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Transkript Würmer als Parasiten

Würmer haben oft einen schlechten Ruf, da man sie mit Parasitismus in Verbindung bringt. Tatsächlich sind viele Würmer auch Parasiten und leben auf Kosten ihres Wirtes und schädigen ihn somit. In diesem Video möchte ich dir einen Überblick über verschiedene Wurmparasiten geben. Den Bandwurm wollen wir uns etwas genauer anschauen und den Bau und die Lebensweise des Bandwurms kennen lernen.

Madenwurm

Im Tierstamm der Rund- und Plattwürmer findest du die bekanntesten Wurmparasiten. Zu den Rundwürmern gehören die Fadenwürmer, die man auch als Nematoden bezeichnet. Viele Fadenwurmarten leben parasitisch.

Vielleicht hast du schon einmal etwas vom Madenwurm gehört. Das ist nämlich der häufigste Parasit des Menschen überhaupt. Der Madenwurm bewohnt den menschlichen Dick- und Enddarm. Bei einem Befall kann man im Stuhl die kleinen weißen Madenwürmer sehen.

Spulwürmer

Bestimmt hast du auch schon einmal von Spulwürmern gehört, die man im Darm verschiedener Säugetiere finden kann. Auch Spulwürmer gehören zu den Fadenwürmern. Spulwürmer sind wesentlich größer als Madenwürmer und können bis zu 40 cm lang werden. Sie leben im Dünndarm des Menschen oder anderer Säugetiere und verursachen dort Verdauungsstörungen.

Auch Hunde und Katzen können Spulwürmer bekommen. Sowohl der Madenwurm als auch der Spulwurm treten ohne Zwischenwirte auf.

Trichinen

Dagegen sind Trichinen parasitische Fadenwürmer mit einem Wirtswechsel. Die Larven nisten sich im Muskelfleisch ein. Beispielweise können in rohem Schweinefleische solche Muskeltrichinen vorkommen, die durch den Verzehr des rohen Fleisches auch auf den Menschen übertragen werden können. Allerdings muss Fleisch für den menschlichen Verzehr einer Trichinenuntersuchung unterzogen werden, so dass das Risiko einer Infektion verringert wird.

Pflanzliche Nematoden

Wusstest du, dass auch Pflanzen von Würmern befallen werden können? Viele Fadenwürmer sind nämlich pflanzliche Parasiten. Sie dringen in die Wurzeln von Pflanzen ein, leben und vermehren sich dort und schädigen die Pflanze damit.

Entwicklungszyklus des Bandwurms

Zu den Plattwürmern gehören alle Bandwurmarten. Als Beispiele kennst du vielleicht den Fuchs-, Rinder- oder Fischbandwurm. Bandwürmer wechseln im Laufe ihres Entwicklungszyklus in der Regel ihren Wirt; das bezeichnet man als Wirtswechsel: Die Eier werden vom Zwischenwirt aufgenommen, entwickeln sich dort zu Larven und können im Muskelgewebe des Zwischenwirtes Dauerstadien, so genannte Zysten, ausbilden.

Die Larven werden vom Endwirt aufgenommen, wo sich daraus der geschlechtsreife Bandwurm entwickelt, der wieder Eier produzieren kann. Im Falle des Fuchsbandwurms ist der Mensch allerdings ein Fehlwirt, da sich die Larven im menschlichen Körper einnisten, das menschliche Fleisch allerdings nicht von dem entsprechenden Endwirt, dem Fuchs, gefressen wird. Der Entwicklungszyklus wird daher an dieser Stelle unterbrochen. Der ursprüngliche Wirt des Fuchsbandwurms wäre die Feldmaus.

Anpassungen an das Leben als Parasit

Alle Bandwürmer sind an ihre endoparasitische Lebensweise sehr gut angepasst. Das kann man auch an ihrem Körperbau sehr gut nachvollziehen. Am Beispiel des Schweinebandwurms wollen wir uns diese Anpassungen mal genauer anschauen.

Die ausgewachsenen Würmer können sich über Saugnäpfe und einen Hakenkranz am Kopf an der Darmwand des Endwirtes anhaften. So bleiben sie im Darm des Endwirtes und werden nicht mit dem Kot ausgeschieden. Hinter dem Kopf werden fortlaufend neue Glieder, so genannte Proglottiden, abgeschnürrt. Bis zu 1000 Stück können bei einem Bandwurm hintereinander hängen.

Auch die Ernährungsweise ist gut an das parasitische Leben angepasst. Sowohl die Larven als auch die erwachsenen Würmer haben keinen eigenen Darm und ernähren sich im Wirt, indem sie Nährstoffe über die Körperoberfläche aufnehmen. Auch Gliedmaßen und Sinnensorgane fehlen völlig.

Um nicht von den Verdauungsenzymen im Darm angegriffen zu werden, werden in unmittelbarer Nähe des Bandwurms diese Enzyme gehemmt und schädigen den Bandwurm damit nicht.

Weitere Anpassungen an das Leben als Parasit findet man bei der Fortpflanzung der Bandwürmer. Oftmals sind Bandwürmer nämlich Zwitter, die sich selbst befruchten können. Dabei werden die männlichen Samenzellen in den vorderen Proglottiden produziert und befruchten die Eizellen der hinteren Proglottiden. Die jüngeren Proglottiden befruchten also die älteren. Die reifen Endglieder werden zusammen mit den befruchteten Eiern mit dem Kot nach außen befördert.

Die Eier werden freigesetzt und können von einem geeigneten Zwischenwirt aufgenommen werden. Auf diese Weise werden von einem einzigen Bandwurm eine Vielzahl von befruchteten Eiern produziert.

Zusammenfassung

In diesem Video hast du gesehen, dass es viele verschiedene Beispiele für Wurmparasiten gibt, was ihren schlechten Ruf dann rechtfertigt. Zu den Fadenwürmern gehören viele menschliche Parasiten. Als Beispiele hast du hier den Madenwürm, die Spulwürmer und die Trichinen kennen gelernt.

Bandwürmer sind parasitische Vertreter aus dem Stamm der Plattwürmer. Sie haben sich durch vielfältige Eigenschaften perfekt an das Leben als Endoparasit, als Innenparasit, angepasst und besitzen z.B. weder Verdauungs- noch Sinnesorgane. Tschüss und bis zum nächsten Mal!

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