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Transkript „Das Parfum“ – Überblick (Süskind)

Hallo, ich bin Lena und in diesem Video geht es um "Das Parfum" von Patrick Süskind. Ich werde den Inhalt zusammenfassen und knapp auf die auftretenden Personen eingehen. Es wäre gut, wenn du das Buch schon gelesen hättest oder noch lesen würdest. "Das Parfum - Die Geschichte eines Mörders" von Patrick Süskind erschien 1985 und hielt sich neun Jahre lang auf den Spiegel-Bestsellerlisten. Die Handlung gliedert sich in vier Teile. Der erste Teil beginnt mit der Geburt des Protagonisten am 17. Juli 1738 am dreckigsten, stinkendsten Ort von Paris. Die Mutter, die bereits mehrere Tot- und Halbtotgeburten hinter sich und kein gesundes Kind erwartet hat, lässt das Neugeborene zwischen den Fischabfällen liegen, um es später in der Seine zu entsorgen. Indem das Kind schreit, lenkt es die Aufmerksamkeit der Passanten auf das Geschehen. Die Mutter wird einige Tage später als Kindsmörderin hingerichtet. Der Säugling wird von Amme zu Amme weitergereicht. Da er keinen Eigengeruch hat, ist er den Menschen unheimlich. Schließlich landet er, nach einem Umweg über die Kirche, wo er auf den Namen Jean-Baptiste Grenouille getauft wird, bei der Amme Madame Gaillard, die weder einen Geruchssinn. noch Gefühle besitzt. Die anderen Waisenkinder dort versuchen mehrmals, Grenouille umzubringen. Doch er überlebt die Mordanschläge. Während er aufwächst, wird deutlich, dass für ihn der Geruchssinn den Schlüssel zu seiner Umwelt darstellt. Im Alter von 8 Jahren wird Grenouille von Madame Gaillard an den Gerber Grimal verkauft. Die Arbeit in der Gerberei ist so hart, dass die dort arbeitenden Kinder für gewöhnlich nach kurzer Zeit sterben. Doch Grenouille überlebt sogar den sonst tödlichen Milzbrand und erarbeitet sich durch seine Widerstandsfähigkeit etwas Luxus, zum Beispiel Freizeit. Jene nutzt er, um durch Paris zu streifen und Gerüche zu sammeln. Eines Tages stößt er dabei auf den Duft eines Mädchens. Da er menschlichen Geruch üblicherweise als abstoßend empfindet, zweifelt er für einen Moment das erste Mal an seiner Nase. Schließlich erwürgt er das Mädchen und saugt seinen Duft in sich auf. Dieses Erlebnis bedeutet für ihn eine Neugeburt. Er unterscheidet nun gute von schlechten Gerüchen und erkennt einen Sinn in seinem Leben: die Welt der Düfte zu revolutionieren! Bei einem Auftrag trifft Grenouille auf den Parfümeur Giuseppe Baldini. Er kann ihn von seinem olfaktorischen Talent überzeugen und Baldini kauft ihn Grimal ab. Während Grenouille nun lernt, Düfte durch Destillation zu gewinnen, verhilft er Baldinis Geschäft mit seinen Parfums zu neuem Aufschwung. Als das Verfahren der Destillation allerdings an Glas, Metall, Erde, Stein und Ähnlichem sowie Lebewesen scheitert, wird Grenouille krank und scheint schon im Sterben zu liegen, als er von Baldini erfährt, dass es weitere Methoden der Duftgewinnung gibt, die vor allem in der Stadt Grasse angewandt werden. Innerhalb kürzester Zeit wird er wieder gesund. Nach drei Jahren händigt Baldini ihm nun einen Gesellenbrief aus und ermöglicht ihm so die Reise nach Grasse, wo Grenouille sich die Erfüllung seiner olfaktorischen Träume erhofft. Zu Beginn des zweiten Teils, auf seiner Wanderschaft nach Grasse, verliert Grenouille sein eigentliches Ziel aus den Augen. Er erkennt, wie sehr der menschliche Geruch ihn zeit seines Lebens belastet hat, und flieht davor, bis er in einer Vulkanhöhle am Plomb du Cantal eine olfaktorische Reinheit findet, in der er als Einsiedler sieben Jahre lang lebt und sich größenwahnsinnigen Fantasien hingibt. Als er nach einem Albtraum erkennt, dass er keinen Eigengeruch hat, kommt dies für ihn einer Katastrophe gleich, die sein fantastisches Reich zusammenstürzen lässt. Er zieht wieder los und trifft schließlich in Montpellier ein. Dort erzählt er, er sei von Räubern sieben Jahre lang in einem Erdloch gefangengehalten worden. Man glaubt ihm die Geschichte. Der Marquis de la Taillade-Espinasse nimmt sich seiner an. Er hat die These entwickelt, die Erde stoße ein lebensfeindliches Gas aus, das fluidum letale. Grenouille, vermeintlich jahrelang direkt diesem Gas ausgesetzt, wird zum Versuchsobjekt und nach Ablauf der Behandlung durch den Marquis als durchschnittlicher junger Mann aufgemacht. Grenouille