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Transkript Reizrezeptoren – Grundlage der Sinneswahrnehmung

Wenn der Frühling kommt, riechst du den Duft der Blüten, hörst die Vögel zwitschern, du fühlst die warme Luft und siehst das Sonnenlicht. Mit der Nase kannst du riechen, mit den Ohren kannst du hören, mit der Haut kannst du tasten oder Temperaturunterschiede wahrnehmen und mit den Augen kannst du sehen. Hast du dich aber schon einmal gefragt, wie diese unterschiedlichen Sinneswahrnehmungen möglich sind?

Das funktioniert nur, weil bestimmte Strukturen in deinem Körper, die Reize aus der Umwelt in Signale umwandeln, die dein Gehirn verarbeiten kann. Sie heißen Rezeptoren. Sie sind auch Thema dieses Films.

Rezeptortypen

Was sind überhaupt Rezeptoren? Rezeptoren sind Zellen in deinen Sinnesorganen. Sie werden auch Sinneszellen oder Sensoren genannt und dürfen nicht mit den Rezeptormolekülen, die auf und in der Zellmembran liegen, verwechselt werden. Alle Rezeptoren haben gemeinsam, dass sie Reize aus der Umwelt aufnehmen und diese in eine elektrische Erregung umwandeln. Diese kann dann vom Gehirn als Signal wahrgenommen und verarbeitet werden. Rezeptoren sind also Vermittler zwischen Umwelt und Gehirn.

Das ausgehende Signal aller Rezeptoren ist also elektrische Erregung. Und für die unterschiedlichsten Reize gibt es die verschiedensten Rezeptoren. Jeder Rezeptortyp ist auf eine Art Reiz spezialisiert. Dieser Reiz wir als adäquater Reiz bezeichnet. Die verschiedenen Rezeptortypen möchte ich dir nun vorstellen.

Schauen wir uns als erstes die Chemorezeptoren an. Man findet sie im Geruchs- und Geschmackssinn. Sie reagieren auf Kontakt mit chemischen Substanzen. Damit sind chemische Substanzen die adäquaten Reize für Chemorezeptoren. Das können z.B. Duftstoffe der Blüten im Frühling sein oder das Aroma deiner Eiskugel.

Weiterhin gibt es Fotorezeptoren. Sie liegen in der Netzhaut deines Auges und reagieren auf ihren adäquaten Reiz, das Licht. Wenn du dann draußen sitzt, und die warme Frühlingsluft spürst, dann tust du das mit deinen Thermorezeptoren. Sie reagieren auf Temperatur und man findet sie in der Haut.

Ein weiterer Rezeptortyp sind die Mechanorezeptoren. Sie reagieren auf Verformung. Mechanorezeptoren befinden sich im Ohr oder in der Haut und sind wichtig für das Hören, den Gleichgewichtssinn und das Tasten.

Im Tierreich gibt es auch noch die Elektrorezeptoren. Sie reagieren auf auf Veränderungen in einem vorhandenen elektrischen Feld. Elefantenfische nutzen Elektrorezeptoren und bemerken so das Hernnahen von Feinden besonders schnell.

Aber was passiert nun genau, wenn du Reize wie Wärme, Vogelzwitschern und Licht wahrnimmst? Das erkläre ich dir jetzt.

Rezeptoren sind mit Nervenzellen verbunden. Wenn bei einem Rezeptor ein adäquater Reiz eingeht, also z.B. ein Duftstoff bei einem Chemorezeptor, dann reagiert der Rezeptor mit einer Veränderung des Membranpotenzials. Es entsteht ein so genanntes Rezeptorpotenzial, dass der Reizstärke entspricht.

In der nachfolgenden Nervenzelle kommt es zu einer Depolarisation und ein Aktionspotenzial entsteht nach dem Alles-Oder-Nichts-Prinzip. Der Reiz wurde in elekrische Erregung, also Aktionspotenziale, umgewandelt und an das Gehirn geleitet. Allerdings trifft das eben Erklärte nicht immer zu.

Es gibt auch Nervenzellen, die ohne Rezeptor ein Aktionspotenzial als Reaktion auf einen Reiz ausbilden können. So zum Beispiel die Nozirezeptoren. Sie werden als primäre Sinneszellen bezeichnet. Das sind z.B. freie Nervenendigungen, durch die du Schmerzen wahrnehmen kannst. Aber auch die Riechzellen der Nasenschleimhaut und einige Mechanorezeptoren sind primäre Sinneszellen.

Wenn nun also der Frühling kommt und du den Duft der Blüten riechst, die Vögel zwitschern hörst, die warme Luft fühlst und das Sonnenlicht siehst, dann sind sämtliche Rezeptortypen in deinem Körper aktiv damit beschäftigt, den für sie adäquaten Reiz in eine elektrische Erregung umzuwandeln. Nur so kann das Gehirn die Reize aus der Umwelt auswerten.

Es gibt Chemo-, Foto-, Thermo- und Mechanorezeptoren im menschlichen Körper. Allerdings gibt es auch die primären Sinneszellen, die auf Reize direkt mit einem Aktionspotenzial reagieren können und keinen Rezeptor benötigen. Das sind primäre Sinneszellen, wie z.B. die Nozirezeptoren, mit denen du Schmerzen wahrnehmen kannst. Tschüss und bis zum nächsten mal!

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1 Kommentar
  1. Default

    hat mir sehr geholfen ;)

    Von Jonas 007, vor etwa 2 Jahren