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Transkript Basen – Salzbildung (Übungsvideo)

Guten Tag, ich begrüße alle ganz herzlich zu diesem weiteren Video "Basen Teil 7". Wir werden uns heute mit verschiedenen Salzen und ihrer Bildung befassen, sodass man sagen kann, wir werden heute eine Übung ausführen. Ich möchte in Erinnerung rufen, was wir in den letzten Videos besprochen haben. Wir haben uns befasst mit der Neutralisation, basenbildende Teilchen, Hydroxidionen plus Wasserstoffionen, säurebildende Teilchen, ergeben Wasser. Natürlich kann man das in umgekehrter Reihenfolge hinschreiben H+ plus OH- ergibt Wasser. Man kann auch als Gedächtnisstütze Folgendes merken: Basen + Säuren ergeben Salze + Wasser oder genauso ist natürlich richtig Säuren + Basen ergeben Salze + Wasser. Beginnen wir mit einem ganz einfachen Beispiel um uns etwas warm zu machen, und zwar nehme ich die wohlbekannte Base Natriumhydroxid und lasse dieses Natriumhydroxid mit der wohlbekannten Säure Salzsäure reagieren. Es reagiert NaOH + HCL und wir können zunächst einmal schauen, was sich hier bilden sollte. NaCL, das ist ganz klar, das haben wir bereits schon besprochen. NaCL, so und was wichtig ist, was man sich immer merken sollte, es bildet sich jeweils ein Teilchen Wasser aus einem Wasserstoffion und einem Hydroxidion oder in umgekehrter Reihenfolge und anders geht es nicht. Da wir hier genau auf so eine Situation treffen, wir haben nämlich genau ein Hydroxidion und ein Wasserstoffion, dann bildet sich natürlich dort ein Teilchen Wasser: +H2O. Das ist der einfachste Fall. Etwas komplizierter gestaltet es sich, wenn ich folgende Situation vorfinde: Ich habe die Base Kalziumhydroxid Ca(OH)2 und diese Base soll mit einer Säure, ich nehm einmal Salpetersäure, reagieren, + Salpetersäure, Salpetersäure hat die Formel HNO3. So, in diesem Fall ist es nicht mehr so einfach zu sagen, aha, die Teilchenzahl ist gleichlautend. Ich habe hier nämlich 2 Hydroxidionen und ich habe nur ein einziges Wasserstoffion. Nun ja, in einem solchen Fall ist es natürlich nicht schwer, wir haben gesagt: Wasserstoffionen, Hydroxidionen. Wenn wir 2 Hydroxidionen haben, benötigen wir auch 2 Wasserstoffionen, also schreibe ich eine 2 vor das Molekül der Salpetersäure. Demzufolge erhalte ich dann auch, weil ich Wasserstoffionen und Hydroxidionen verdoppelt habe, 2 Wasserteilchen als Ergebnis, was ich sofort hinschreiben kann: 2H2O. So, das bedeutet aber auch dann, dass ich ein Salz erhalte, was sich aus den restlichen Molekülbestandteilen, nämlich den entsprechenden Ionen bildet. Das ist dann eigentlich auch nicht weiter schwer, wenn man es in Ruhe macht und sich das einmal überlegt. Ich schreibe da nämlich einfach auf: Ca, das ist dieses eine Ion, das Kalziumion, und hier habe ich 2 mal NO3, also 2 Nitrationen, die schreibe ich dann so NO3, und da ich 2 von der Sorte habe und sie in einem Molekül fest verankert sind, setze ich diese in Klammern und schreibe 2 mal auf, und schon bin ich fertig. So einfach ist das. Kalziumhydroxid und Salpetersäure reagieren zu Kalziumnitrat und Wasser. Ca(OH)2 + 2HNO3 reagieren zu Ca(NO3)2 + 2H2O. Soweit so gut und jetzt kommen wir zu einem noch etwas komplizierteren Fall, der so aussieht: Wir nehmen die Base Aluminiumhydroxid, Al(OH)3 und diese Base soll reagieren mit Schwefelsäure, + Schwefelsäure, Schwefelsäure hat die Formel H2SO4. Und wie in dem Fall darüber, empfiehlt es sich hier, mit der Wasserbildung zu beginnen. Was treffen wir denn nun hier vor? Wir haben hier 2 Wasserstoffionen, H+ und 3 Hydroxidionen, OH- und 3 und 2 ist in sich nicht stimmig, wir müssen eine Zahl wählen, die vernünftig ist. Wir bilden von beiden das kleinste, gemeinsame Vielfache, 2×3=6, 6 im Hinterkopf, teilen die 6 durch die 3 und erhalten hier vorne als Faktor 2, 6 gemerkt im Hinterkopf, kleinstes, gemeinsames Vielfaches. 6/2=3 und fertig sind wir. Ein einfaches Verfahren zum Ausgleich und im Ergebnis erhalten wir 2×3 Hydroxidionen und genauso 3×2 Wasserstoffionen, in jedem Fall 6 Teilchen. Da wir 6 von jeder Sorte haben ergeben sich folglich 6 Wasserteilchen: 6×H2O. Der Rest ist dann wie gehabt, der Rest ist dann einfach, denn wir brauchen dann das Salz nur noch aufzuschreiben, wir haben hier Al und wir haben SO4, das Sulfation, das schreiben wir dahinter: SO4. Und nun ist nur noch zu schauen, wie viele Aluminiumteilchen haben wir denn hier nun eingesetzt? Wir haben hier 2 Aluminiumteilchen, also steht hier dann Al2. Und wie viel Sulfationen haben wir? Nämlich 3, die 3 bezieht sich ja auf das gesamte Molekül, also müssen wir hier Sulfat in eine Klammer setzen, SO4 in eine Klammer, und wegen der 3 Teilchen steht hier dann auch eine 3. Dazwischen noch ein + gesetzt und fertig sind wir. Wir formulieren die Reaktionsgleichung: 2Al(OH)3+3H2SO4 reagieren zu Al2(SO4)3+6H2O und in Worten schaffen wir das auch. Aluminiumhydroxid und Schwefelsäure reagieren zu Aluminiumsulfat und Wasser. Wenn wir noch sagen, wie viele Teilchen das sind, dann müssten wir folgendes formulieren: 2 Moleküle Aluminiumhydroxid + 3 Moleküle Schwefelsäure reagieren zu 1 Molekül Aluminiumsulfat und 6 Molekülen Wasser. Das ist alles eine Sache der Übung. Ich danke für die Aufmerksamkeit, auf Wiedersehen.  

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5 Kommentare
  1. Default

    Vielen Dank für das Video, jetzt hab ichs endlich kapiert! :)

    Von Felicitasgassner, vor fast 3 Jahren
  2. 001

    Ein Tropfen auf den heißen Stein. Eigentlich...ja eigentlich...müsste man in der Chemie genau so viel üben wie in Mathematik. Eigentlich...

    Alles Gute

    André Otto

    Von André Otto, vor mehr als 4 Jahren
  3. Photo 00033

    oh mann...chemie...Vielen Dank für die ausführliche Erklärung..vorallem mit dem Ausgleichen

    Von Bernadette W., vor mehr als 4 Jahren
  4. 001

    Danke.

    Von André Otto, vor mehr als 5 Jahren
  5. Default

    super video, weiter so!

    Von B.B.Berlin, vor mehr als 5 Jahren