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Transkript Stockwerkbau des Mischwaldes

Hallo, ich bin Natascha und ich erkläre euch heute den Stockwerkaufbau des mitteleuropäischen Mischwaldes. Wir schauen uns die verschiedenen Stockwerke mit ihren Vertretern an, die klimatischen Faktoren im Wald und die Tiere, die in ihm leben.  Unser Mischwald ist ein Ökosystem, an dem sich sehr gut erklären lässt, was Schichtung in einem Biotop bedeutet. Dieses Prinzip gibt es in jedem Ökosystem. Und in jedem Ökosystem, das auf dem Festland angesiedelt ist, gibt es zumindest 3 Schichten: Oberirdische Schichten, Bodenoberfläche und Bodenschichten. Sogar die Tierarten im Wald sind mehr oder weniger an die Schichten und damit an die Pflanzen, die darin leben, gebunden. Im Kronenraum der Buchen und Eichen leben die Vögel und deren Fressen, die Insekten. Eichhörnchen, Siebenschläfer und Baummarder sind Säugetiere, die die Kronenschicht beleben. Die hohen Bäume vermehren sich hauptsächlich durch Windbestäubung. Weiter unten, in den Kraut- und Strauchschichten von Haselnuss, Lärchensporn und Scharbockskraut, leben viele Arten blütenbesuchender Insekten, wie Bienen und Schmetterlinge. Am Boden leben Wildschweine, Hirsch, Reh und Dachs. Und man kann Sternmoos und Widertonmoos finden. Im Boden, wo die Pelze ihre Netze weben und die Kräuter und Baumwurzeln zu finden sind, leben kleine Tiere wie Maulwurf und Wühlmaus, Larven und Würmer. Je reicher ein Wald an Schichten ist, umso mehr verschiedener Arten beherbergt er auch. Vielleicht könnte man eher sagen, die vielen verschiedenen Arten in einem Wald bilden die vielen verschiedenen Schichten. In einem Eichenwald, der üppige Kraut- und Strauchschichten hat, leben viel mehr Tierarten als in einem dunklen Buchenwald, der nur schwach entwickelte untere Stockwerke hat. Die vielen Schichten wirken wie eine Isolationsschicht, die extreme Klimaeinflüsse abmildert. Und zwar immer von oben nach unten. Die Baumkronen nehmen das meiste Licht, sodass unten am Waldboden nur ein kleiner Bruchteil des Tageslichts ankommt und die anderen Pflanzen sich daran anpassen müssen. Auch den Regen halten die Baumkronen zur Hälfte ab. Und wenn die Kraut- und Moosschicht ihren Teil genommen haben, kommt am Boden nur noch ein Viertel des Regens an. Dafür sind die Pflanzen im Waldinneren auch vor starkem Wind geschützt und die Temperaturunterschiede, sowohl zwischen Tag und Nacht als auch zwischen Sommer und Winter, werden von den Bäumen abgemildert. Im Grunde genommen wird der Wald also von den Bäumen bestimmt. Sie wirken als klimatischer Puffer, verteilen Licht und Temperatur, aus ihrer eigenen Streu wird der Waldboden genährt und es entsteht der Humus, ihre Wurzeln trinken das meiste Wasser und was für Pflanzen und Tiere in den anderen Schichten leben, hängt unmittelbar davon ab, was für Bäume im Wald stehen.  Wenn wir uns den Ökofaktor Licht näher ansehen, können wir gut erkennen, wie stark sich die unterschiedlichen Pflanzen an ihre Lebensbedingungen angepasst haben. Jede Pflanze hat einen Toleranzbereich gegenüber dem Faktor Licht, der durch ein Maximum und ein Minimum begrenzt wird. Das Minimum ist der kleinste Wert an Licht, den eine Pflanze zum Leben braucht. Bei dieser Helligkeit kann die Pflanze genau ihren minimalen Energiebedarf kompensieren. Deshalb heißt dieser Punkt Lichtkompensationswert. Aber um zu wachsen und Reserven anzulegen, braucht die Pflanze mehr Energie, die sie aus der Photosynthese gewinnt. Je mehr Licht die Pflanze bekommt, umso mehr Photosynthese betreibt sie, und zwar so lange, bis sie das Optimum erreicht hat, die Lichtsättigung. Das ist der Punkt, an dem keine Steigerung der Photosynthese mehr erfolgt. Ganz unten am Waldboden, wo am wenigsten Licht hinkommt, wachsen die Laubmoose, die einen Kompensationspunkt bei 1/2000 des vollen Tageslichts haben. Die Eiche hingegen braucht wenigstens 1/9. Und die Frühblüher haben ihre aktivste Zeit im Jahr dann, nämlich ihre Blüte, wenn die Bäume noch keine Blätter tragen und durch die Äste viel Licht zum Boden kommen kann.  Wir haben also gesehen, dass Ökosysteme in Schichten aufgeteilt sind, und haben uns den Wald angeschaut mit den verschiedenen Stockwerken und deren Pflanzen und Tieren. Wir haben die Ökofaktoren Licht, Wind, Temperatur und Wasser betrachtet und wie sich verschiedene Pflanzen in ihren ökologischen Nischen eingerichtet haben.  Ich hoffe, es hat euch gefallen und wir sehen uns im nächsten Video. 

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12 Kommentare
  1. Serpil

    Hallo,
    bei Photosynthese handelt es sich noch um die alte Schreibweise. Beide Schreibungen sind richtig.
    Viele Grüße aus der Redaktion!

    Von Serpil Kilic, vor 11 Tagen
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    Wird es nicht Fotosynthese geschrieben anstatt Photosynthese?

    Von Home 11, vor 16 Tagen
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    Man hatt in ca. Der 5ten Minute ihren Kopf gesehen ist aber nicht schlimm sehr gutes Video!

    Von Sylviahertel, vor 27 Tagen
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    Man kann ihr Kopf sehen
    ansonsten sehr gut
    GG

    Von Unknown U., vor 6 Monaten
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    lololoolololololololo : )

    Von Luzie Reisch, vor etwa einem Jahr
  1. Default

    Echt Super erklärt und schön gemalt

    Von Janinsen, vor fast 2 Jahren
  2. Default

    eig. ganz gut aber ein bisschen unübersichtlich

    Von Hans71christian, vor etwa 2 Jahren
  3. Default

    LOLOLOLOLLOLO

    Von Hansolo S, vor etwa 2 Jahren
  4. Default

    :)

    Von Riskand, vor etwa 3 Jahren
  5. Default

    dankeschööön:)

    Von Lernbox, vor fast 4 Jahren
  6. Default

    Seehr Hilfreich ^_^
    Dankee C:

    Von Thao Vy, vor mehr als 4 Jahren
  7. Default

    ganz prima

    Von Kk1970, vor mehr als 5 Jahren
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