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Transkript Systematik der Wirbellosen

Hallo! Wenn man jemanden nach verschiedenen Tierarten fragt, dann werden meist Wirbeltiere aufgezählt: Rehe, Hasen, Füchse, Katzen, Elefanten, Frösche und und und. Sie alle besitzen ein Skelett und eine Wirbelsäule. Obwohl man bei Tierarten zuerst meist an Wirbeltiere denkt, machen sie nur 5% aller Tierarten aus.

Welche Tiere sind dann die übrigen 95%? Es sind die Wirbellosen. In diesem Video wollen wir uns einige Stämme der Wirbellosen näher ansehen. Du wirst merken, dass du eine ganze Reihe von wirbellosen Tieren kennst!

Stamm der Weichtiere

Über eine Million Tierarten - das sind 95% aller Tierarten auf der Welt - gehören zu den Wirbellosen. Ihre Gemeinsamkeit ist, dass sie keine Wirbelsäule besitzen. Um diese große Menge an Tieren besser zu überblicken, hat man sie in verschiedene Stämme eingeteilt. Die Tiere eines Stammes haben bestimmte Merkmale gemeinsam. Es gibt z.B. den Stamm der Weichtiere.

Zu den Weichtieren zählen beispielsweise Schnecken und Muscheln. Obwohl sie ein sehr unterschiedliches Erscheinungsbild haben, besitzen sie doch einige Gemeinsamkeiten wie einen muskulösen Fuß und einen Eingeweidesack der von einem sogenannten Mantel umgeben ist.

Typisch ist auch eine feste Kalkschale, die viele Weichtiere ausbilden. Bei Schnecken und Muscheln dient diese als sichere Behausung. Bei den Kopffüßern, zu denen etwa Kraken und Kalmare gehören, liegt sie im Körperinneren und wird als Schulp bezeichnet. Wird dort Gas eingelagert, sorgt der Schulp für den nötigen Auftrieb im Wasser.

Stamm Gliederfüßer

Ein anderer Stamm der Wirbellosen sind die Gliederfüßer. Diese Gruppe ist besonders artenreich. Rund drei Viertel aller bekannten Tierarten zählen zu den Gliederfüßern. Herausragendes Merkmal der Gliederfüßer ist ein festes Außenskelett, der Chitinpanzer, der den Körper umgibt. Da er jedoch nicht mitwächst muss er regelmäßig erneuert werden, Gliederfüßer häuten sich dahher, ähnlich wie bei den Reptilien die Schlangen.

Gliederfüßer verfügen über deutlich segmentierte Beine und ein Strickleiternervensystem. Das Blut der meisten Gliedefüßer fließt nicht in Adern - wie etwa beim Menschen, sondern strömt frei durch den Körper. Man nennt dies einen offenen Blutkreislauf.

Die Entwicklung und das Heranwachsen von Gliederfüßern nennt man auch Metamorphose. Sie beginnt beim Ei, verläuft über ein oder mehrere Larvenstadien und endet beim geschlechtsreifen Tier. Die Gliederfüßer teilt man in verschiedene Klassen bzw. Unterstämme ein. Die Spinnentiere - zu denen auch Milben und Zecken gehören - haben vier Beinpaare und keine Antennen. Die Insekten besitzen meist drei Beinpaare sowie Antennen.

Viele Insekten haben Flügel. Denke nur an Fliegen, Bienen, Schmetterlinge oder verschiedene Käfer. Krebstiere wie der Hummer, die Krabbe oder auch die Mauerassel verfügen über zwei Paar Antennen. Kopf und Brust bilden eine Starre Einheit - das sogenannte Kopfbruststück.

Die Klasse der Tausendfüßer zeichnet sich durch ihren langen, sehr stark segmentierten Körper aus, von dem viele Beinpaare abgehen. Der Stamm der Gliederfüßer ist sehr artenreich und hat eine Fülle von unterschiedliche Erscheinungsformen hervorgebracht - vom bunten Schmetterling bis zum wendigen Hundertfüßer.

Verschiedene Würmer

Auch Würmer zählen zu den Wirbellosen. Für Würmer gibt es eine ganze Reihe unterschiedliche Stämme, etwa Plattwürmer oder Ringelwürmer. Zu den Plattwürmern zählt etwa der Bandwurm. Er lebt parasitär - also auf Kosten einer anderen Tierart. Bandwürmer nisten sich im Darm ihres sogenannten Wirts ein. Interessanterweise verfügt der Bandwurm selber über keinen Darm. Die Ausscheidung erfolgt - wie auch die Nahrungsaufnahme - allein über die Haut.

Zu den Ringelwürmern zählt etwa der Regenwurm. Im Gegensatz zu Insekten ist das Blutsystem von Ringelwürmern geschlossen. Der Körper von Ringelwürmer ist deutlich segmentiert. Denke nur an die ringartigen Abschnitte eines Regenwurms!

Stachelhäuter

Einen weiteren Stamm bilden die Stachelhäuter. Dazu zählen etwa der Seestern, der Seeigel oder auch die Seewalze. Ihnen gemeinsam ist ein Skelett aus Kalk. Auch bauen alle Stachelhäuter ihren Körper auf einer Fünfstrahligkeit auf. Beim fünfstrahligen Seestern ist dies deutlich zu sehen. Oft kommt es auch zu einer Vervielfachung der Fünfstrahligkeit. Es gibt Seesterne mit 50 Strahlen. 50 sind 10 mal 5. Bestimmte Seenelken besitzen 200 Strahlen. 200 sind 40 mal 5. Oft bilden Stachelhäuter auch Stacheln aua, wie dieser Seeigel.

Zusammenfassung

Insgesamt gibt es über 30 verschiedene Stämme der Wirbellosen. Weichtiere, Gliederfüßer, Ringelwürmer und Stachelhäuter sind nur vier davon. Weitere Stämme sind etwa die Nesseltiere oder die Schwämme.

Alle Wirbellosen zusammen machen 95% aller Tierarten auf der Erde aus. Ihre Vielfalt an Größen, Formen, Lebensräumen und Farben ist atemberaubend. Allen Wirbellosen gemein ist, dass sie kein knöchernes Skelett oder eine Wirbelsäule besitzen. Tschüss und bis zum nächsten Mal!

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