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Magnesium 14:35 min

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Transkript Magnesium

Guten Tag und herzlich willkommen. In diesem Video geht es um das chemische Element Magnesium. Der Film gehört zur Reihe Elemente. An Vorkenntnissen solltest du die Chemie der Basen, Säuren und Salze gut beherrschen. Im Film möchte ich dir eine Übersicht über das chemische Element Magnesium und seine Verbindungen liefern. Der Film besteht aus 9 Abschnitten. 1. Entdeckung 2. Vorkommen 3. Stellung im Periodensystem der Elemente 4. Eigenschaften 5. Reaktionen 6. Metall und Legierungen 7. Physiologie 8. Verbindungen und 9. Zusammenfassung

  1. Entdeckung Verbindungen des Magnesiums waren bereits im Mittelalter gut bekannt. 1755 stellte der britische Chemiker Black über die Magnesiumverbindungen eine Übersicht zusammen. 1808 gelang es Humphry Davy Magnesiumamalgam herzustellen. Davy gilt als Entdecker des Magnesiums. Erst 1828 konnte der französische Forscher Bussy metallisches Magnesium gewinnen.

  2. Vorkommen Magnesium hat das chemische Symbol Mg. Mit 1,94% in der Erdhülle nimmt Magnesium unter den Elementen den 8.Platz ein. Im Mittelalter kannte man schon sehr gut magnesis alba MgCO3 Magnesiumcarbonat. Außerdem war magnesia MgO, das ist Magnesiumoxid, wohlbekannt. Heute kennen wir eine Reihe von Magnesiummineralen: Kiserit, Magnesiumsulfalt mit Kristallwasser. Epsomit, Magnesiumsulfalt mit 7 Molekülen Kristallwasser. Hier noch eine Abbildung von reinem Magnesiumsulfat. Es wird als Trockenmittel verwendet. Man bezeichnet das auch als Bittersalz. Magnesit ist Magnesiumcarbonat. Dolomit besteht aus Calciumcarbonat und Magnesiumcarbonat. Es sind Carbonate. Kainit ist Kaliumchlorid mit Magnesiumsulfat und 6 Molekülen Kristallwasser. Carnallit ist Kaliumchlorid mit Magnesiumchlorid und 6 Molekülen Kristallwasser. Es handelt sich hier um ein Chlorid. Olivin kommt als Edelstein Peridot vor, es ist ein Silikat. Serpentin, auch Asbest genannt, ist ebenfalls ein Silikat. Es enthält Hydroxidgruppen. Beides sind Silikate. Der Spinell hat die Formel MgAl2O4, es ist ein Edelstein.

  3. Stellung im Periodensystem der Elemente Im Periodensystem der Elemente befindet sich Magnesium an dieser Stelle. Es gehört zur zweiten Hauptgruppe. Das sind die Erdalkalimetalle. Folglich ist Magnesium ein Metall. Seine Oxidationszahl in Verbindungen beträgt +2. Seinen Namen erhielt es wahrscheinlich nach der Stadt Magnesia, einer ehemaligen Stadt in der heutigen Türkei.

  4. Eigenschaften Magnesium ist ein silbrig weißes, unedles Metall. Es ist ein Leichtmetall, hat eine Dichte von 1,7 g/cm³. Damit liegt es zwischen Natrium und Aluminium. Es ist niedrig schmelzend bei 650°C. Magnesium schmilzt höher als Zink und etwa bei der gleichen Temperatur wie Aluminium. Die Siedetemperatur beträgt 1090°C. Magnesium ist weich, die Mohshärte beträgt 2,5. Damit ist es härter als Blei, etwa so hart wie Zink und etwas weicher als Gold.

  5. Reaktionen Magnesium reagiert langsam an der Luft mit Sauerstoff und bildet eine unregelmäßige Oxidschicht. Die Verbrennung zu Magnesiumoxid ist stark exotherm. Magnesium reagiert mit fast allen Säuren, auch mit schwachen. Mit Flusssäure reagiert Magnesium nicht, es kommt hier zur Passivierung. Auch mit Basen reagiert Magnesium gar nicht oder nur sehr langsam. Gut reagiert Magnesium mit den Halogenen. Es bilden sich Salze, Halogenide. Magnesium wird durch verschiedene sauerstoffhaltige Verbindungen oxidiert, zum Beispiel durch Kohlenstoffmonoxid, durch nitrose Gase und durch Schwefeldioxid. Magnesium reagiert bei 300°C mit Stickstoff. Es entsteht Magnesiumnitrit.