erkennt, dass er rein optisch nicht von einem normalen Menschen zu unterscheiden ist. Unter dem Vorwand, das erdnahe Veilchenparfum des Marquis nicht zu vertragen, verschafft er sich Zugang zur Werkstatt eines Parfümeurs, wo er sich einen menschlichen Geruch zusammenmischt. Nachdem er diesen aufgetragen hat, nehmen ihn die Menschen erstmalig als einen der ihren wahr, ohne sich abgestoßen oder befremdet zu fühlen. Nach einigen Wochen, in denen sich Grenouille zunehmend sicherer in der Gesellschaft bewegt hat, verlässt er Montpellier und macht sich auf den Weg nach Grasse. Im dritten Teil erreicht er die Stadt. Bei einem Streifzug stößt er auf den außergewöhnlichen Duft eines Mädchens, Laure. Er erkennt allerdings, dass dieser Duft ebenso wie Laure selbst noch am Anfang seiner Entwicklung steht und erst in einigen Jahren seine volle Blüte entwickelt haben wird. Dann erst will er ihn sich aneignen. In der Zwischenzeit arbeitet er als zweiter Geselle bei Madame Arnulfi, wo er die Mazeration und die Enfleurage lernt. Er komponiert sich hier neue Menschengerüche für verschiedene Anlässe und schafft es mit den neu erlernten Verfahren, auch aus Metall, Stein und ähnlichen Materialien, sowie Lebewesen Duftessenzen zu gewinnen. Er beschließt, den Duft Laures mit einem Duftdiadem zu umrahmen, und ermordet junge, schöne Mädchen in und um Grasse, um ihren Geruch zu extrahieren. Laures Vater erkennt das System der Mordserie, und dass seine Tochter als potenzielles Opfer bedroht ist. Er verlässt mit ihr die Stadt, um sie schnellstmöglich zu verheiraten und so für den Mörder uninteressant zu machen, der immer nur Jungfrauen getötet hat. Grenouille aber bemerkt die Abreise und kann die beiden mithilfe seiner Nase verfolgen. Er tötet Laure, kann sich ihren Duft aneignen und sein Parfum vervollständigen. Nach einigen Tagen wird er als Mörder überführt und zum Tode verurteilt. Bei der Hinrichtung allerdings, zu der sich Zehntausende Schaulustige versammelt haben, trägt Grenouille das Parfum der Mädchendüfte auf. Die Menge verfällt ihm und feiert eine Sexorgie. Laures Vater nimmt Grenouille zu sich und möchte ihn adoptieren, da er sich von Laures Duft in dem Parfum blenden lässt. Grenouille aber hat sein Erfolg nicht die erwartete Befriedigung gebracht. Die Liebe, die er erfahren hat, galt nicht ihm, sondern nur der Duftmaske. Er hat erkennen müssen, dass sein einzig wahres Gefühl der Hass ist und er sich dessen nicht entäußern konnte. Im vierten Handlungsteil kehrt Grenouille mit dem Ziel zu sterben nach Paris zurück. Er erkennt die Macht seines Parfums, die Menschheit zu beherrschen, doch das bedeutet ihm nichts mehr. Er nähert sich in Paris einem Kreis von Verbrechern und Ausgestoßenen und übergießt sich dort mit dem Rest seines Parfums. Sie werden an ihm zu Kannibalen und zum ersten Mal in ihrem Leben wahrhaft glücklich, da sie nach eigenem Verständnis aus Liebe gehandelt haben. Jean-Baptiste Grenouille, der Protagonist der Geschichte, hat eine außergewöhnliche olfaktorische Begabung, ist dafür sozial aber völlig unbedarft. Aufgrund seines mangelnden Eigengeruchs erfährt er von Geburt an keine Liebe, sondern nur Entfremdung, Ekel und Verachtung. Er ist sehr zäh und überlebt auch unter den widrigsten Umständen. So wird er häufig mit tierischen Attributen beschrieben, vor allem immer wieder mit einem Zeck verglichen. Die Menschen ekeln ihn an, er empfindet sie als stinkend und dumm, abgesehen von einigen duftenden Ausnahmen derer, "die Lieb inspirieren", wie er sagt. Den Menschen, mit denen er in nähere Berührung kommt, bringt er kein Glück. Seine Mutter wird nach seinem ersten Schrei als Kindsmörderin hingerichtet. Madame Gaillard stirbt nach langer Krankheit verarmt im Hôtel-Dieu, genau so, wie sie es vermeiden wollte. Der Gerber Grimal betrinkt sich zur Feier seines Verkaufs und ertrinkt daraufhin in der Seine. Das Haus Baldinis stürzt nach Grenouilles Abreise mitsamt des Ehepaares in den Fluß. Der Marquis, im festen Glauben an seine These des fluidum letale, stirbt als alter Mann auf dem Gipfel eines Berges, wo er sich mitten im Winter drei Wochen lang und unbekleidet der vermeintlich heilsamen und verjüngenden Höhenluft aussetzen will. Ich hoffe, du hast alles verstanden und das Wichtigste behalten können. Auf Wiedersehen vielleicht, Lena.

