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Transkript Reflexe – Merkmale und Beispiele

Hallo, da bin ich wieder, eure Sabine Blumenthal. In diesem Video beschäftigen wir uns mit Reflexen. Zunächst werde ich dir den Begriff erklären. Mit dem Reflexbogen lernst du wie ein Reflex abläuft. Ich erkläre dir den Reflexbogen an einem ganz konkreten Beispiel. Am Ende des Videos kannst du den Begriff selber erklären und auch zwischen unbedingten und bedingten Reflexen unterscheiden. Außerdem kennst du einige Beispiele für Reflexe. Mit dem Reflexbogen kannst du den Ablauf eines Reflexes beschreiben. Was solltest du schon wissen? Für das Verständnis dieses Videos ist es sicher hilfreich, wenn du den Bau und die Funktion von Gehirn, Rückenmark und Synapse bereits behandelt hast. Außerdem solltest du dich mit der Funktion von Sinneszellen auskennen. Beginnen wir nun mit der Begriffklärung. Sicherlich sind dir einige Beispiele für Reflexe bekannt wie etwa die Pupillenreaktion bei starkem Lichteinfall, der Speichelflussreflex, wenn Nahrung die Zunge berührt, der Hustenreflex, wenn du dich verschluckst oder der Kniesehnenreflex, mit dem der Arzt die Funktionsfähigkeit des Rückenmarks prüft. Doch was genau ist nun ein Reflex? Bei allen eben genannten Beispielen erfolgt auf einen bestimmten Reiz hin eine ganz spezielle Reaktion und diese Reaktion erfolgt sofort und spontan. Ein Reflex ist also eine schnelle, unwillkürlich ablaufende Reaktion auf einen Reiz. Es ist eine vom Reflexzentrum gesteuerte, stets gleich ablaufende Handlung. Typisch für einen Reflex ist, dass er immer nach dem gleichen Muster abläuft und die Reaktion auf den Reiz sehr schnell, also in Bruchteilen von Sekunden erfolgt. Solche unwillkürlichen Reaktionen werden als unbedingte Reflexe bezeichnet. Unbedingte Reflexe sind angeboren und laufen immer in gleicher Weise ab. Sie sind willentlich nur wenig beeinflussbar und dienen oft dem Schutz unseres Körpers. Ein bedingter Reflex ist dagegen eine erworbene Reaktion, dass heißt, es ist ein erlerntes Verhalten. Wie du eben gelernt hast, verläuft ein Reflex also immer nach dem gleichen Muster. Das heißt, der Ablauf ist immer der gleiche und deshalb kann man ihn sehr gut schematisch darstellen. Der Reflexbogen beschreibt den Weg der Erregung über die Nervenbahnen, beginnend beim Reiz, den eine Sinneszelle wahrnimmt bis zum Erfolgsorgan, welches eine Reaktion ausführt. Doch alles der Reihe nach. Jeder Reflex beginnt mit einem Reiz. Dieser Reiz wird vom Rezeptor, also einer Sinneszelle aufgenommen. Vom Rezeptor aus erfolgt die Erregungsleitung über sensible Nerven zum Reflexzentrum. Das heißt, der Rezeptor sendet über die sensiblen Nerven elektrische Impulse in das Reflexzentrum des zentralen Nervensystems, also entweder ins Gehirn, sehr oft aber ins Rückenmark. Im Reflexzentrum erfolgt die Erregungsverarbeitung. Das bedeutet, an einer Synapse erfolgt die Umschaltung der elektrischen Impulse der sensiblen Nerven auf motorische Nervenzellen. Von hier aus geht die Erregungsleitung über die motorischen Nerven zum Effektor. Die elektrischen Impulse werden jetzt also über die motorischen Nerven zum Erfolgsorgan, also einem Muskel geleitet. Erreichen die elektrischen Impulse das Erfolgsorgan, dann erfolgt hier sofort eine Reaktion. Der Muskel wird gedehnt oder zusammengezogen. Der Reflexbogen beschreibt also immer das gleiche Muster. Ein Reiz wird vom Rezeptor einer Sinneszelle aufgenommen, verläuft über die sensiblen Nerven zum Reflexzentrum im zentralen Nervensystem, dort erfolgt die Erregungsverarbeitung. Über motorische Nerven geht die Erregungsleitung nun zum Erfolgsorgan, zum Effektor, also den Muskeln. Dort erfolgt eine Reaktion auf den Reiz. Doch nun von der grauen Theorie zu einem konkreten Beispiel. Dazu habe ich einmal den Pupillenreflex ausgewählt. Den kennst du auch. Mit dem Pupillenreflex reagieren unsere Augen auf unterschiedlich starken Lichteinfall. Der Reflexbogen beginnt mit einem Reiz, das ist in unserem Beispiel die Veränderung der Lichtstärke. Die Fotorezeptoren in der Netzhaut nehmen den Reiz wahr. Über sensible Nerven werden die elektrischen Impulse des empfangenen Reizes zum Reflexzentrum geleitet. Dort erfolgt die Erregungsverarbeitung. In unserem Beispiel nehmen wir also wahr: grelles Licht. Im Reflexzentrum schalten nun die Synapsen die elektrischen Impulse der sensiblen Nerven auf motorische Nervenzellen um. Über die Erregungsleitung der motorischen Nerven erreichen die Impulse die Muskeln der Regenbogenhaut und diese Muskeln reagieren sofort auf den empfangenen Reiz mit einer Veränderung der Pupillenweite. Das heißt, bei sehr grellem Licht wird die Pupille klein und eng, wenn es dunkel ist, wird die Pupille groß und weit, damit viel Licht einfallen kann. Fassen wir zum Schluss noch einmal zusammen, was du heute über Reflexe gelernt hast. Reflexe sind schnelle, unwillkürliche Reaktionen auf Reize. Sie verlaufen auf einen bestimmten Reiz hin stets gleich. Der Reiz-Reaktionsablauf erfolgt im Reflexbogen. Die meisten Reflexe sind unbedingte Reflexe. Das heißt, sie sind angeboren, sie sind willentlich kaum zu beeinflussen und sie dienen sehr oft dem Schutz unsres Körpers. Na, alles klar zum Thema Reflexe? Dann tschüss für heute, bis zum nächsten Mal.

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4 Kommentare
  1. Default

    Tschüss schreibt man mit 2 "S" aber sonst echt gutes Video :)
    Hab jetzt alles verstanden :)

    Von Kayzieger, vor etwa 2 Jahren
  2. Default

    bei mir aich :D

    Von Hariskusak, vor fast 3 Jahren
  3. Default

    ja bei mir stockt die vorschau auch jedes mal

    Von Prayer Koesters, vor etwa 3 Jahren
  4. Default

    Deine Videos sind super hilfreich:), aber warum stockt deine Vorschau immer?

    Von Rebiuhlmann, vor mehr als 3 Jahren