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Transkript „Die Weber“ – Inhaltsangabe (Hauptmann)

Ihr Schurken all, ihr Satansbrut,
Ihr höllischen Dämone,
Ihr freßt der Armen Hab und Gut,
und Fluch wird euch zum Lohne.

“Das Blutgericht”

“Das Blutgericht” wird zur Hymne des Weber-Aufstands. An wen ist das Lied gerichtet und wie kommt es zu diesem Aufstand? Ein Tag Ende Mai im schlesischen Peterswaldau. Im Haus des Fabrikanten Dreißiger warten die zerlumpten, kraftlosen Weber-Familien auf den Lohn für ihre gewebten Stoffe. Doch die Ware wird von dem Assistenten Pfeifer genau untersucht, die Weber schikaniert und die Löhne gedrückt.

Nur der Weber Bäcker lässt sich nicht einschüchtern und argumentiert. Der kräftige junge Mann erhält schließlich den geforderten Lohn - allerdings wird er postwendend entlassen. Als ein kleiner Junge in Ohnmacht fällt, wirft Dreißiger den wütenden Webern ihren verantwortungslosen Lebenswandel vor. Dennoch werde er, der selbstlose Retter, weiteren 200 Webern einen Arbeitsplatz geben. Das führe natürlich zu einer Lohnkürzung für alle.

Der Soldat Moritz Jäger

Die Weber sind zu kraftlos für Einwände. Auch der alte Baumert. Auf dessen Rückkehr wartet in ärmlicher Behausung in Kaschbach hungrig seine fünfköpfige Weberfamilie. Der Vermieter Ansorge verweigert ihnen das Licht, da er einige Monate keine Miete erhalten hat.Der alte Baumert bringt Besuch mit: Den zurückgekehrten Soldaten Moritz Jäger, einst als Lebenskünstler bekannt. Alle staunen über sein selbstsicheres Auftreten und gesundes Aussehen.

Während er eine Flasche Schnaps unter den anwesenden Männern verteilt, erfährt Jäger Einzelheiten über die unwürdige, lebensbedrohliche Lage der Weber. Baumert findet, Jäger sei der richtige Mann für einen Aufstand: couragiert, gebildet, welterfahren, mit der Problemlage vertraut.

Die Entschlossenheit zum Kampf

Jäger ist voll betrunkener Begeisterung und liest aus dem Gedichttext “Das Blutgericht” vor. Dadurch wird den gebannt lauschenden Webern die Ungerechtigkeit ihre Lage vor Augen geführt. Ekstatisch sind sie entschlossen zum Kampf gegen die Verursacher ihres Elends.

Wenig später betreten der alte Baumert und Ansorge das Wirtshaus in Peterswaldau. Dort ist der Aufruf Dreißigers über die Lohnkürzung bereits Gesprächthema unter den Einheimischen. Schließlich geraten Bauern und Weber aneinander, weil der Förster Holzdieben die Axt weggenommen hat. Die Weber schimpfen - alle hätten es immer auf die sowieso schon Ärmsten abgesehen. Förster und Bauern verlassen daraufhin das Wirtshaus.

Junge Weberburschen sowie Jäger und Bäcker drängen singend hinein. Der Wirt Welzel möchte das “Blutgericht”-Lied nicht in seinem Haus - aber Bäcker will es sogar vor dem Hause Dreißigers singen. Der Schmied Wittig erzählt vom Geist der französischen Revolution gegen die Mächtigen. Die Stimmung ist fanatisch, als der Gendarm Kutsche hereinkommt. Er versucht, sich nicht von Wittig provozieren zu lassen.

Verbot des Weberliedes

Im Hinausgehen erklärt Kutsche, dass es verboten sei, das “Weberlied” öffentlich zu singen. Er erntet Spott und Gelächter dafür. Bäcker stimmt das verbotene Lied an. Singende Weber verlassen das Wirtshaus - Richtung Villa Dreißiger. Der Fabrikant Dreißiger hat gerade Besuch von Pastor Kittelhaus und Frau sowie von seinem Hauslehrer Weinhold, als sich draußen die Weber versammeln und singen.

Weinhold sympathisiert mit ihnen und wird sofort eines Besseren belehrt. Gendarm Kutsche führt den festgenommenen Moritz Jäger vor. Draußen werden Stimmen zu dessen Freigabe laut, aber der Polizeiverwalter will ihn ins Gefängnis bringen. Dreißiger ist froh über den Vorfall, denn jetzt werde die Regierung wohl endlich etwas zur Abhilfe der Webernot tun.

Die Befreiung des Moritz Jäger

Doch Pfeifer meldet erregt, dass Moritz Jäger befreit und die Gendarmen verjagt worden seien. Dreißiger und seine Besucher werden kleinlaut und ängstlich. Pastor Kittelhaus versucht, die Weber zur Vernunft zu bringen. Doch er wird nicht ernstgenommen. Die Weber fordern Pfeifer, der panisch mit Dreißiger flüchtet.

Scheiben zersplittern. Die Weber betreten das Haus und bewundern ehrfürchtig das elegante Inventar. Schließlich zertrümmern sie alles wütend. Bäcker erklärt, als Nächster sei Fabrikant Dittrichen dran, der die mechanischen Webstühle besitzt.

Die Weberfamilie Hilse

Dittrichens Fabrik ist in Langenbielau - sowie die Behausung der Weberfamilie Hilse. Der fromme Vater Hilse ist Invalide seit dem Krieg gegen Napoleon. Sohn Gottfried und dessen Frau Luise leiden unter den trostlosen Umständen.

Ihre Tochter Mielchen kehrt aus dem zerstörten Peterswaldau zurück. Sie hätte eigentlich Garn abgeben sollen, fand jedoch nur einen silbernen Löffel vor Dreißigers Haus. Der alte Hilse befiehlt, das Fundstück zur Polizei zu bringen, obwohl der Verkauf die Familie einige Zeit sättigen würde.

Verletzte und Tote beim Weberaufstand

Als Gottfried von dem nahenden Weberpulk hört, ist er begeistert. Doch der Vater verbietet ihm die Teilnahme. Die wütende Luise schließt sich den Aufständischen an. Das Militär naht. Erste Schüsse fallen. Es gibt bereits Verwundete und Tote. Der alte Hilse arbeitet weiter, während Gottfried sich jetzt doch mit einer Axt in die Menge stürzt. Kurz darauf saust eine Kugel durchs Fenster und verwundet Hilse tödlich.

Hier im Ort ist ein Gericht, Noch schlimmer als die Vehmen, Wo man nicht erst ein Urteil spricht Das Leben schnell zu nehmen.

“Das Blutgericht” gibt der bestehenden Ungerechtigkeit Ausdruck und erreicht bei den Webern den Mut zum Aufstand gegen die Fabrikanten.

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