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Transkript „Der goldene Topf“ – Inhaltsangabe (Hoffmann)

Es ist eine entscheidende Zeit in Anselmus Leben. Der Held unserer Geschichte befindet sich am Ende seines Studiums in Dresden. Auch Anfang des 19. Jahrhunderts war das schon ein Lebensabschnitt, in dem wichtige Fragen geklärt werden müssen.

  • Was ist der passende Beruf für mich?
  • Wo finde ich eine Anstellung?
  • Und wen soll ich heiraten?

Inhaltsangabe

Anselmus muss den Schaden bezahlen. Die eigentlich alltägliche Szene wird durch die Verwünschungen unheimlich, die das Apfelweib Anselmus nachruft: „Ja renne – renne nur zu, Satanskind – ins Kristall bald dein Fall – ins Kristall“.

Weil es Anselmus durch den Verlust des Geldes nicht mehr möglich ist, sich im Linkeschen Bad zu vergnügen, legt er sich unter einen Holunderbusch am Elbufer. Dort begegnet Anselmus das erste Mal etwas Wunderbares, das er sich nicht mit dem Verstand erklären kann. Anselmus erscheinen drei singende goldgrüne Schlangen..

Ihr Tanz wird vom Dreiklang heller Kristallglocken begleitet und eine der Schlangen weckt mit ihren „herrliche[n] dunkelblaue[n] Augen“ Anselmus Sehnsucht. Er weiß zunächst nicht, ob er seinen Sinnen trauen kann und vertreibt seine Gedanken bei einem fröhlichen Abend mit Konrektor Paulmann und dessen Tochter Veronika.

Registrator Heerbrand vermittelt Anselmus eine Anstellung bei Archivarius Lindhorst. Anselmus soll für Lindhorst arabische Manuskripte abschreiben. Die Texte zeigen Anselmus eine neue und mythische Welt, die ihn gleichzeitig erschreckt und glücklich macht.

Archivarius Lindhorst erzählt Anselmus, dass die goldgrünen Schlangen seine Töchter sind. Die dunkelblauen Augen, die Anselmus nicht vergessen kann, gehören der jüngsten Tochter Serpentina. Das Haus des Archivarius Lindhorst, sieht von außen ganz normal aus. Innen findet Anselmus sich jedoch in einem exotischen Palmengarten wieder.

Dort begegnet Anselmus Serpentina. Diese zeigt sich mal als Schlange, mal in der Gestalt eines Mädchens. Serpentina erzählt Anselmus, dass ihr Vater eigentlich ein Salamander, ein Erdgeist aus einer mythischen Zeit ist.

Als Strafe für ein früher begangenes Vergehen ist er jetzt gezwungen, ein gewöhnliches bürgerliches Leben zu führen. Er kann nur erlöst werden, wenn seine Töchter Jünglinge mit einem poetischen Gemüt finden.

Im Haus des Archivars entdeckt Anselmus auch zum ersten Mal den goldenen Topf. Er ist die Mitgift Serpentinas und ein Symbol für zukünftiges Glück. Durch ein so genanntes „feindliches Prinzip“ wird die Liebe zwischen Anselmus und Serpentina gestört.

Das Apfelweib vom schwarzen Tor entstammt selbst einer mythischen Zeit. Sie versucht, die poetische Erziehung Anselmus zu verhindern und den goldenen Topf zu rauben. Das Apfelweib gibt Veronika einen selbst gegossenen Metallspiegel.

Ein Blick darauf lässt Anselmus glauben, er würde nur Veronika lieben. Dadurch verliert Anselmus nicht nur seine Liebe zu Serpentina, sondern auch die Fähigkeit Wunderbares zu erkennen. Lindhorsts Palmengarten und Bibliothek erscheinen ihm jetzt als armselig eingerichtete Räumlichkeiten.

Die Verzauberung verstört Anselmus so sehr, dass er ein wichtiges Manuskript mit Tinte bekleckst. Der vom Apfelweib am schwarzen Tor ausgesprochene Fluch wird wahr und Anselmus stürzt „ins Kristall“.Als Gefangener in einer Kristallflasche auf Archivar Lindhorst Regal wird ihm die Enge des bürgerlichen Lebens bewusst. Er erkennt, dass ihn diese von Serpentina getrennt hat und entscheidet sich für seine Liebe zu ihr.

Der Salamander Lindhorst und das Apfelweib kämpfen um den goldenen Topf. Lindhorst gewinnt. Während des Kampfes zerbricht die Kristallflasche und Anselmus ist befreit. Serpentina und er gelangen auf ein Rittergut in Atlantis, dem Reich der Poesie. Auch Veronikas Wünsche erfüllen sich. Sie heiratet den zum Hofrat ernannten Registrator Heerbrand. Das Ende des Textes bildet ein Dialog zwischen dem Autor und dem Salamander Lindhorst.. Dieser erklärt, dass Anselmus Glück im „Leben in der Poesie“ besteht.

Zusammenfassung

Am Ende bekommt Anselmus also die Antworten auf alle seine Fragen. Der Weg dahin besteht aus einem ständigen Kampf zwischen der vertrauten bürgerlichen Welt und neuen übernatürlichen mythischen Erfahrungen.Dieser Kampf findet sowohl in Anselmus Welt – beschrieben durch seine Wahrnehmung und Wünsche, als auch außerhalb Anselmus Welt – beschrieben durch andere handelnde Personen statt. Am Ende seines Weges findet Anselmus die Liebe und nicht nur einen Beruf, sondern so etwas wie eine Berufung.

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