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Transkript Die organische Chemie – ein Gigant

Einen schönen guten Tag, liebe Studentinnen und Studenten und andere an der Chemie Interessierte. Dieses Video heißt: "Die organische Chemie - ein Gigant". Voraussetzungen sind Interesse an Chemie, Abitur in Chemie und (wünschenswert) der Besuch des Leistungskurses in Chemie. Ich möchte, dass ihr eine kleine Vorstellung über die Ausmaße und Bedeutung der organischen Chemie erhaltet. Der Film besteht aus 7 Abschnitten: 1. Teilgebiete der Chemie, 2. Organische Chemie, Biologie und Medizin, 3. Unterteilung der organischen Chemie, 4. Die Chemieindustrie, 5. Was wäre, wenn ...?, 6. Und so sähen wir aus, 7. Wirklich ein Gigant?     1. Teilgebiete der Chemie Die Wissenschaft Chemie lässt sich im Wesentlichen in vier große Teilgebiete unterteilen. Das sind die anorganische Chemie, die organische Chemie, über die wir uns heute etwas näher unterhalten wollen, die analytische Chemie und die physikalische Chemie.   2. Organische Chemie, Biologie und Medizin Die organische Chemie beinhaltet Stoffe und Verbindungen, die fächerübergreifend von Bedeutung sind. Vor allem sind da zu nennen: Aminosäuren, Proteine, Kohlenhydrate und natürlich die DNA. Damit ist klar, dass einige Wissenschaften eng mit der organischen Chemie verknüpft sind. Biochemie ist zum großen Teil organische Chemie. Was wäre wohl die Medizin ohne organische Chemie? Die biologischen Prozesse sind größtenteils chemisch-organisch. Und, liebe Molekularbiologen, seid mir nicht böse, aber eure Wissenschaft ist zum größten Teil organische Chemie.   3. Unterteilung der organischen Chemie Die organische Chemie hat sehr viele Teilgebiete, die wichtigsten möchte ich aufführen: Die Petrochemie, sie befasst sich mit der Erdöl- und Erdgasverarbeitung. Die Synthesechemie, sie hat die Herstellung organischer Verbindungen zum Inhalt. Die Polymerenchemie, mit ihrer Hilfe werden Kunststoffe hergestellt. Die Kolloidchemie, ein wichtiger Teil ihrer Ergebnisse ist die Waschmittelherstellung. Die pharmazeutische Chemie, sie befasst sich mit der Arzneimittelherstellung. Und die Lebensmittelchemie. Viele Teilgebiete hat die organische Chemie, von denen wir profitieren. Die organische Chemie liefert große Mengen an Benzin und Diesel. Mit ihrer Hilfe werden Kunstfasern hergestellt. Sie liefert Pflanzenschutzmittel. Wir erhalten Konservierungsstoffe für Lebensmittel. Die organische Chemie produziert Farben und sie versorgt uns mit Arzneimitteln.   4. Die Chemieindustrie Die Chemieindustrie, auch chemische Industrie genannt, ist ein wichtiger Industriezweig. Neben der chemischen Industrie gibt es natürlich auch die physikalische Industrie, die biologische Industrie und die mathematische Industrie. Was? Das stimmt nicht? Ach richtig, die drei letzten gibt es natürlich nicht. Somit ist die Chemie die einzige Wissenschaft mit einem eigenen Industriezweig. Betrachten wir nun einige Chemiesparten der chemischen Industrie und deren Umsatz in Milliarden Euro im Jahr 2006 in Deutschland. Auf Petrochemikalien und Derivate entfielen 21,9 Milliarden Euro. Auf Polymere (Kunststoffe) kamen 25,9 Milliarden Euro. Auf Pharmaka entfielen mehr als 29 Milliarden Euro. Bei Wasch- und Körperpflegemitteln betrug der Umsatz 10 Milliarden Euro. Fein- und Spezialchemikalien wurden mit 32,6 Milliarden Euro umgesetzt. Und schließlich betrug der Umsatz für anorganische Grundchemikalien 9,8 Milliarden Euro. Petrochemikalien und Derivate, Polymere bzw. Kunststoffe, Pharmaka, Wasch- und Körperpflegemittel werden fast ausschließlich durch die organische Chemie abgedeckt. Bei den Fein- und Spezialchemikalien schätze ich einmal, dass der Anteil an organischer Chemie etwa 25 Milliarden Euro betrug. Die Summation ergibt einen Umsatz der chemischen Industrie von 130 Milliarden Euro. Der Anteil der organischen Chemie daran ist hoch: 112 Milliarden Euro. 112 Milliarden Euro von 130 Milliarden Euro des Umsatzes zählen zur organischen Chemie. Das sind 86 %!   5. Was wäre, wenn ...? Was wäre, wenn es die organische Chemie nicht gäbe? Eine Reihe von Dingen oder Bequemlichkeiten, die wir heute nutzen, wären nicht vorhanden. Es gäbe keine Bildschirme, Computer, Camcorder, Telefone, Mobiltelefone, GPS-Geräte, Autos, Arzneimittel, kein Spielzeug. Auch ein Fußball kann nicht produziert werden. Ein Motorbike? Scherzt ihr? Na vielleicht wenigstens ein Fahrrad? Nein, nein und nochmals nein. Die Frauen wollen sich modisch anziehen. Woher denn? Hübsche Kleider gibt es schon lange nicht mehr. Es gäbe keine Plastiktrinkflaschen und auch keinen Plastikmüll im Meer. Na wenigstens zwei gute Sachen.   6. Und so sähen wir aus Naja, vielleicht nicht ganz so, vielleicht etwas magerer. Und das wäre mit Sicherheit unsere Perspektive. Im Ergebnis würden sich sicher ungute Gefühle regen. Ganz so schlimm muss es ja nicht kommen, aber nachdenklich stimmt es schon, nicht wahr?   7. Ist die organische Chemie wirklich ein Gigant? Ist die organische Chemie wirklich ein Gigant, vielleicht so wie dieser? Vielleicht oder so ähnlich, vielleicht auch nur besser. Die endgültige Antwort überlasse ich euch.   Seid ihr nun geschafft? Ich hoffe nicht.   Ich wünsche euch alles Gute und viel Erfolg! Tschüss.

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3 Kommentare
  1. Wappen.1

    danke mann, du bist besser als ytitty

    Von Niklas M., vor mehr als 3 Jahren
  2. 001

    Muss auch mal sein.

    Von André Otto, vor etwa 4 Jahren
  3. Default

    witzig hahahahahahahaja :D

    Von Otto Max Schulz, vor etwa 4 Jahren