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Transkript Zauneidechse – innerer und äußerer Bau

Der innere und äußere Bau der Zauneidechse (Reptilien)

Hallo! Hast du schon einmal eine Zauneidechse gesehen, die zb von einer Katze gejagt wird? Wenn die Katze nach dem Schwanz der Eidechse schnappt, fällt dieser einfach ab und zappelt vor sich hin. Was ist passiert? Hat die Katze den Schwanz etwa abgerissen? In diesem Video erfährst du mehr darüber und überhaupt viel Wissenswertes über den äußeren und inneren Bau von Zauneidechsen.

Zauneidechsen gehören zu den Kriechtieren. Andere Vertreter der Kriechtiere sind zum Beispiel Schlangen, Krokodile und Schildkröten. Ein anderes Wort für Kriechtiere ist Reptilien.

Ein Blick auf das Skelett der Zauneidechse zeigt, dass Kriechtiere zu den Wirbeltieren gehören. Die Wirbelsäule der Zauneidechse ist klar erkennbar. Das knöcherne Skelett der Zauneidechse gliedert sich in Kopf, Rumpf und Schwanz. Im Maul der Zauneidechse befinden sich spitze Zähne, mit denen sie Beutetiere wie Insekten, Spinnen oder Würmer schnappen und als ganzes schlucken kann. Zauneidechsen sind also Fleischfresser.

Die Wirbelsäule von Zauneidechsen ist äußerst beweglich und spielt eine große Rolle bei der Fortbewegung. Dabei krümmt sich die Wirbelsäule zuerst nach rechts -- linkes Vorderbein und rechts Hinterbein tapsen dabei nach vorne. Dann krümmt sich die Wirbelsäule nach links - dabei bewegen sich rechts Vorderbein und linkes Hinterbein nach vorne. So entsteht der Eindruck einer schlängelnden Fortbewegung.

Der Schwanz der Zauneidechse birgt einen besonderen Trick. Wenn Feinde wie Greifvögel, Schlangen oder Katzen nach dem Schwanz schnappen, wirft die Zauneidechse ihn einfach ab. Der zappelnde Schwanz lenkt die Feinde ab und die Eidechse bringt sich in Sicherheit. Der Schwanz wächst innerhalb von sechs Wochen wieder nach - allerdings nur als kurze Knorpelstange. Ein zweites mal kann die Zauneidechse ihren Trick also nicht anwenden.

Vom Schultergürtel gehen die Vorderbeine ab - vom Hüftgürtel die Hinterbeine. Dazwischen liegen die Rippen des Brustkorbs, die die inneren Organe schützen.

Was sind die inneren Organe der Zauneidechse? Zunächst das Gehirn - es sitzt am Beginn der Wirbelsäule und wird vom Schädelknochen geschützt. Das ist die Lunge - sie wird durch die Bewegung des Brustkorbs geweitet, um Luft anzusaugen. Die Lunge der Zauneidechse besitzt viele Einfaltungen - dadurch kann sie genug Sauerstoff aufnehmen. Das ist besonders wichtig, denn anders als etwa Amphibien besitzen Reptilien keine unterstützende Hautatmung. Das sauerstoffreiche Blut fließt zurück zum Herz, von wo aus es im ganzen Körper verteilt wird.

Der Darm, die Niere und das Geschlechtsorgan münden allesamt in ein und dieselbe Körperöffnung - diese heißt Kloake.

Außen ist die Zauneidechse von einer Hornschuppenhaut bedeckt. Das Schuppenkleid schützt vor Verletzungen und vor dem Austrocknen. Hornschuppen sind abgestorbene Zellen - sie können also nicht mitwachsen. Wenn das Schuppenkleid zu eng ist, wird es abgestreift - darunter befinden sich bereits neue Hornschuppen. Diesen Vorgang nennt man Häutung.

Das Schuppenkleid kann die Zauneidechse allerdings nicht wärmen. Die Körpertemperatur von Reptilien schwankt mit der Außentemperatur - Zauneidechsen sind also wechselwarm. Wenn sich Zauneidechsen in der Sonne aufwärmen, steigert das die Beweglichkeit der Tiere deutlich. Je kälter es ist, desto unbeweglicher werden sie. Im Winter halten sie die sogenannte Winterstarre.

Die Farbe des Schuppenkleids ist perfekt an den Umwelt angepasst. Ihre bräunliche Färbung tarnt Zauneidechsen in ihrem Lebensraum - also auf Böschungen, in Steinbrüchen oder in Weinbergen. Zur Balzzeit färben sich die Flanken der Männchen grün. Damit wollen sie die Aufmerksamkeit der Weibchen auf sich ziehen.

Jetzt weißt du, dass die Zauneidechse, wie auch das Krokodil ein Reptil ist, und sich von Fleisch ernährt. Die Zauneidechse ist ein wechselwarmes Tier und muss regelmäßig ein Sonnenbad nehmen, um aktiv zu werden. Für Ausscheidungen der Niere, des Magens und der Geschlechtsorgane, besitzt die Zauneidechse nur eine Körperöffnung, die Kloake.

Um Jäger abzulenken, kann die Eidechse ihren Schwanz abwerfen. Der Schwanz wächst wieder nach. Die Hornschuppenhaut der Zauneidechse besteht aus abgestorbenen Zellen. Während ihres Wachstums muss sich eine Eidechse häuten. Vielleicht findest du ja mal ein abgeworfenes Hornschuppenkleid! Tschüss und bis zum nächsten Mal.

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2 Kommentare
  1. Default

    Sehr gut erklärt Bio-Team

    Von D4v1d, vor fast 2 Jahren
  2. Default

    Sehr gut erklärt

    Von Deleted User 173450, vor mehr als 2 Jahren