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Transkript Rosengewächse – Was haben Erdbeere und Kirsche gemeinsam?

Hallo! Apfel, Schlehe, Rose, Erdbeere. Sehr unterschiedliche Pflanzen - und doch gehören sie alle zur Familie der Rosengewächse. Was sind die gemeinsamen Merkmale von Rosengewächsen? Welche Vertreter gibt es? In diesem Video erfährst du mehr darüber!

Rosengewächse

Die Vielfalt der Pflanzen ist sehr groß. Einige Pflanzen haben aber gemeinsame Merkmale. Also fasst man bestimmte Pflanzen mit den selben Merkmalen zu Familien zusammen. Solche Merkmale können etwa der Bau der Blüte, die Zahl der Blüten- oder Kelchblätter oder die Art der Früchte sein.

Das ist die Blüte einer Erdbeere. Sie ist eine der bekanntesten Nutzpflanzen überhaupt. Die Erdbeerblüte hat 5 Kelchblätter und 5 Kronblätter. Die Anzahl der Staubblätter ist groß. Die Laubblätter sind wechselständig und haben Nebenblätter. Diese Merkmale treffen auch auf etwa 3000 andere Pflanzen - Bäume, Sträucher wie auch krautartige Pflanzen - zu. Man fasst sie alle zusammen in eine Gruppe und nennt sie: Rosengewächse.

Unterfamilien

Obwohl bestimmte Merkmale gleich sind, gibt es auch Unterschiede zwischen den einzelnen Vertretern der Rosengewächse - etwa in der Art der Früchte und in der Beschaffenheit des Blütenbodens. So kann man die Rosengewächse in einzelne Unterfamilien einteilen. Eine davon sind die Steinobstgewächse, zu denen etwa Kirschen, Pflaumen, Mirabellen, Pfirsich und Schlehen gehören. Schauen wir uns die Kirsche näher an.

Wie bei allen Steinobstgewächsen steht der Stempel frei, der Blütenboden ist eingesenkt wie ein Becher. Aus dem Blütenboden entwickelt sich nach der Bestäubung die Steinfrucht. Die Steinfrucht besteht aus drei Schichten: Der Außenhaut, dem Fruchtfleisch und dem harten Stein. Die Außenhaut schützt vor Austrocknung und schlechter Witterung. Im Stein steckt gut geschützt der Samen, aus dem sich eine neue Pflanze entwickeln kann.

Birnen und Äpfel gehören zu den Kernobstgewächsen. Kennzeichnend für Kernobstgewächse ist etwa, dass der Fruchtknoten mit dem Blütenboden verwachsen ist. Aus dem Fruchtknoten entwickelt sich das Kernhaus, das aus 4 bis 5 Kammern besteht. Das Fruchtfleisch hingegen entsteht aus dem Blütenboden.

Die dritte Unterfamilie bilden die eigentlichen Rosengewächse. Zu ihnen zählen etwa verschiedene wilde Rosenarten, deren Früchte Hagebutten genannt werden, Himbeere oder die Erdbeere. Gemeinsames Merkmal sind zahlreiche, frei auf dem Blütenboden stehende Stempel. Die Stempel entwickeln sich zu kleinen Früchten bzw. Nüsschen.

Verbinden sich kleine Nüsschen mit dem aus dem Blütenboden entwickelten Fruchtfleich zu einer gemeinsamen Frucht, spricht man von Sammelfrüchten bzw. Sammelnussfrüchten. Hagebutte und Himbeere sind Beispiele dafür.

Nutzung

Entsprechend der großen Bandbreite der Rosengewächse ist auch ihre Nutzungsart sehr vielfältig. Zierpflanzen wie die Wildrose oder der Spierstrauch verschönern Gärten und Böschungen. Früchte wie Apfel, Birne, Aprikose, Zwetschke, Kirsche, Himbeere oder Erdbeere sind wichtige Vitaminlieferanten für den Menschen und können auch zu Marmeladen und Säften verarbeitet werden.

Aus den Rosenblüten wird das Rosenöl gewonnen. Daraus kreiert man wohlriechende Parfüms. Blutwurz, Brombeerblätter oder Hagebutte dienen auch als Arzneipflanze, aus denen gesundheitsstärkende Tees gewonnen werden können.

Zusammenfassung

Die gemeinsamen Merkmale aller Rosengewächse sind die 5 Kelch- und Kronblätter sowie die große Zahl an Staubblättern. Die Laubblätter sind wechselständig und haben in der Regel Nebenblätter. Unterfamilien der Rosengewächse sind etwa die Steinobstgewächse, die Kernobstgewächse und die eigentlichen Rosengewächse.

Genutzt werden Rosengewächse als Zierpflanzen, aber auch zur Herstellung von Marmeladen, Konfitüren und Säften. Einige Rosengewächse werden auch zu Tees und anderen Arzneiprodukten verarbeitet. Tschüss und bis zum nächsten Mal!

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