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Transkript „Das fliegende Klassenzimmer“ – Inhaltsangabe (Kästner)

Erich Kästner: Das fliegende Klassenzimmer - Inhaltsangabe

Hast du dir schon mal vorgestellt, wie es wäre, in einem Internat zu wohnen? Wo man mit Schulkameraden in einem Zimmer schläft und die Eltern weit weg sind? Nun, von so einem Internat handelt Erich Kästners Roman „Das fliegende Klassenzimmer“.

Im Mittelpunkt stehen fünf Gymnasiasten der Tertia, vergleichbar mit der 8. oder 9. Klasse. Jonathan Trotz, von allen nur Johnny genannt, hat keine richtigen Eltern mehr und wohnt daher auch in den Ferien im Internat. Martin Thaler ist der Primus, also Klassenbester. Matthias Selbmann will Boxer werden und isst immer viel Kuchen. Sein Freund Uli von Simmern ist der Kleinste von allen. Dann gibt es noch Sebastian Frank, der schlaue Sprüche von sich gibt.

Es ist kurz vor Weihnachten. Die fünf Tertianer üben gemeinsam ein Theaterstück ein, das Johnny geschrieben hat. Es heißt „Das fliegende Klassenzimmer“ und handelt von einer Schulklasse, die mit ihrem Geographielehrer an die im Unterricht behandelten Orte fliegt.

Dann erfahren die Fünf, dass Kreuzkamm, ein Externer, also ein Schüler, der nicht im Internat wohnt, von den Realschülern gefangengenommen worden ist. Zusätzlich haben sie auch noch die Diktathefte geklaut. Sofort brechen Johnny und seine Freunde auf, um ihrem Kameraden zu helfen.

Sie versammeln sich beim Nichtraucher. Der Nichtraucher ist ein erwachsener Mann, der in einem Eisenbahnwagen lebt. Er hat keinen ordentlichen Beruf, sondern hält sich mit Klavierspielen über Wasser. Er ist ein Freund der Tertianer und sein Wagen ist ihr geheimer Treffpunkt. Auch dieses Mal hat der Nichtraucher eine gute Idee: Anstatt dass sich alle Gymnasiasten mit allen Realschülern prügeln, sollen zwei Vertreter beider Schulen einen Zweikampf ausfechten.

So tritt der starke Matthias gegen den stärksten Realschüler an. Matthias gewinnt. Doch die Realschüler brechen die Abmachung und rücken den gefangenen Schüler nicht heraus. Während der darauffolgenden Schneeballschlacht schleichen sich Matthias, Johnny und Martin davon, denn sie haben eine Ahnung, wo Kreuzkamm gefangengehalten wird. Sie befreien den Gefangenen aus dem Keller. Von den Diktatheften allerdings ist nur noch Asche übrig.

Sie kommen viel zu spät ins Internat zurück und werden von der Schüleraufsicht ertappt. Der Hauslehrer Doktor Bökh soll sie bestrafen. Die Fünf lieben ihren Hauslehrer sehr und nennen ihn Justus, da er sehr gerecht ist. Das zeigt sich jetzt wieder: Als Justus den Grund ihres unerlaubten Ausfluges erfährt, ist er zufrieden mit ihrem Verhalten. Er gibt ihnen nur eine milde Strafe. Dafür erzählt er seine Geschichte. Als Junge war auch er im Internat und damals waren die Lehrer sehr unmenschlich. So schwor er sich, anders zu werden. Außerdem hatte er einen engen Freund. Diesen verlor er jedoch im Erwachsenenalter.

Die Tertianer ahnen plötzlich: Dieser verlorene Freund ist der Nichtraucher. Denn dieser ist zusammengezuckt, als sie Doktor Bökhs Namen genannt haben. So arrangieren sie das Wiedersehen der beiden. Justus und der Nichtraucher freuen sich sehr.

Derweil leidet der kleine Uli darunter, dass er so ängstlich ist. Alle halten ihn für einen Feigling. Um das Gegenteil zu beweisen, klettert er auf die Kletterstangen und springt mit einem Schirm hinunter. Doch der Schirm stülpt sich um und Uli bricht sich ein Bein. Er muss nun die Weihnachtsferien im Internat verbringen. Dennoch hat sich die Mutprobe gelohnt: Uli hat seine Angst überwunden und die andern halten ihn nicht länger für einen Feigling.

Das Theaterstück „Das fliegende Klassenzimmer“ wird am letzten Tag vor Weihnachten aufgeführt. Alles geht gut, nur Martin ist nicht bei der Sache. Er ist traurig, denn er hat erfahren, dass er über Weihnachten nicht nach Hause fahren kann. Seine Eltern können ihm das Fahrgeld nicht bezahlen. Davon erzählt er jedoch niemandem etwas.

Am nächsten Tag findet Justus den Klassenbesten bei der Kegelbahn. Martin sagt ihm die Wahrheit. Daraufhin schenkt Justus ihm das Fahrgeld. Martin fährt nach Hause und feiert gemeinsam mit seinen überraschten Eltern Weihnachten.

Diese Weihnachtsgeschichte erzählt Erich Kästner in zwölf Kapiteln. Davor richtet er sich in einem Vorwort an die Leser. Wichtig ist ihm, dass die Menschen ihre eigene Kindheit nie vergessen. Auch am Ende kommt Kästner noch einmal zu Wort: Im Nachwort trifft er zufällig Johnny Trotz und lässt die andern grüßen.

Die Fünf sind inzwischen zwei Jahre älter und leben noch immer im Internat. Ein Ort, an dem sie auf sich allein gestellt sind und manchmal nachts ins Kissen weinen. Doch auch ein Ort, an dem dicke Freundschaften entstehen, die ein Leben lang halten.

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1 Kommentar
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    seh r guz

    Von Christian Zuercher, vor fast 2 Jahren