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Transkript Althochdeutsche Dichtung

Hallo liebe Schüler und Schülerinnen! Hier ist wieder euer Leo! Heute geht es um Althochdeutsche Dichtung. In diesem Video werde ich euch einen Einblick in Althochdeutsche Dichtung geben. Ihr werdet erfahren, von welcher Zeit man dabei spricht, was man unter dem Wort "althochdeutsch" versteht, welche Texte darunter fallen und was es damit auf sich hat. Die Bezeichnung "Althochdeutsche Dichtung" ist eine Sammelbezeichnung für Literatur, die im deutschen Sprachraum zwischen 750 und 1050 entstanden ist. Es wäre also gut, wenn ihr etwas über die Entstehung des Frankenreichs wüsstet, euch der Name Karl der Große etwas sagt, und wenn ihr wüsstet, dass es Erdteilungen gab, und dass das Frankenreich sich in das westfränkische Reich und das Ostfränkische Reich teilte und dass schließlich die Karolingermacht Ende des 9. Jahrhunderts zerfallen ist.  Das Adjektiv deutsch oder diustic kommt vom germanischen Substantiv thiot und bedeutet Volk. Die Lingua Theodisca wird zuerst in einer Schrift im Jahre 786 erwähnt. Die Lingua Theodisca ist lateinisch für: Die Volkssprache oder Die Sprache des Volkes. Vielleicht wart ihr schon einmal in Italien, dann wisst ihr wahrscheinlich, dass tedesco dort deutsch heißt. Der Begriff Theodisca oder Diustic war also eine Sammelbezeichnung für die verschiedenen Dialekte, Sprachen und Stämme, die es im Frankenreich gab. Damit ihr einmal alle seht, zähle ich euch die verschiedenen Sprachfamilien auf. Altenglisch, westfränkisch, altniederfränkisch, altsächsisch, altrheinfränkisch, altmittelfränkisch, altoberfränkisch, altsüdrheinfränkisch, altbayrisch, altallemannisch, langobardisch und? unzugeordnet. Jedoch war Latein zu dieser Zeit Einheitssprache. Also waren die meisten Texte, die zu dieser Zeit entstanden sind, auf lateinisch. Geschrieben wurden fast alle in Klöstern, weil diese die zentralen Kulturstätten waren. Die meisten Werke, die überliefert sind, handeln von germanischen Helden, sogenannten Heldensagen, der germanischen Mythologie oder von christlichen Themen zum Zwecke der Missionierung. Hierzu wurden Psalmen und Gebete übersetzt. Die germanischen Heldensagen und Mythen gingen auf eine mündliche Überlieferung zurück und wurden zumeist im Stabreim gehalten. Jedoch kann man sagen, dass es in dieser Zeit eher darum ging, die germanischen Traditionen zu verdrängen und darum, die germanischen Völker zu missionieren. In der christlichen Tradition hat man sich bemüht, christliche und antike Zusammenhänge anzueignen und zu verbinden. Die ersten überlieferten Werke aus dieser Zeit sind: Das Hildebrandslied um circa 750 - das älteste Denkmal einer germanischen Heldensage. Die Merseburger Zaubersprüche um 840, die dem Glauben an magische Handlungen Ausdruck geben. Das Wessobrunner Gebet um 800 und das Muspilli, Ende 9. Jahrhundert als Beispiele christlicher Stabreimdichtung. Es wurden aber auch epische Texte geschrieben. So heißt das älteste Dokument, das überliefert ist: Der Heiland. 3 Autoren, die aus dieser Zeit bekannt sind, heißen: Ottfried von Weissenburg, von 800 bis 870, Hrotsvit von Gandersheim, 935 bis 970 und Notker der Deutsche, 950 bis 1022. Um euch die wichtigsten Dinge einmal zusammenzufassen: Unter Althochdeutscher Dichtung versteht man die Epoche von 750 bis 1050. Althochdeutsch oder Theodisca ist eine Sammelbezeichnung und steht für "Die Sprache des Volkes". Man hat zwar germanische Heldensagen und Mythen geschrieben, aber hauptsächlich hat man christliche Themen verfasst zum Zwecke der Missionierung.  Die wichtigsten Werke sind: das Hildebrandslied, das Wessobrunner Gebet, Muspilli und der Heiland. Die wichtigsten Autoren, die man aus dieser Zeit kennt, heißen: Ottfried von Weissenburg, Hrotsvit von Gandersheim und Notker der Deutsche. Das war es für dieses Mal und denkt daran: "insprinc haptbandun,

inuar uigandun!" beziehungsweise: Entspringe den Haftbanden, entkomme den Feinden!      

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