  6. Metall und Legierungen Heutzutage wird Magnesium auf 2 Wegen hergestellt. (a) durch Schmelzflusselektrolyse. Magnesiumchlorid wird trocken elektrolysiert, an der Katode bildet sich Magnesium. Alternativ wird (b) die thermische Reduktion verwendet. Zu Dolomit wird Schwerspat hinzugegeben und mit Ferrosilicium reduziert. Anschließend erfolgt Destillation, erinnert euch an die Siedetemperatur, nur 1090°C. Metallisches Magnesium wird beim Kroll-Prozess verwendet, um Titan herzustellen. Da es ein starkes Reduktionsmittel ist, können auch andere Metalle gewonnen werden. So zum Beispiel Uran, Nickel, Kupfer und Chrom. Zugabe zu Stahl führt zur Entschwefelung. Zugabe beim Kugelgraphitguss entscheidet darüber, dass der Guss bessere Eigenschaften als Gusseisen besitzt. Magnesium wird für die Herstellung von Unterwasserfackeln verwendet. Man benutzte es früher, manchmal noch heute, als chemisches Blitzlicht. Magnesium dient der Herstellung des berühmten Grignardreagenzes. Metallisches Magnesium ist mit verschiedenen Elementen legierbar: mit Aluminium, mit Mangan, mit Silicium und mit Zink. Mit 10% Aluminium legiertes Magnesium bezeichnet man auch als Elektron.

  7. Physiologie Der Mensch benötigt Magnesium. Die Pflanze ebenfalls, sie enthält es im Chlorophyll. Der Mensch fügt dem Boden Magnesium durch Düngung zu. Herrscht Mangel an Magnesium, so kommt es zu unangenehmen Folgen, zu Kopfschmerzen, zu Depression oder zu Herzbeschwerden. Mangel an Magnesium kann man beheben, indem man sich richtig ernährt. Folgende Lebens- bzw. Genussmittel enthalten Magnesium: Vollkornbrot, Mineralwasser, Geflügel, Fisch, Kartoffeln, Kohlrabi, Bananen und sogar Schokolade.

  8. Verbindungen Magnesiumoxid MgO. Magnesiumoxid hat eine sehr hohe Schmelztemperatur von 2800°C. Es ist daher gut geeignet, um Schmelzöfen herzustellen. Magnesiumhydroxid Mg(OH)2. Die Verbindung ist eine schwache Base und reagiert vollständig mit der Magensäure, wobei es zu neutralen Verbindungen kommt. Ein einfaches Mittel gegen Übersäuerung des Magens. Magnesiumperoxid MgO2. Man verwendet es in Kosmetika, zur Desinfektion und als Bleichmittel. Magnesiumfluorid MgF2, diese Verbindung hat einen niedrigen Brechungsindex. Man kann es daher zum Beispiel in diese Antireflexkamera verbauen. Magnesiumchlorid MgCl2 dient der Schmelzflusselektrolyse für die Herstellung von Magnesium. Aus Magnesiumbromid kann man das chemische Element Brom gewinnen. Magnesiumcarbonat MgCO3 habt ihr sicher schon beim Sport gesehen, es wird gegen schweißige Hände verwendet. Magnesiumnitrat Mg(NO3)2, dieses Salz verwendet man unter anderem als Dünger. Magnesiumperchlorat Mg(ClO4)2 ist ein exzellentes Trockenmittel. Magnesiumcarbid Mg2C3 gibt bei Zugabe von Wasser Probin, eine organische Verbindung. Magnesiumhydrid MgH2 liefert bei Zugabe von Wasser Wasserstoff, man kann es verwenden, um Metallschaum herzustellen. Magnesiumnitrid Mg3N2 hydrolisiert ebenfalls, man kann es zur Herstellung von Ammoniak im Labor verwenden. Und schließlich Magnesiumsulfid MgS, es wird unter anderem für die Enthaarung verwendet.

Ich danke für eure Aufmerksamkeit, ich hoffe, ihr seid noch nicht müde. Ich wünsche euch alles Gute, auf Wiedersehen.

Informationen zum Video
2 Kommentare
  1. 001

    Die wurde rausgestrichen, weil das Video ohnehin schon sehr lang ist. Das werden Produktion und / oder Redaktion veranlasst haben.
    Alles Gute

    Von André Otto, vor etwa 2 Jahren
  2. Default

    9. Punkt wurde vergessen (Zusammenfassung). ;)

    Von U Gschmack, vor etwa 2 Jahren