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Transkript Zelldifferenzierung und Gewebe

Hallo! Hast du dich schon einmal gefragt, warum verschiedene Zellen eine unterschiedliche Form oder Größe haben können? Oder warum manche Zellen auch sehr ähnlich aussehen? Diese Fragen möchte ich dir in diesem Video beantworten. Dabei werde ich darauf eingehen, was die Begriffe „Differenzierung“ und „Gewebe“ bedeuten und sie dir anhand von Beispielen erklären.

Bestimmt hast du schon ganz verschiedene Zellformen gesehen, oder? Denke mal an Nervenzellen oder Muskelzellen beim Menschen. Und an Zellen des Blattgewebes oder Xylemzellen bei Pflanzen. Und sicher fallen dir noch viele andere Zellen ein. Aber warum sehen diese Zellen eigentlich so unterschiedlich aus?

Das liegt daran, dass alle diese Zellen unterschiedliche Aufgaben haben. Beispielsweise ist eine Muskelzelle für die Kontraktion eines Muskels zuständig. Zellen eines Pflanzenblattes können für die Fotosynthese zuständig sein. Aufgrund dieser unterschiedlichen Aufgaben entwickeln sich verschiedene Zellen auch anders und können ganz andere Formen und Strukturen annhemen. Man sagt sie differenzieren sich.

Diese Differenzierung betrifft die Zellform, die Zellgröße, die Genexpression und das Vorkommen bestimmter Inhaltsstoffe oder auch Organellen. Mit zunehmender Komplexität eines Organismus gibt es eine zunehmende Zahl an verschiedenen Zelltypen. Beispielsweise haben Moose viel weniger unterchiedlich differenzierte Zellarten als Farne oder Samenpflanzen.

Den Begriff Differenzierung solltest du nicht mit dem Begriff Spezialisierung verwechseln und gleichsetzen. Spezialisierung meint eher die Anpassung eines ganzen Lebewesens an seine Umwelt. Die Differenzierung fokussiert dagegen Zellen und Gewebetypen. Aber was genau ist eigentlich ein Gewebe?

Findet man nun mehrere Zellen der gleichen Differenzierung in einem Zellverband, so spricht man von einem Gewebe. Die Zellen eines Gewebes haben meist den gleichen Bau und die gleiche Funktion. In einigen Fällen sind in einem Gewebe auch Zellen unterschiedlich differenzierter Zellen zu finden, wie beispielsweise im Leitgewebe der Pflanzen.

Es es ist gut zu sehen, wenn du dir ein Querschnitt der Sprossachse vergrößert anschaust. Dieses Gewebe ist für den Transport von Wasser und Nährstoffen zuständig. Dort findest du die Zellen des Xylems und des Phloems. Oft kommen in den Leitgeweben auch noch Bildungsgewebe, so genannte Meristeme, vor.

In solchen Geweben teilen sich die Zellen fortwährend, so dass immer wieder neue Zellen entstehen. Die Bildungsgewebe der Leitbündel kennst du bestimmt unter dem Begriff Kambium. Meristeme findest du auch an den Spross- oder Wurzelspitzen der Pflanzen. Und bestimmt hast du schon einmal ein Pflanzenblatt im Querschnitt gesehen, oder?

Die äußere Zellschicht an der Blattober- und –unterseite bildet die so genannte Epidermis. Hierbei handelt es sich um ein Abschlussgewebe, das aus nur einer einzigen Zellschicht besteht. Die Aufgabe von Abschlussgeweben besteht in der Regel darin, dass sie die darunter liegenden Gewebeschichten schützen.

Zwischen oberer und unterer Epidermis findest du das Assimilationsgewebe, welches aus Palisadengewebe und Schwammgewebe zusammengesetzt ist. Das Palisadengewebe besteht aus lang gestreckten Zellen mit vielen Chloroplasten und ist der Hauptort der Fotosynthese.

Das Schwammgewebe besteht dagegen aus Zellen mit einer unregelmäßigen Form mit vielen Interzellularräumen und wenigen Chloroplasten. Hier findet hauptsächlich der Gasaustausch des Blattes statt.

Auch beim Menschen gibt es ganz unterschiedliche Zellen und Gewebe. Denke z.B. an die Nervenzellen, die aufgrund ihrer Funktion eine solch charakteristische Form aufweisen. Alle Nervenzellen zusammen bilden das Nervengewebe. An den Zellfortsätzen der Nervenzellen, den Dendriten, nehmen diese Reize von anderen Nervenzellen auf und leiten sie über ihr Soma und das Axon weiter. Über Synapsen erfolgt die Signalweiterleitung zur nächsten Nervenzelle.

Ebenso besitzen auch Muskel- oder Knochengewebe ganz charakteristische Zellen. Muskelzellen besitzen beispielsweise ganz viel Aktin- und Myosinfibrillen, durch die sie die Kontraktion eines Muskels bewirken. Knochenzellen, die Osteozyten, haben charakteristische Zellausstülpungen, über die sie durch die Knochensubstanz hindurch mit Nachbarzellen in Kontakt stehen.

Zusammenfassung

In diesem Video hast du verschiedene Zell- und Gewebetypen von Pflanzen und dem Menschen kennen gelernt. Du hast gesehen, dass sich Zellen im Laufe ihrer Entwicklung differenzieren. Zellen der gleichen Differenzierung in einem Zellverband bilden ein Gewebe. Die Zellen eines Gewebes haben meist den gleichen Bau und die gleiche Funktion.

Du hast hier Beispiele für verschiedene Gewebe kennen gelernt, z.B. das Leit- und das Assimilationsgewebe bei Pflanzen oder das Nerven- und das Knochengewebe beim Menschen. Die Zellen aller Gewebe besitzen bestimmte Funktionen und differenzieren sich daher, so dass sie unterschiedliche Formen, Größen und einen charakteristischen Aufbau haben. Tschüss und bis zum nächsten Mal!

Informationen zum Video
3 Kommentare
  1. Marcel

    Hallo :)
    man unterteilt die Lebewesen nach Grad ihrer Komplexität. Es gibt z.B. Tiere die aus nur wenigen Zelltypen aufgebaut sind (z.B. Schwämme). Diese Lebewesen zeigen natürlich auch ein weniger vielfältiges Verhalten als ein komplexer Organismus wie z.B. ein Hund. Lebewesen zunehmender Organisationsebene besitzen auch einen höheren Grad der Zelldifferenzierung.

    Von Marcel Schenke, vor etwa 2 Jahren
  2. Default

    Hi ich verstehe die antwort möglichkeit "Mit zunehmender Organisationshöhe eines Lebewesens steigt die Anzahl verschieden differenzierter Zellen in der Regel" nicht.
    Kann mir da einer helfen

    Von T Gabriel1, vor etwa 2 Jahren
  3. Default

    tolles vid übrigens

    Von T Gabriel1, vor etwa 2 Jahren