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Transkript Schnecke – innerer und äußerer Bau

Hallo! Wenn es geregnet hat oder wenn du unter Steine schaust, kannst du sie überall beobachten: Schnecken. Sie gehören zu den Weichtieren, einem sehr artenreichen Stamm im Tierreich. Welche Tiere noch zu den Weichtieren gehören und welche gemeinsamen Merkmale sie haben, erfährst du in diesem Video. Danach wollen wir uns den Bau der bei uns heimischen Weinbergschnecke genauer anschauen.

Weichtiere - allgemeine Merkmale

Die Weichtiere bilden einen artenreichen Stamm mit über 100.000 Arten. Neben den Schnecken gehören auch die Muscheln und Kopffüßer oder Tintenfische zu diesem Stamm. Der Körper der Weichtiere ist nur wenig gegliedert und meist symetrisch aufgebaut. Sie besitzen keine Gliedmaßen wie etwa die Gliedertiere oder Wirbeltiere. Ihr Körper wird oft von einer Kalkschale geschützt. Diese hast du bestimmt schon einmal am Strand gesammelt oder als Schneckenhaus im Garten gefunden, oder?

Bei den Tintenfischen ist diese Kalkschale zurückgebildet oder gar nicht vorhanden. Weichtiere besitzen zudem ein offenes Blutsystem, bei welchem ein Herz das Blut in Bewegung setzt. Die Atmung der Weichtiere erfolgt durch Kiemen in der Mantelhöhle oder durch Lungen. Die Nervenstränge des Nervensystems verbinden die Ganglien. Die Fortpflanzung erfolgt über Eier, die schließlich zu voll entwickelten kleinen Schnecken hervorbringen.

Kopf, Fuß, Mantel und Eingeweidesack

Am Beispiel der bei uns heimischen Weinbergschnecke wollen wir uns den Körperbau der Weichtiere jetzt einmal genauer ansehen. Den Körper der Weichtiere kann man allgemein in den Kopf, Fuß, Mantel und Eingeweidesack unterteilen.

Bei der Weinbergschnecke kannst du diese Körperteile gut erkennen: Am Kopf findest du die Sinnesorgane wie z.B. die Augen und die raspelartige Zunge. Der muskulöse Fuß dient der Fortbewegung. Der Mantel bildet die Kalkschale, also das Schneckenhaus. Im Inneren des Schneckenhauses befindet sich der Eingeweidesack mit den inneren Organen. Der Hohlraum zwischen Körper und Mantel heißt Mantel- oder Atemhöhle.

Sinnesorgane und Verdauung

Die Weinbergschnecke besitzt an ihrem Kopf vier Tentakel. Die oberen, längeren zwei Tentakel heißen Augententakel und beherbergen die beiden Augen. Die unteren beiden sind Sinnestentakel mit Geruchs- und Tastsinn und dienen der Orientierung. Diese Sinnesorgane sind sehr empfindlich. Bei der kleinsten Berührung zieht die Schnecke ihre Tentakel ein oder verkriecht sich ganz in ihr Schneckenhaus. Das kannst du auch selbst einmal ausprobieren, wenn du z.B. vorsichtig einen Grashalm oder ein Blatt auf die Tentakel der Schnecke zu bewegst, zieht sie diese sofort ein.

Im unteren Bereich des Kopfes befindet sich der Mund mit einer besonderen Raspelzunge, die auch als Radula bezeichnet wird. Dabei handelt es sich um ein plattenartiges Organ, das mit ganz kleinen Zähnchen besetzt ist. Mit der Radula kann die Schnecke ihre Nahrung sowohl abraspeln als auch zerkleinern. Bei einem solchen Mundwerkzeug kann man sich gut vorstellen, wie eine Schnecke ein leckeres Salatblatt abraspelt, oder?

Aber nicht nur Blätter werden gefressen, sondern auch Früchte, Pilze oder Flechten. Speicheldrüsen münden in den Schlund und sorgen dafür, dass die Nahrung schon verdaut ist, bevor sie in den Magen gelangt.

Atmung und innere Organe

Da die Weinbergschnecke zu den Lungenschnecken gehört, besitzt sie eine Lunge zum atmen. Diese befindet sich in der Mantelhöhle. Am Rand liegt eine Öffnung, das Atemloch, welches sich im Wechsel öffnet und schließt. In der Lunge wird sauerstoffarmes Blut mit Sauerstoff angereichert und mit Hilfe des Herzes über Aterien in die Leibeshöhle gepumpt.

Die Schnecke kann zusätzlich noch über ihre Haut atmen, was man als Hautatmung bezeichnet. In die Atemhöhle münden zudem noch die Ausgänge der Verdauungsorgane, durch die die Exkremente ausgeschieden werden. Jede Schnecke ist zudem ein Zwitter, d.h. sie besitzt sowohl männliche als auch weibliche Geschlechtsorgane im Eingeweidesack. Die Ausgänge der Geschlechtsorgane befinden sich seitlich des Kopfes.

Zusammenfassung

Schau dir beim nächsten Regen mal genauer eine Schnecke an. Wie du in diesem Video gesehen hast, kannst du bei der Weinbergschnecke leicht die vier charakteristischen Körperteile der Weichtiere finden: Der Kopf mit den Sinnesorganen und der Raspelzunge dient der Orientierung und Zerkleinerung der Nahrung.

Der muskulöse Fuß ist für die Fortbewegung der Schnecke zuständig. Der Mantel bildet die stabile Kalkschale, also das Schneckenhaus. Im Eingeweidesack befinden sich die inneren Organe wie das Herz, der Verdauungsapperat , die Lunge und die Geschlechtsorgane. Tschüss und bis zum nächsten Mal!

Informationen zum Video
2 Kommentare
  1. Default

    Super

    Von Dunja Folkens, vor 12 Monaten
  2. Default

    Danke hat mir geholfen

    Von Nassershayesteh1965, vor etwa 2 Jahren