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Textversion des Videos

Transkript Nachweise der Ammoniumsulfid-Gruppe

Guten Tag und herzlich willkommen! Dieses Video heißt Nachweise der Ammoniumsulfid-Gruppe. Das Video gehört zur Reihe qualitativer Trennungsgang (Ionennachweise Teil II). Für die notwendigen Vorkenntnisse solltest du bereits die Videos über die Salzsäure-Gruppe, die Reduktionsgruppe und die Schwefelwasserstoff-Gruppe Teil A und B gesehen haben. Mein Ziel ist es hier in diesem Video, die Grundlagen der Ammoniumsulfid-Gruppe klarzumachen. Den Film habe ich in 10 Abschnitte untergliedert: 1. Wo sind wir im Trennungsgang 2. Die Hauptfällung. 3. Sulfide und Ionen. 4. Nachweise von Nickel und Cobalt. 5. Oxidation mit Salpetersäure. 6. Nachweise von Eisen und Mangan. 7. Kochen mit Salmiak. 8. Aluminiumnachweis. 9. Nachweise von Chrom und Zink. Und 10. Überblick. 1. Wo sind wir im Trennungsgang? Den Trennungsgang der Kationen beginnt man gewöhnlich mit der Salzsäure-Gruppe. Das Filtrat dieser führt zur Reduktionsgruppe. Deren Filtrat wiederum ergibt die Schwefelwasserstoff-Gruppe. Das Filtrat der Schwefelwasserstoff-Gruppe führt zur Ammoniumsulfid-Gruppe, die wir in diesem Video besprechen. Zur Erinnerung: Wir besprechen hier den Kationentrennungsgang. In diesem Video geht es um die Trennung und den Nachweis der Ionen folgender Elemente: Nickel, Cobalt, Eisen, Mangan, Aluminium, Chrom und Zink. 2. Die Hauptfällung: Im Filtrat der Schwefelwasserstoff-Gruppe finden wir die Ionen der genannten Elemente. Man gibt Ammoniumchlorid Ammoniak hinzu. Das ergibt eine Pufferwirkung. Es wird Ammoniumsulfid hinzugegeben und erwärmt. Alle Ionen fallen als schwer lösliche Verbindungen aus. Die gefällten Verbindungen haben folgende Farben: Nickelsulfid - schwarz, Cobaltsulfid - schwarz, Eisensulfid - schwarz, Mangansulfid - rosa, Aluminiumhydroxid - weiß, Chrom(III)-hydroxid - grün und Zinksulfid - weiß. Die übrigen Kationen verbleiben in Lösung. Nun wird filtriert. Auf dem Filter finden wir die ausgefällten Ionen. Im Filtrat befinden sich Erdalkali-Ionen und Alkali-Ionen. Diese werden später untersucht. Das Feststoffgemisch wird für weitere Untersuchungen vorbereitet. 3. Sulfide und Ionen: Das Feststoffgemisch wird mit kalter Salzsäure behandelt. Die Sulfide des Nickels und Cobalts bleiben ungelöst. In der Lösung finden wir die Ionen des Eisens, Mangans, Aluminiums, Chroms und Zinks. Nach dem Filtrieren verbleiben die Sulfide auf dem Filter. Die Ionen finden wir im Filtrat. Wir trennen nun Filterrückstand und Filtrat fein säuberlich in 2 Reagenzgläser und arbeiten weiter. 4. Nachweise von Nickel und Cobalt: Zum Filterrückstand geben wir Essigsäure und etwas Wasserstoffperoxid. Dadurch werden die Nickel- und Cobaltionen in Lösung gebracht. Zu einem Teil der Lösung geben wir Kaliumthiocyanat und Ether. Es kommt zu Blaufärbung. Wir haben Cobalt nachgewiesen. Zu einem anderen Teil der Lösung geben wir Dimethylglyoxim. Es bildet sich eine rote Verbindung - ein Nickelkomplex. Wir haben Nickel nachgewiesen. Nickel und Cobalt sind im Gemisch enthalten. Nun untersuchen wir die Ionen der Lösung. 5. Oxidation mit Salpetersäure: Wir oxidieren mit Salpetersäure, neutralisieren und geben dann Lösungen von Natriumhydroxid und Wasserstoffperoxid hinzu. Die Hydroxide des Eisens und Mangans fallen aus. Die Ionen des Aluminiums, Chroms und Zinks gehen komplex in Lösung. Eisen(III)-hydroxid ist braun. Manganhydroxid liegt praktisch nicht vor, denn es wird zu Manganoxidhydroxid oxidiert. Diese Verbindung ist braunschwarz. Und wieder wird filtriert. Auf dem Filter verbleiben die Hydroxide. 6. Nachweise von Eisen und Mangan. Die Hydroxide des Eisens und Mangans werden in Salzsäure gekocht. Dadurch gehen die Ionen in Lösung. Zu einem Teil der Lösung gibt man Kaliumthiocyanat. Die rote Farbe zeigt Eisen(III)-Ionen an. Zugabe von Natronlauge führt zu einem Niederschlag. Die Oxidationsschmelze wird grün. Wir haben Mangan nachgewiesen. 4 Elemente wurden bereits nachgewiesen. 7. Kochen mit Salmiak: Das Filtrat des vorigen Analysenschrittes enthält die Metallionen von Aluminium, Chrom und Zink in komplexer Form. Man gibt festen Salmiak, Ammoniumchlorid hinzu und kocht. Es fällt Aluminiumhydroxid aus. In Lösung verbleiben komplexe Ionen des Chroms und Zinks. Nun wird filtriert. Der Filterrückstand ist Aluminiumhydroxid. Filterrückstand und Filtrat werden in Reagenzgläser aufgenommen. Wir beginnen mit dem Rückstand. 8. Aluminiumnachweis: Der Nachweis geschieht mit Alizarin S, einer organischen Verbindung. Es entsteht ein roter Komplex. Wir haben Aluminium nachgewiesen. 9. Nachweise von Chrom und Zink: Im Filtrat des letzten Schrittes sind die Ionen von Chrom und Zink in komplexer Form. Die Lösung wird mit Essigsäure und Natriumchlorid versetzt. Gelbes Bariumchromat fällt aus. In der Lösung bleiben Zinkionen. Chrom wurde im Bariumchromat nachgewiesen. Die Lösung wird abgetrennt und Schwefelwasserstoff eingeleitet. Heißes Zinksulfid fällt aus. Mit dem Zink haben wir alle 7 Elemente als Kationen nachgewiesen. 10. Überblick: Die Ammoniumsulfid-Gruppe schließt sich an einige Trennungsgruppen des Kationentrennungsganges an. Die zu bestimmenden Elemente liegen als Ionen vor. Für die Hauptfällung wird Ammoniumchlorid und Ammoniak hinzugegeben. Dann wird mit Ammoniumsulfid erwärmt. Alle Ionen fallen als Sulfide oder Hydroxide aus. Mit Salzsäure bringt man alle Ionen, bis auf die des Nickels und Cobalts in Lösung. Nickel- und Cobaltsulfid werden mit Essigsäure und Wasserstoffperoxid versetzt. Die Ionen gehen in Lösung. Kaliumthiocyanat, Ether gibt einen blauen Niederschlag. Cobalt wurde nachgewiesen. Mit Ammoniak und Dimethylglyoxim erhält man einen roten Niederschlag. Nickel wurde nachgewiesen. Die Ionen in Lösung werden oxidiert, neutralisiert und beim Natriumhydroxid Wasserstoffperoxid versetzt. Eisen und Mangan fallen als Hydroxide aus. Die anderen Ionen bleiben in Lösung. Hier vereinfacht geschrieben. Die Hydroxide werden mit Salzsäure gekocht. Eisen(III)-Ionen werden mit Thiocyanat nachgewiesen. Mangan erkennt man an der grünen Oxidationsschmelze. Das Filtrat wird mit Salmiak gekocht. Aluminiumhydroxid fällt aus. Die Chrom- und Zinkionen bleiben in Lösung. Aluminiumionen weist man mit Alizarin S nach. Zum Filtrat gibt man Essigsäure und Bariumchlorid. Dadurch fällt gelbes Bariumchromat aus. In das Filtrat wird Schwefelwasserstoff eingeleitet. Farbloses Zinksulfid fällt aus. Ich danke für die Aufmerksamkeit bei diesem wirklich nicht einfachen Material. Alles Gute - auf Wiedersehen.

