Kristallzüchten 08:18 min

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Transkript Kristallzüchten

Guten Tag und herzlich willkommen. In diesem Video geht es um das Kristallzüchten. Der Film gehört zur Reihe "Salze". An Vorkenntnissen solltest du dich mit Kochsalz und Salzen schon ganz gut auskennen. Der Film ist als Einführung in die Züchtung von Kristallen gedacht. Das Video besteht aus 7 Abschnitten: 1. Kristalle, Kristalle, Kristalle; 2. Nicht nur schön; 3. Künstliche Edelsteine; 4. Wir kristallisieren selber; 5. Was benötigt man? 6. Die Züchtung und 7. Ausblick.  1. Kristalle, Kristalle, Kristalle: Wenn man sich Kristalle anschaut, ist man immer wieder erstaunt, wie schön sie doch sind. Die Natur bringt eine riesige Vielfalt an Formen und Farben hervor.  2. Nicht nur schön: Natürlich ist es naheliegend, dass solche schönen Steine in erster Linie als Schmuck- und Edelsteine verwendet werden. Es gibt jedoch für sie auch ein großes Feld für praktische Verwendung. Elektronische Geräte und optische Geräte können ohne bestimmte Edelsteine oder natürliche Steine nicht auskommen. Hauptsächlich handelt es sich dabei um Rubin und Quarz.  3. Künstliche Edelsteine: Den Wissenschaftlern ist es gelungen, Edelsteine auch künstlich herzustellen. Eine Methode dafür ist das Verneuil-Verfahren. Bei dieser Methode wird mit hohen Temperaturen gearbeitet. Die Temperatur ist so hoch, dass Aluminiumoxid geschmolzen wird. Man gibt bestimmte Zusätze dazu, die farbige Ionen enthalten. Durch langsames Erstarren kristallisieren die Edelsteine aus. Aus Aluminiumoxid gewinnt man Rubine und Saphire. Gewissermaßen kann man die Halbleiter auch als moderne Edelsteine bezeichnen. Hier das Bild eines Silizium-Einkristalls, der in der Elektronik große Bedeutung besitzt. Um solche großen Kristalle herzustellen, gibt es Kristall-Ziehanlagen.  4. Wir kristallisieren selber: Zum Herstellen von Kristallen benötigt man zuerst ein Salz, nicht unbedingt Kochsalz. Dieses Salz soll so beschaffen sein, dass es sich in Wasser auflöst. Man erhält eine Salzlösung. Jetzt muss man nur noch lang genug warten, damit ein Teil des Wassers aus der Lösung verdampft. Dadurch bilden sich auf dem Boden des Gefäßes Kristalle. Die entstandenen Kristalle sind häufig zu klein und zu unregelmäßig geformt. Wie erhält man schöne, große und regelmäßige Kristalle?  5. Was benötigt man? Zunächst erstmal ein Salz, das wasserlöslich ist. Dann ein Becherglas, einen Spatellöffel, Wasser, einen Wollfaden, Holzstäbchen, ein Messer, einen Kühlschrank, einen Trichter und Filterpapier.  6. Die Züchtung: Aus Wasser und dem Salz stellen wir eine gesättigte Salzlösung her. Wenn sie trübe, also übersättigt ist, so müssen wir filtrieren, um eine klare Lösung zu erhalten. Die Lösung stellen wir nun zum Abkühlen in den Kühlschrank. Auf das Becherglas legen wir ein Holzstäbchen, an das wir ein Wollfädchen anbinden, das in die Lösung eintaucht. Wenn wir lang genug warten, bilden sich am Wollfädchen kleine Kristalle. Diese Kristalle verwenden wir als Impfkristalle. Wir binden sie wieder an das Holzstäbchen, diesmal allerdings mit einem glatten Faden. Wir stellen das Gefäß wieder in den Kühlschrank. Im Laufe der Zeit bildet sich um den Impfkristall ein immer größer werdender Zeit aus. Das ist der eigentliche Vorgang der Kristallzüchtung. Der erfordert sehr viel Zeit. Auf diese Art und Weise kann man große, schöne Kristalle züchten. Und noch einmal: Das Fädchen darf kein Baumwoll- oder Wollfädchen sein. Es muss ein glatter Zwirnsfaden sein, sonst würden sich nämlich viele kleine Kristalle bilden. Wir wollen aber nur einen haben. Ab und zu muss man die Lösung nachfüllen, weil sie sich durch die Kristallbildung aufbraucht. Nicht immer bildet sich nur ein einziger Kristall. Man muss die Kristalle mit dem Fädchen ab und zu entnehmen und mit dem Messer vorsichtig reinigen. Der größte Kristall wird wieder in die Lösung gehängt und so weiter. Ganz wichtig ist: Wir müssen immer mit gesättigten Lösungen arbeiten. Sonst bilden sich keine Kristalle. An einigen Beispielen möchte ich zeigen, wie groß die Löslichkeit einiger Salze ist, aus denen man Kristalle züchten kann. Die Angaben sind gerundet. Kupfersulfat: 300 g/l, Magnesiumsulfat: 700g/l, Mangansulfat: 1700g/l, Nickelsulfat: 600g/l, rotes Blutlaugensalz: 400g/l und Kaliumchromalaun: 250g/l. Und zum Schluss noch eine Warnung: Fast alle verwendeten Verbindungen, ich habe sie hier mit Sternchen gekennzeichnet, sind giftig. Das heißt, vorsichtig arbeiten.  7. Ausblick: Beim Kristallzüchten handelt es sich um ein wirkliches Handwerk. Man benötigt dafür Zeit, Geduld und, ich muss es leider sagen, auch etwas Verstand. Für das Kristallzüchten ist es immer gut, wenn man sich vorher eine entsprechende Arbeitsvorschrift heraussucht. Im Internet findet ihr ausführliche Vorschriften auf Professor Blumes Bildungsserver.  Ich danke für eure Aufmerksamkeit und wünsche euch alles Gute. Auf Wiedersehen

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8 Kommentare
  1. Koala

    .

    Von Ajenth S., vor 7 Monaten
  2. Koala

    Bei uns in Chemie haben wir statt einem Faden ein Haar benutzt

    Von Ajenth S., vor 7 Monaten
  3. 001

    Man benutzt Handschuhe. Es gibt günstige Einweghandschuhe.
    Alles Gute und viel Erfolg

    Von André Otto, vor mehr als 2 Jahren
  4. Default

    was macht man wenn man eien kristall auf diese weise züchten möchte aber auf nickel allergisch reagiert ?

    Von Fam Emde, vor mehr als 2 Jahren
  5. 001

    Natürlich: Wenn man einen Kritall hat, der groß genug ist und man das Geschick hat, kann man ihn natürlich auch am Fädchen befestigen.
    Alles Gute

    Von André Otto, vor mehr als 2 Jahren
  1. 001

    Danke für den Hinweis.

    Zum Impfkristall: Der Kristall kommt in die Lösung, NICHT an das Fädchen.

    Von André Otto, vor mehr als 2 Jahren
  2. Default

    in der textversion muss es heißen: "Im Laufe der Zeit bildet sich um den Impfkristall ein immer größer werdender Kristall aus." (Seite 3, am Anfang)

    Von A4873126, vor mehr als 2 Jahren
  3. Default

    Wie kriegt man den Impfkristall an das Bindfädchen soll man es dran knoten?

    Von Luise 4, vor fast 4 Jahren
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