Advent, Advent, 1 Monat weihnachtliche Laufzeit geschenkt.

Nicht bis zur Bescherung warten, Aktion nur gültig bis zum 18.12.2016!

Textversion des Videos

Transkript Vögel – Anpassung an den Flug

Hallo! Warum kann ein Vogel eigentlich fliegen? Könnte der Mensch auch fliegen, wenn er Flügel hätte? Warum dies nicht geht, erfährst du in diesem Video über die einzelnen Anpassungen der Vögel an das Fliegen.

Knochenbau des Vogels

Um fliegen zu können, darf ein Vogel nicht zu schwer sein. Eine z.B. Taube wiegt gerade mal 450 Gramm. Ein Igel gleicher Größe ist doppelt so schwer. Aber was unterscheidet sie?

In erster Linie sind es die Knochen. Die Knochen von Säugetieren und somit auch des Menschen sind mit Knochenmark gefüllt. Vögel haben dünnwandige Knochen, welche hohl sind. Ein einzelner Knochen wiegt somit weniger als einer von Säugetieren.

Skelett des Vogels

Auch das Skelett ist an das Leben in der Luft angepasst. Beim Schlagen mit den Flügeln wirken große Kräfte auf den Körper. Um diesen Kräften standzuhalten, bilden die Brust- und Lendenwirbel der Vögel eine fest miteinander verwachsene Einheit. Auch Beckenknochen und Brustkorb gehören zu dieser Einheit.

Zusätzliche Festigkeit gewinnt der Rumpf von Vögeln durch das Gabelbein und das Rabenschnabelbein. Die starre Rumpfeinheit bildet also den nötigen Widerstand zu den kräftigen schlagenden Flügeln.

Federn des Vogels

Nicht nur die Knochen, sondern auch die Federn von Vögeln sind leicht, eben federleicht. Der Kiel der Feder ist innen hohl. Das macht ihn besonders stabil und leicht.

Das untere Ende des Kiels, die Spule, steckt in der Haut und hält die Feder am Körper. Die Hakenstrahlen, die von den einzelnen Ästen abgehen, verankern sich durch kleine Widerhäkchen ineinander. Dadurch entsteht bei den Flügeln eine zusammenhängende und luftundurchlässige Fläche.

Die Federn der Flügel heißen Schwungfedern. Außerdem gibt es noch die Schwanzfedern, die für die Steuerung zuständig sind. Der Rest des Körpers ist fast vollständig mit Deckfedern bedeckt. Darunter liegen die weichen Daunen. Sie dienen der Wärmeisolierung. .

Luftsäcke und Atmung

Auch das Atmungsorgan eines Vogels ist an das Leben in der Luft angepasst. Fliegen kostet viel Kraft. Der Vogel benötigt also viel Sauerstoff. Deshalb besteht die Lunge aus fein verzweigten Röhren. Zusätzlich dazu verfügt ein Vogel aber auch über sogenannte Luftsäcke. Das sind Ausstülpungen der Lunge, die den gesamten Körper durchziehen.

Beim Atmen werden auch die Luftsäcke mit Luft gefüllt. So verdoppelt sich die Luftmenge, die bei einem Atemzug aufgenommen werden kann. Die Luftsäcke dienen außerdem der Kühlung der beim Fliegen sehr beanspruchten Muskulatur.

Kein zusätzliches Gewicht

Um zusätzlich Gewicht zu sparen, verzichten Vögel auf eine Harnblase. Harn ist schwer - warum sollten sie ihn also ständig mit sich herumtragen? Vögel scheiden ihre Nahrungsreste einfach sehr schnell aus. Zähne sind ebenso unnötiger Ballast. Vögel brauchen keine Zähne, denn die Nahrung, die sie aufnehmen wird im Kropf eingeweicht, im Kaumagen zerrieben und anschließend rasch verdaut.

Fortpflanzung

Die Entwicklung des Ungeborenen findet bei fast allen Säugetieren im Mutterleib statt. Sicher weißt du, das dies bei Vögeln anders ist. Oder? Auch die Fortpflanzung wurde an das Leben in der Luft angepasst. Ein Vogel legt befruchtete Eier. Die Entwicklung und das Wachstum der Vogelembryos findet dann außerhalb des Körpers durch das Brüten statt. Zusätzliches Gewicht wäre beim Fliegen ungünstig.

Verschiedene Flugarten

Doch wie funktioniert das jetzt genau mit dem Fliegen? Dies wollen wir klären, indem wir uns verschiedene Flugarten der Vögel genauer anschauen.

Beim Gleitflug startet der Vogel von einer gewissen Höhe und gleitet langsam nach unten, ohne seine Flügel zu bewegen. Beim Segelflug nutzt der Vogel Aufwinde, die durch warme aufsteigende Luft, z.B. über Feldern, zustandekommen. So kreist ein Vogel langsam nach oben.

Häufig vollziehen sie aber den Ruderflug. Dabei schlagen die Vögel mit den Flügeln und können so einerseits an Höhe gewinnen, aber gleichzeitig auch vorwärts kommen. Bei der Abwärtsbewegung der Flügel stellen sich die Schwungfedern durch den Luftzug automatisch so, dass sich eine durchgängig dichte Fläche ergibt. Gegen den Widerstand der Luft drückt sich der Vogel nach oben.

Bei der Aufwärtsbewegung der Flügel klappen die Federn so um, dass die Luft leicht hindurchströmen kann. Dieses einfache Jalousienprinzip ermöglicht den Ruderflug.

Beim Rüttelflug, welchen nur bestimmte Vogelarten beherrschen, werden die Flügel ganz schnell bewegt, sodass der Vogel für einige Zeit in der Luft stehen kann. Dies ermöglicht z.B. dem Turmfalken Beute am Boden zu lokalisieren, um sich dann im Sturzflug auf jagt zu machen.

Dabei schießt der Falke wie ein Pfeil Richtung Erdoberfläche und schnappt zu. Nur sehr wenige Vögel beherrschen den Schwirrflug, etwa der Koblibri. Auch der Schwirrflug ermöglicht ein Stehenbleiben in der Luft. Anders als bei Ruder- und Rüttelflug beschreiben die Flügel beim Schwirrflug eine liegende Acht. Und das bis zu 70 Mal pro Sekunde.

Zusammenfassung

Fast alle Vögel - perfekt an das Leben in der Luft angepasst. Ihr Rumpf ist stabil und starr und gibt den schlagenden Flügeln den nötigen Widerstand. Die Atmung der Lungen wird durch eine ganze Reihe von Luftsäcken unterstützt, die den ganzen Körper durchziehen. Außerdem wird Gewicht gespart, da Knochen hohl sind, die Kiele der Federn ebenso.

Selbst wenn ein Mensch also Flügel anstelle von Armen hätte, könnte er immer noch nicht fliegen. Ihm fehlt die Leichtbauweise der Vögel. Und würde er wie ein Turmfalke im Sturzflug etwa 290km/h schnell Richtung Erdoberfläche stürzen wollen, würde ihm wohl sehr schwindelig werden. Tschüss!

Informationen zum Video
4 Kommentare
  1. Default

    nice!

    Von Janajung1, vor 17 Tagen
  2. Default

    das ist ein echt tolles video wirklich hilfreich

    Von Andrej Kelbler, vor etwa einem Monat
  3. Default

    War hilfreich !

    Von Sanjana V., vor etwa 2 Monaten
  4. Default

    Tolles Video

    Von Guenther Messmer, vor etwa einem Jahr