Informationen zum Video
4 Kommentare
  1. 001

    Wenn du "Ammoniak" NH3, das stechend riechende Gas meinst, so ist das offensichtlich. Es wirkt kräftig basisch und kann, eingeatmet, über die Lunge in die Blutbahn gelangen. Dort stört es den LEICHT BASISCHEN pH - Wert des Blutes. Im Ergebnis hat man Stoffwechselstörungen.
    "Ammoniumsalze" sind weit weniger gefährlich. Sie enthalten das Kation "Ammonium", das Ammonium - Ion NH4+. Das Ammoniakmolekül hat ein Prototon aufgenommen:
    NH3 + H+ ---> NH4+
    Es wurde "entschärft".
    Ammoniumchlorid NH4Cl wird der Lakritze zugesetzt und verleiht ihr den sauren Geschmack.
    Ammoniumnitrat NH4NO3 ist ein Düngemittel.
    Alles Gute

    Von André Otto, vor mehr als einem Jahr
  2. Default

    Ich habe eine Frage zum Thema: Ammonium.
    Warum kann Ammonium toxisch werden?
    Danke
    mfg

    Von Brigitte Lemberger, vor mehr als einem Jahr
  3. 001

    Ist ein Fehler. Ich mache die Freischaltung nicht selber. Kann das nur weiterleiten.
    Schmelzen möchte ich nicht näher ausführen. Nur so viel: Schmelzen (Aufschlüsse) werden dann verwendet, wenn sich die Probe nicht anders in Lösung bringen lässt.
    Alles Gute

    Von André Otto, vor mehr als 4 Jahren
  4. Ich2

    Warum ist dieses Video unter der Rubrik Quantitative Analytik zu finden? Für mich gehört es eher in die Kategorie Qualitative Analytik. Und könnte man die Oxidationsschmelze etwas genauer ausführen?
    mfg

    Von Dflow, vor mehr als 4 Jahren