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Transkript Richtiges Protokollieren

Hallo! Stell dir vor, du möchtest ein Experiment mit Jod durchführen. Gerade als du die Flasche mit Jod aus dem Schrank holst, stößt dich jemand an und du verschüttest das Jod. Nun ist es nicht mehr rein und du kannst es so nicht einsetzen. Was kannst du tun?

Ein Mitschüler erzählt dir, dass er vor einigen Wochen ein Experiment zum reinigen von Jod gemacht hat, aber was genau war zu tun? Gut, dass er ein Protokoll geschrieben hat.

Wie man Protokolle richtig schreibt und Ergebnisse beim Experimentieren richtig festhält, wollen wir uns heute einmal anschauen.

Wozu ist Protokollieren nötig?

Viele Faktoren können das Gelingen eines Versuchs beeinflussen. Wenn du ein Experiment durchführst, ist es daher wichtig, jeden Arbeitsschritt genau festzuhalten.

Nur so kannst du später nachvollziehen, warum ein Versuch einmal nicht geklappt hat. Außerdem können so auch andere, wie z.B. deine Mitschüler nachvollziehen was du in deinem Experiment gemacht hast. Auch wenn sie selbst nicht teilgenommen haben.

Wir schauen uns nun an, welche wichtigen Punkte in ein Protokoll gehören und wenden diese gleich auf ein Experiment an.

Gliederung eines Protokolls

Der erste Punkt in deinem Protokoll sollte das Thema deines Versuchs sein. Unsere Aufgabe wird es sein, ein Iod-Sand-Gemisch zu trennen.

Bei Iod handelt es sich um dunkelgrau metallisch glänzende Kristalle. Diese wurden mit Sand vermengt. Du hast also zwei Feststoffe, die gemischt wurden und nun getrennt werden sollen.

Wir haben hier die Möglichkeit beide Stoffe durch Sublimation voneinander zu trennen. Bei einer Sublimation geht der Stoff vom festen Aggregatzustand direkt in den gasförmigen über. Der flüssige Aggregatzustand wird also übersprungen. Jod ist in der Lage zu sublimieren.

Der nächste Schritt ist nun, zu überlegen, welche Chemikalien und Geräte für den Versuch benötigt werden. Der zweite Punkt ist also eine Übersicht der verwendeten Geräte und Chemikalien.

Wir fertigen hierzu eine Liste an. Bei diesem Experiment benötigen wir ein Becherglas, ein Uhrglas und einen Bunsenbrenner. Die verwendeten Chemikalien sind Iod, Sand und Eis.

Der dritte Punkt in deinem Protokoll sollten die Sicherheitsmaßnahmen sein. Wichtig bei diesem Experiment ist das Tragen einer Schutzbrille und eines Kittels. Bei unserem Experiment arbeiten wir unter einem Abzug, da die frei werdenden Iod -Dämpfe gesundheitsschädlich und umweltgefährlich sind.

Nun kommen wir zum Aufbau des Experiments, welcher der vierte Abschnitt in deinem Protokoll ist. Hier solltest du den Versuchsaufbau skizzieren und alle wichtigen Bestandteile des Aufbaus gut beschriften.

Für unser Experiment fixieren wir das Becherglas über dem Bunsenbrenner. Ebenso benötigen wir noch das Uhrglas um das Becherglas abzudecken.

Der fünfte Punkt ist nun die Versuchsanleitung. Wichtig ist, dass du dir schon vorher genau überlegst, wie der Versuch durchzuführen ist und was du beachten musst. Die Beschreibung sollte sehr präzise und kurz gehalten werden.

In unserem Experiment füllen wir das Jod-Sand-Gemisch in ein Becherglas und decken diesen mit einem Uhrglas ab. Auf das Uhrglas werden Eiswürfel gelegt. Nun wird die Mischung vorsichtig über der Flamme eines Bunsenbrenners erhitzt.

Der sechste Punkt deines Protokolls enthält die Beobachtungen, die du während des Experiments gemacht hast. Hier schreibst du genau auf, was du während des Versuchs beobachten konntest und ob sich die verwendeten Chemikalien verändert haben.

In unserem Experiment können wir beobachten, dass sich beim Erhitzen der Mischung violette Dämpfe bilden. Beim Aufsteigen kommen die Dämpfe mit dem gekühlten Uhrglas in Berührung und es bilden sich dunkle, metallisch glänzende Iodkristalle.

Der siebte Punkt ist die Auswertung. Hier wird erklärt warum der untersuchte Stoff sich entsprechend der Beobachtung verhält.

In unserem Experiment nutzen wir die Eigenschaft, dass Jod sublimiert. Im festen Zustand sieht Jod dunkelgrau aus. Den Übergang in den gasförmigen Zustand erkennst du dann gut an den Violetten Joddämpfen.

Durch die Kühlung des Uhrglases mit Eis resublimiert das Jod wieder, es wird also fest, was sich gut an den Kristallen erkennen lässt. Wir können so Iod von Sand trennen, da Sand beim Erhitzen nicht nicht sublimiert.

Im achten Abschnitt deines Protokolls gehst du auf die Entsorgung der verwendeten Chemikalien ein. Dies ist besonders wichtig, wenn es sich um Stoffe handelt, die auf besondere Weise entsorgt werden müssen, weil sie gefährlich für die Umwelt oder die Gesundheit sind. Für Jodabfälle findest du im Labor ein Gefäß in dem sie gesammelt werden können.

Zusammenfassung

Du hast heute gelernt, dass es wichtig ist Experimente exakt zu protokollieren und wie man richtig protokolliert. Du weißt nun, dass du das Thema des Versuchs, die verwendeten Geräte und Chemikalien, die Sicherheitsmaßnahmen, den Aufbau des Experiments, die Versuchsanleitung, deine Beobachtungen, die Auswertung und die richtige Entsorgung nennen musst.

Wenn du das nächste Mal einen tollen Versuch machst, kannst du ihn dann beschreiben und wenn du möchtest auch wiederholen. Tschüs und bis bald.

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1 Kommentar
  1. Default

    Schönes Video. Einfach und verständlich erklärt.

    Von Ahlefeldt, vor 2 Monaten