenbindet. Ich denke da nur an das Schulmeisterlein, das sich ja am Ende entmannt. Weil das Leben eben so schlecht zu ihm war. Und der dann aber weiterlebt. Das ist dann eine ganz merkwürdige Auffassung von Humor, die in Deutschland entwickelt worden ist. Die Verbindung von sehr traurigen mit sehr komischem. Das Tragisch-komische. So das Solls gewesen sein. Ich glaube wir erkennen das. Wichtig für alle, dialogische, monologische Handlungsmuster. Keine Beschreibung dazwischen sondern Interaktion zwischen 2 Figuren. Und darauf ist dann auch das Wesentliche beschränkt.

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