Informationen zum Video
5 Kommentare
  1. Franziska

    Hallo,
    wir haben noch weitere Videos zu Süskinds Das Parfum.
    Darin könnt ihr mehr über die Entstehungsgeschichte, den Inhalt, die Personenkonstellation und Interpretationsansätze erfahren:
    http://www.sofatutor.com/deutsch/videos/das-parfum-entstehungsgeschichte-sueskind,
    http://www.sofatutor.com/deutsch/videos/patrick-sueskind-das-parfum-inhaltsangabe,
    http://www.sofatutor.com/deutsch/videos/patrick-sueskind-das-parfum-personenkonstellation,
    http://www.sofatutor.com/deutsch/videos/patrick-sueskind-das-parfum-moeglicher-interpretationsansatz-und-rezeptionsgeschichte.
    Wir hoffen, dass sie euch gefallen.
    Liebe Grüße aus der Deutsch-Redaktion

    Von Franziska G., vor fast 2 Jahren
  2. Default

    Nicht sehr gut. Hätte was besseres erwartet.

    Von Fls Pw1996, vor fast 2 Jahren
  3. Rtzdfhfgh

    das ist so kaputt dass es wieder gut ist :D

    Von Luggiii, vor mehr als 3 Jahren
  4. Default

    nur die stimme wirkt etwas eintönig, sonst gut

    Von Warkcor 1, vor mehr als 3 Jahren
  5. P1070274

    Vielen Dank!
    Perfekt um das Buch aufzuarbeiten!

    Von Marius P., vor etwa 4 Jahren