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Transkript Spinnentiere – innerer und äußerer Bau

Hallo! Viele Menschen wissen sehr wenig über sie und fürchten sie doch - oder gerade deshalb - außerordentlich: Spinnen. In diesem Video wollen wir uns den Bau von Spinnentieren am Beispiel einer sogenannten „echten Spinne“ etwas genauer ansehen.

Dabei gehen wir unter anderem auf die Merkmale „äußere Verdauung“, „Röhrenherz“ und „Tracheen“ ein. Wenn du Spinnen erstmal genauer kennst, verlieren sie vielleicht einen großen Teil ihres Schreckens.

Spinnentiere

Webspinnen sind jene Spinnenarten, die über Spinnwarzen verfügen und auf diese Weise Spinnfäden produzieren können. Sie werden auch als „echte Spinnen“ bezeichnet. Die Kreuzspinne zählt zum Beispiel dazu.

Zur Tierklasse der Spinnentiere zählen aber neben den „echten Spinnen“ unter anderen auch Weberknechte, Skorpione und Milben. Oft werden Spinnen fälschlicherweise zu den Insekten gezählt. Es gibt aber eine Reihe von Merkmalen, die Spinnen von Insekten unterscheidet.

Aufbau

Der Körper einer Spinne besteht nur aus zwei Abschnitten, dem Vorderkörper - auch Kopfbruststück genannt - und dem Hinterleib. Spinnen besitzen ein Außenskelett aus Chitin. Dieser Chitinpanzer gibt dem Körper Halt.

Am Kopfbruststück sitzen die acht Punktaugen der Spinne - es gibt auch ein paar Arten, die nur über 6 Punktaugen verfügen. Da Spinnen meist nachtaktive Jäger sind, spielt der Sehsinn allerdings keine bedeutende Rolle für sie.

Der Tastsinn ist dafür umso besser ausgeprägt. Der Körper einer Spinne ist mit tausenden Tasthärchen überzogen, die die feinsten Erschütterungen wahrnehmen können. An den Beinen der Spinnen befinden sich zudem spezielle Sinnesorgane, mit denen sie sogar Schallwellen registrieren können.

Vom Kopfbrustteil gehen außerdem die acht stark gegliederten Beine einer Spinne ab. Die Zahl der Beine ist ein wesentlicher Unterschied zu den Insekten, denn diese verfügen nur über 6 Beine. Der Hinterleib beherbergt fast alle Organe.

Im Inneren der Spinne

Eine Spinne verfügt über einen offenen Blutkreislauf. Im röhrenförmigen Herz wird das Blut nach vorne gepumpt, wo es sich in den Kopfbrustteil ergießt und weiter in den Hinterleib dringt. Indem es die Organe umspült, versorgt es sie mit Sauerstoff und Nährstoffen. Im Hinterleib wird das Blut wieder durch kleine Öffnungen vom Röhrenherzen aufgenommen.

Die Atmung von Spinnen erfolgt über die Tracheen. Tracheen sind ein verzweigtes Röhrensystem. Die Luft dringt über kleine Öffnungen an der Außenhülle in das Röhrensystem ein und verteilt sich über das Blut im ganzen Körper. Zusätzlich besitzen Spinnen auch eine Fächertrachee. In feinen Lamellen findet auch dort der Gasaustausch statt.

Der Saugmagen geht direkt in den Darm über - zusammen durchziehen beide den gesamten Körper der Spinne. Spinnen verfügen über ein Strickleiternervensystem. Da die Abstände zwischen den einzelnen Nervenknoten aber sehr klein sind und die Knoten gleichzeitig sehr groß werden, ist das Nervensystem stark verdichtet.

Mundwerkzeug und Spinndrüsen

Im Gegensatz zu Insekten haben Spinnen niemals Flügel oder Fühler. Spinnen verfügen nur über kleine Kiefertaster, mit denen sie die Nahrung befühlen können.

Vorne an den Kieferklauen sitzen die Giftklauen, die wie ein Taschenmesser eingeklappt werden können. Darüber liegen die Giftdrüsen. Alle Spinnen leben räuberisch. Ihre Opfer werden meist mit einem Giftbiss gelähmt oder getötet.

Da die Mundwerkzeuge einer Spinne nicht zum Zerkleinern der Mahlzeit taugen, injiziert sie dem Opfer über die Bisswunde Verdauungsflüssigkeit. Wenn sich die Weichteile des Opfers aufgelöst haben, saugt sie der Saugmagen heraus. Die Verdauung findet also hauptsächlich außerhalb des Spinnenkörpers statt. Man spricht von einer äußeren Verdauung.

Am hinteren Ende der Spinne sitzen die Spinnwarzen. Aus ihnen tritt der in den Spinndrüsen produzierte Spinnfaden aus. Dieser Spinnfaden ist zwanzig mal dünner als ein menschliches Haar. Er ist elastischer als Nylon und fester als Stahl. Nicht alle Spinnen bauen daraus ein kunstvolles Netz. Manche nutzen ihn nur, um sich abzuseilen oder um die Eier in einem Kokon zu verpacken.

Zusammenfassung

Jetzt weißt du also, dass zu den Spinnentieren neben den „echten Spinnen“ auch Weberknechte, Skorpione und Milben gehören. Im Gegensatz zu Insekten besitzen Spinnentiere 8 Beine und verfügen weder über Flügel noch Fühler. Spinnentiere haben einen offenen Blutkreislauf, Tracheenatmung und ein Strickleiternervensystem. Kieferklaue und Giftklaue dienen zur Erlegung von Beute. Aus den Spinnwarzen tritt der Spinnfaden aus.

Übrigens ist keine der heimischen Spinnen für den Menschen gefährlich. Weltweit gibt es nur circa 30 Spinnenarten, die dem Menschen gefährlich werden können. Die Vogelspinne zählt nicht dazu - ihr Biss ist mit einem Wespenstich vergleichbar. Bei den meisten Spinnen gibt es also keinen Grund, sich in Angst und Schrecken versetzen zu lassen. Tschüss!

Informationen zum Video
1 Kommentar
  1. Default

    super Video mit tollem zusatzmaterial zum Üben!

    Von Tsrudderf, vor etwa einem Jahr