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Transkript Tropenkrankheiten: Malaria

Hallo! Ich bin Julia und in diesem Film geht es um Malaria. Malaria entsteht durch den eukaryotischen Einzeller Plasmodium, der von der Anophelesmücke übertragen wird. Der Lebenszyklus von Plasmodium. Wenn die Anophelesmücke sticht, gelangen mit ihrem Speichel viele Sporozoiten ins menschliche Blut. Als Sporozoiten bezeichnet man die infektiösen Stadien von Plasmodium, die sich im Menschen durch Teilung vermehren. Die Sporozoiten wandern in die Leber und dringen in die Leberzellen ein. Dort teilen sich die Sporozoiten so lange, bis die Leberzelle platzt. Die aus den Leberzellen kommenden Plasmodiumzellen bezeichnet man als Merozoiten. Die Merozoiten befallen die roten Blutkörperchen. Sie ernähren sich dort von dem roten Blutfarbstoff Hämoglobin. Wenn sich die Merozoiten stark vermehrt haben, platzen die roten Blutkörperchen auf. Das Aufplatzen der Blutzellen löst beim erkrankten Menschen eine starke Immunreaktion aus, er bekommt hohes Fieber. Da alle von den Merozoiten befallenen Blutkörperchen ungefähr gleichzeitig zerstört werden, hat der Malariakranke wiederkehrende Fieberschübe. Wenn die Merozoiten die Blutzellen verlassen haben, befallen sie neue Blutkörperchen. Die Zerstörung der roten Blutkörperchen führt, besonders bei Kindern, zu Blutarmut. Nach ungefähr 1 Woche bilden sich aus den Merozoiten Geschlechtszellen, sogenannte Gametozyten. Sticht die Anophelesmücke den erkrankten Menschen noch ein Mal, so gelangen die Gametozyten mit dem Blut in den Darm der Mücke. Dort finden sich weibliche und männliche Geschlechtszellen und verschmelzen miteinander. Es entsteht eine Zygote. Die Zygote wandert in die Speicheldrüse der Mücke und bildet dort viele neue Sporozoiten, die darauf warten, wieder in das menschliche Blut zu gelangen. Plasmodium ist ein Parasit, der darauf angewiesen ist, seinen Wirt zu wechseln. Er braucht sowohl die Anophelesmücke als auch den Menschen, um sich erfolgreich fortzupflanzen. Es gibt 4 unterschiedliche Arten von Plasmodium, die unterschiedlich schwere Malaria-Formen auslösen: Malaria tertiana, Malaria qurtana und Malaria tropica. Alle Malariaarten haben gemeinsam, dass sie wiederkehrende Fieberschübe, Schüttelfrost und Magen-Darm-Krämpfe auslösen. Am gefährlichsten ist die Malaria tropica. Besonders für Kinder endet sie häufig tödlich. Jährlich erkranken 300 bis 500 Millionen Menschen an Malaria, von denen 1/2 Million an dieser Krankheit stirbt. Häufig, weil die erkrankten Menschen sich die helfenden Medikamente nicht leisten können. Verbreitung. Besonders von Malaria betroffen ist Afrika, aber auch in den Tropen in Südamerika und Asien tritt Malaria auf. Bis ins 20. Jahrhundert war Malaria auch in Europa verbreitet. Erst die Trockenlegung von Sümpfen und der starke Einsatz von Insektenschutzmitteln hat sie weit zurückgedrängt. Vor Malaria kann man sich schützen, indem man sich vor der Anophelesmücke durch Mückensprays, lange Kleidung oder Moskitonetze schützt. Es gibt außerdem verschiedene Medikamente, um Malaria zu bekämpfen, wenn sie bereits ausgebrochen ist, zum Beispiel Chinin oder chininähnliche Substanzen. Diese Medikamente können bei hohem Malaria-Risiko auch prophylaktisch eingenommen werden. Manche Menschen sind quasi immun gegen Malaria. Diese Immunität wird durch eine Erbkrankheit ausgelöst, die Sichelzellanämie. Wer eine Sichelzellanämie hat, dessen rote Blutzellen sind sichelförmig gebogen. In diesen sichelartigen Blutzellen kann sich Plasmodium schlechter vermehren und die Malaria hat einen weniger schweren Verlauf. Zusammenfassung. Malaria wird durch den Einzeller Plasmodium hervorgerufen und von der Anophelesmücke übertragen. Plasmodium kommt als Sporozoit ins menschliche Blut und wandert in die Leber, um sich zu vermehren. Es entstehen viele Merozoiten, die ihrerseits die roten Blutkörperchen befallen. In den Blutkörperchen vermehren sich die Merozoiten stark. Die Zellen platzen und viele neue Merozoiten werden freigesetzt. Sie befallen erneut rote Blutkörperchen. Nach einiger Zeit entstehen Geschlechtszellen, sogenannte Gametozyten. Diese werden bei einem erneuten Stich wieder von der Anophelesmücke aufgenommen. Im Darm der Mücke verschmelzen männliche und weibliche Geschlechtszellen und es entsteht eine Zygote. Aus ihr bilden sich erneut Sporozoiten, die auf den Menschen übertragen werden können. Ich hoffe, euch hat dieser Film gefallen und ihr habt viel dazugelernt. Tschüss!

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4 Kommentare
  1. Default

    Ach nee... Die Sporozoiten durch Schizogonie...^^

    Von Yunmi220, vor mehr als 2 Jahren
  2. Default

    Also wir haben in der Schule gelernt dass sich die Sporozoiten durch Sporogonie vermehren und die Zygoten durch Sporogonie und den Gametozyten gebildet werden. Außerdem nistet sich die Zygote dann auch in die Darmwandzelle der Mücke wo Ookineten zu Oocysten anwachsen. Wenn diese platzen werden Tochtercysten und Sporozoiten freigesetzt.
    Ist das nicht auch richtig?? Wenn ja sollte man das doch erwähnen.^^

    Von Yunmi220, vor mehr als 2 Jahren
  3. Img 20121117 215012

    supper video !

    Von Furkan K., vor mehr als 3 Jahren
  4. Default

    sehr anschaulich und informativ!

    Von Elena1995, vor mehr als 4 Jahren