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Transkript „Der Prozess“ – Inhaltsangabe (Kafka)

Franz Kafka: Der Prozess - Inhaltsangabe

“Sie dürfen nicht weggehen, Sie sind ja verhaftet” “Es sieht so aus”, sagte K. “Und warum denn?” fragte er dann. “Wir sind nicht dazu bestellt, Ihnen das zu sagen [...]”

Dieser Dialog zwischen Josef K. und den Wächtern, die ihn verhaften, beschreibt die Grundsituation von Kafkas “Der Prozess”. Die Frage, weshalb der Prokurist Josef K. am Morgen seines 30. Geburtstages verhaftet wird, bleibt den ganzen Roman über ungeklärt. Doch sie ist gleichzeitig die Triebfeder für alles, was geschieht.

Nachdem Josef K. knapp mitgeteilt wurde, dass er verhaftet sei, glaubt er an einen Scherz seiner Kollegen anlässlich seines Geburtstags. Die beiden “Wächter”, Franz und Willem, jedoch sagen, dass sie von einer höheren Behörde kommen. Sie können und dürfen nicht sagen, weshalb er verhaftet wird. Aber sie versichern ihm, dass diese Verhaftung vorerst keine Auswirkungen auf sein Arbeits- und Privatleben habe. Er kann also normal zur Arbeit gehen.

Am darauffolgenden Sonntag wird Josef K. zur ersten Untersuchung eingeladen. Das Verhör findet in einer schäbigen Wohnung in einem Mietshaus statt. Er versucht das Gericht davon zu überzeugen, wie absurd und unrechtmäßig seine Verhaftung sei.

Seine Rede ist sehr scharf und er kritisiert das Gericht. Seinen Fall der Verhaftung vergleicht er mit einem allgemeinen “öffentlichen Mißstand”. Doch die Rede bleibt - da sie zu lange ist - ohne große Wirkung auf die Zuschauer und den Untersuchungsrichter. Diese wenden ihre Aufmerksamkeit lieber einem Liebespaar in der Ecke des Raumes zu. Josef K. beschließt am Ende, dass er auf weitere Verhöre verzichtet und beschimpft das Gerichtspersonal als “Lumpen”.

Am Sonntag darauf kehrt er jedoch wieder zurück in den Sitzungssaal. Er glaubt, die Verhandlung werde fortgeführt, was allerdings nicht der Fall ist. Er trifft nur auf die Frau des Gerichtsdieners. Sie war Teil des Liebespaars, das in der ersten Verhandlung die Aufmerksamkeit auf sich zog.

K.s Rede habe ihr gefallen, sagt sie und bietet ihm an, ihn zu unterstützen. Dann erscheint ihr Liebhaber, der Jurastudenten Berthold. Dieser bringt sie zum Untersuchungsrichter.

Kurz darauf taucht der Gerichtsdiener auf. Er klagt K. sein Leid über die Untreue seiner Frau und führt ihn durch die Räume der Kanzleien. Diese sind allesamt ärmlich auf Dachböden untergebracht. Am Ende dieser Führung erleidet K. einen Schwächeanfall und muss nach draußen geführt werden. Dort angelangt ist er wieder frisch und voller Energie.

Im darauffolgenden Kapitel wird Josef K. Zeuge, wie ein Prügler die Wächter vom Beginn des Romans zusammenschlägt. Dies geschieht in der Rumpelkammer der Bank und K. versucht, den Prügler davon abzuhalten.

  1. fühlt sich verantwortlich, da er den Wächtern in seiner Rede vor dem Gericht Korruption vorgeworfen hat. Doch er schafft es nicht, die Szenerie zu unterbrechen und flüchtet. Am nächsten Tag zeigt sich ihm in der Rumpelkammer das gleiche Bild und er fordert zwei Bankangestellte auf, die Kammer zu entrümpeln.

Mittlerweile dringt das Gericht immer mehr in K.s Leben ein. So taucht sein Onkel Karl in der Bank auf. Er hat von der Verhaftung gehört und bringt K. zu Huld, einem Freund und Anwalt, der K. verteidigen soll.

Auch Huld hat schon von K.s Anklage gehört und will ihn gerne verteidigen. Allerdings liegt er krank in seinem Bett und wird von Leni gepflegt. Diese lockt K. aus dem Zimmer, um ihn zu verführen.

Obgleich K. anfangs für sich beschlossen hat, sich nicht um den Prozess zu kümmern, heißt es nun: “Der Gedanke um den Prozeß verließ ihn nicht mehr.” Er ist mit Hulds Arbeit unzufrieden und will selbst die Verteidigung vorbereiten.

Es scheinen auch immer mehr Leute von K.s Prozess erfahren zu haben. So schlägt ein Kunde - der Fabrikant - ihm vor, sich in seiner Sache an den Gerichtsmaler Titorelli zu wenden, der ihm sicher helfen könne. Dieser jedoch sagt ihm, dass es keine Möglichkeit auf einen echten Freispruch gebe, da das höchste Gericht nicht erreichbar sei.

  1. habe zwei Optionen. Er könne versuchen auf Zeit freizukommen, also einen scheinbaren Freispruch zu erwirken oder den Prozess verschleppen lassen. Das bedeutet, ihn auf Dauer durch Beeinflussung und Bestechung der Richter auf der niedrigsten Instanz zu halten.
  2. kann sich nicht entscheiden, welche Art er wählen soll und geht schließlich, nachdem er ein Bild des Malers gekauft hat.

  3. soll nun einen Kunden der Bank vor dem Dom treffen. Dieser erscheint jedoch nicht und so geht K. alleine in den Dom. Drinnen trifft er einen Priester, der ihm die Torhüterparabel erzählt.

Darin geht es um einen Mann, der vergeblich darauf wartet, dass ein Wächter ihm Einlass in die Stadt gewährt. K. und der Priester diskutieren über eine mögliche Deutung doch K. entdeckt nicht die Parallelen zu seiner Situation - das Gleichnis hilft ihm nicht.

Am Vorabend seines einunddreißigsten Geburtstages kommen zwei Männer in K.s Wohnung und holen ihn ab. Sie führen Josef K. in eine Gasse. Er besteht darauf alleine zu gehen. Auch lässt er sich nicht führen, sondern geht selbst voran. Am Ende erreichen sie einen Steinbruch. Dort bleiben sie stehen und dort wird Josef K. von den beiden Männern erstochen. Mit diesem Bild endet der fragmentarische Roman “Der Prozess”. Josef K. verliert alles und weiß bis zum Ende nicht, warum er verhaftet und ermordet wird.

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1 Kommentar
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    Dank euch ist mein Abi 2016 gesichert !!

    Von Sugarloewe, vor 9 Monaten