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Transkript Stammbaum der Wirbeltiere

Hallo! Die meisten großen Lebewesen auf unserer Erde sind Wirbeltiere: Haie, Krokodile, Elefanten, Seeadler und auch der Mensch. Obwohl diese Tiere sehr unterschiedlich aussehen, haben sie ein gemeinsames Merkmal: eine Wirbelsäule. Und diese ist auch eine wichtige Voraussetzung dafür, dass ein Tier eine bestimmte Größe erreichen kann. Denn die Wirbelsäule stützt den Körper und verhindert, dass er in sich zusammenbricht.

Aber wie sieht eigentlich der Stammbaum der Wirbeltiere aus? Wie sind die Wirbeltiere untereinander verwandt? Das möchte ich dir in diesem Video erklären.

Ur-Wirbeltier

Die Wirbeltiere nennt man auch Vertebraten und ihnen ist eine stützende Wirbelsäule gemeinsam. Man schätzt, dass das erste Wirbeltier, also sozusagen das Ur-Wirbeltier, vor mehr als 500 Mio. Jahren gelebt hat. Von diesem Ur-Wirbeltier stammen alle lebenden und auch die bereits ausgestorbenen Wirbeltierarten ab. Nach und nach entwickelten sich aus diesem Ur-Wirbeltier neue Wirbeltierarten, die sich dann weiter entwickelten.

Heute kommen auf der Erde etwa 55.000 Wirbeltierarten vor. Die Merkmale dieser neu entstehenden Wirbeltiere wurden mit der Zeit immer komplexer. Manche Merkmale wie z.B. eine Lunge wurden dabei nur einmal „erfunden“ und dann weitervererbt. So gab es zunächst die im Wasser lebenden Tiergruppen wie die Fische, später die Amphibien, Reptilien und Vögel. Und am Ende entstanden solch komplexe Wirbeltiere wie die Säugetiere, zu denen ja auch der Mensch gehört. Wie es mit den Abstammungen genau aussieht, wollen wir uns jetzt anschauen.

Kieferlose

Aber welche Tiergruppe ist eigentlich die älteste? Dem Ur-Wirbeltier am ähnlichsten ist die Tiergruppe der Kieferlosen, die noch keinen Kiefer besitzen. Heute leben aus dieser Gruppe nur noch die Neunaugen und die Schleimaale. Die daraus entstandenen Panzerfische sind heute ausgestorben, so dass es sie heute nicht mehr gibt.

Knorpelfische

Dann entstanden die Knorpelfische, die bereits einen Kiefer besitzen. Zu ihnen gehören die Haie und Rochen, die du sicherlich schon einmal im Zoo gesehen hast. Wie der Name schon sagt, besteht das Skelett der Knorpelfische aus Knorpelmaterial.

Knochenfische

Die Knochenfische entwickelten sich erst später. Bei ihnen ist das Skelett im vollständig oder teilweise verknöchert. Hering, Lachs und Karpfen sind Vertreter dieser Tiergruppe. Alle Knochenfisch-Arten gemeinsam machen etwa die Hälfte aller Wirbeltierarten aus. Daran kannst du sehen, wie vielfältig die Tiergruppe der Knochenfische ist.

Amphibien

Im weiteren Verlauf der Evolution kam es zum Entstehen der Amphibien. Diese sind noch weitestgehend an das Leben im Wasser gebunden, können sich aber auch schon an Land aufhalten. Sie sind also die älteste Klasse der Landwirbeltiere. Sie können nämlich zusätzlich zur Hautatmung auch über Lungen atmen und das sichert auch an Land eine ausreichende Sauerstoffversorgung. Zu den Amphibien gehören die Frösche, Kröten, Molche und Salamander.

Reptilien

Weitere Anpassungen an das Leben an Land gibt es dann bei den Reptilien. Bei ihnen findet nämlich bereits eine innere Befruchtung statt, so dass keine Abhängigkeit zum Wasser mehr besteht. Auch ihre schuppige Haut ist eine Anpassung an das dauerhafte Landleben. Die Eier der Reptilien haben harte Kalkschalen, die den Nachwuchs vor Austrocknung schützen. Neben Schildkröten, Echsen und Krokodilen gehören auch die Schlangen zu den Reptilien. Und auch die bereits ausgestorbenen Dinosaurier waren Reptilien.

Vögel

Von den Dinosauriern stammen die Vögel ab. Es entwickelten sich im Laufe der Evolution Federn, die vor Kälte schützten, und zudem wurden ihre vorderen Gliedmaßen zu Flügeln umgewandelt, die das Fliegen ermöglichten. Außerdem sind Vögel gleichwarm und halten ihre Körpertemperatur gleich bleibend auf 42°C. Beispiele für Vögel fallen dir bestimmt viele ein, oder? Hühner, Schwalben und Adler sind Vögel, aber auch die Pinguine, bei denen es sich um flugunfähige Wasservögel handelt.

Säuetiere

Die Säugetiere entstanden aus einem gemeinsamen Vorläufer mit den Reptilien. Sie gebären lebend und säugen ihren Nachwuchs. Das Schnabeltier ist etwas ganz besonderes. Es ist zwar auch ein Säugetier, legt jedoch Eier. Die Nachkommen werden nach dem Schlüpfen gesäugt.

Ein Fell schützt den Körper der Säugetiere vor Kälte, womit die Körpertemperatur gut konstant gehalten werden kann. Katzen, Elefanten und Mäuse gehören zu den Säugetieren, aber z.B. auch die Fledermäuse und Wale. Und wir Menschen sind natürlich auch Säugetiere.

Zusammenfassung

Obwohl die Wirbeltiere sehr unterschiedlich sind, haben sie ein ganz charakteristisches Merkmal: Ihre Wirbelsäule, die ihren Körper stützt. In diesem Video hast du den Stammbaum der Wirbeltiere und die Abstammungen der Tiergruppen voneinander kennen gelernt.

Die älteste Wirbeltierklasse bilden die Kieferlosen, zu denen z.B. die noch heute vorkommenden Schleimaale gehören. Später entwickelten sich daraus die Knorpel- und Knochenfische, die Amphibien, die Reptilien und die Vögel. Die Säugetiere, zu denen auch wir Menschen gehören, entwickelten sich aus einem gemeinsamen Vorläufer mit den Reptilien. Tschüss und bis zum nächsten Mal!

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