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Transkript Proteine und Aminosäuren

Hallo, ich bin Natascha und wir wollen uns heute die Proteine und ihre Bausteine, die Aminosäuren anschauen. Wir wollen herausfinden, wie sie aussehen und aufgebaut sind, was sie im Körper machen und was für verschiedene Arten von Proteinen es gibt.  Das Wort Protein leitet sich vom griechischen Wort "protos" ab, was soviel bedeutet wie "Erstes" oder "Wichtigstes". Und wirklich sind die Proteine nicht aus einem lebendigen Organismus herauszudenken. Sie sind nicht nur die häufigsten organischen Bauteile des Körpers, sondern sind notwendig für fast alle Prozesse, die im Körper stattfinden. Das liegt daran, dass Proteine so verschiedene Funktionen erfüllen können wie Signalstoffe erkennen, Stoffe binden, transportieren und wieder abgeben, Ionen pumpen, Reaktionen katalysieren oder Strukturen, wie z.B. ein Haar, stabilisieren. Wollen wir verstehen, wie ein Protein aufgebaut ist, kommen wir nicht drum herum, uns erst einmal mit den Aminosäuren vertraut zu machen. Im menschlichen Körper gibt es 21 verschiedene Aminosäuren, die alle einen einheitlichen Bauplan haben. In der Mitte steht ein Kohlenstoffatom. Daran gebunden ist ein Wasserstoffatom, eine Aminogruppe, eine Carboxylgruppe und ein Rest. Dieser Rest wird auch Seitenkette genannt und bestimmt, was für eine Aminosäure wir vor uns haben. Er kann entweder ein einzelnes Atom sein oder eine ganze Gruppe von Atomen. Das wichtigste Prinzip für die Bildung eines Proteins ist die Peptidbindung. Jede Carboxylgruppe einer Aminosäure kann sich nämlich unter Wasserabspaltung mit der Aminogruppe einer anderen Aminosäure verbinden. Wenn 2 Aminosäuren sich miteinander verbinden, haben wir das einfachste Peptid, das Dipeptid. Kurze Aminosäureketten von weniger als 10 Aminosäuren nennt man Oligopeptide. Lange Ketten von 50 bis ca. 2000 Aminosäuren, heißen Polypeptide. Und erst bei Polypeptiden spricht man auch von Proteinen, die meist aus Hunderten oder Tausenden von Aminosäuren bestehen.  Wenn wir ein Protein ansehen, dann ist die Reihenfolge der Aminosäuren ausschlaggebend dafür, welches Protein gebildet wurde. Diese lange Sequenz von Aminosäuren, die aussieht wie ein langer Faden, wird auch Primärstruktur genannt. Diese Primärstruktur bildet sozusagen das Grundgerüst. Allerdings findet man ein Protein meist nicht in dieser Form in einer Zelle vor. Stattdessen gehen die Seitenketten der Aminosäuren an manchen Stellen untereinander noch mal Bindungen ein und bilden alpha-Helixen, die wie kleine Spiralen aussehen, oder beta-Faltblätter. Diese Formen werden Sekundärstruktur genannt und sind zweidimensional. Als Tertiärstruktur wird dann die dreidimensionale Anordnung aller Moleküle eines Proteins im Raum bezeichnet. Diese Struktur kommt dadurch zustande, dass sich gleich geladene Seitenketten abstoßen und unterschiedlich geladene Seitenketten anziehen. Es gibt Wasserstoffbrückenbindungen oder Ionenbindungen zwischen sauren und basischen Seitenketten. Zusätzlich stabilisieren sogenannte kovalente Bindungen zwischen Schwefelatomen die räumliche Struktur. Auf diese Art und Weise entsteht dann ein Proteingebilde, das zum Beispiel lang gestreckt ist wie bei den Faserproteinen. Oder die Tertiärstruktur bildet eine annähernd kugelige Form. Diese Proteine werden auch globuläre Proteine genannt. Und je nachdem, wie die Oberflächenstruktur eines Proteins aussieht, wird darüber auch seine Funktion bestimmt. So gibt es zum Beispiel Rezeptor-Proteine, die nur reagieren, wenn ein Botenstoff sich an sie bindet, der wie ein Schlüssel ins Schlüsselloch passt. So wird also die Primärstruktur des Proteins durch die Reihenfolge der Aminosäuren bestimmt. Die Primärstruktur wiederum bestimmt die Sekundärstruktur. Die Sekundärstruktur gibt die Tertiärstruktur vor und diese bestimmt die Funktion eines Moleküls.  Wir wissen jetzt also, dass Proteine überall im Körper zu finden sind, und haben viele Beispiele für ihre Funktionen gesehen. Wir kennen den Aufbau einer Aminosäure und wissen, wie sie sich zu Peptiden und Proteinen zusammensetzen. Wir kennen auch die verschiedenen Strukturen der Proteine und wissen, wie sie zustande kommen.  Ich hoffe, es hat euch gefallen und wir sehen uns beim nächsten Video. 

Informationen zum Video
21 Kommentare
  1. Img 20151011 002133

    Sehr schade, dass die Stimme so ruhig und betonungslos ist. Bitte sprich etwas lauter bzw. ausdrucksstärker!
    Ansonsten danke für das gute Video.

    Von Juliane G., vor etwa einem Jahr
  2. Default

    was war nochmal die Quartiärstruktur?

    Von Crisnacho T., vor etwa einem Jahr
  3. Default

    ich wäre sehr dankbar, wenn die Art und Weise des Sprechens auf Erwachsener Ebene geschieht ( nicht so kindlich ). Die Sprechgeschwindigkeit ist weiterhin gut zu verstehen.
    Bernd

    Von Bernd J., vor etwa einem Jahr
  4. Default

    Super Video Danke sehr :)

    Von Mandeep B., vor mehr als einem Jahr
  5. Marcel

    Hallo :)
    Eine Carboxylgruppe ist eine Funktionellegruppe und beschreibt eine Stoffklasse. Aber schau dir doch dazu ganz in Ruhe dieses Video hier an:
    http://www.sofatutor.com/chemie/videos/funktionelle-gruppen-der-carbonsaeuren

    Von Marcel Schenke, vor mehr als einem Jahr
  1. Dark side of the moon

    Gutes Video. Dennoch verstehe ich noch nicht ganz was Carboxylgruppen sind.

    Von Broye, vor mehr als einem Jahr
  2. Default

    Wiesooo kann meine Bio-Lehrerin nicht so erklären wie DU?!?!?!
    Danke, danke, danke!!!

    Von Carla Greve, vor etwa 2 Jahren
  3. Marcel

    Hallo :)

    Dieses Video zeigt dir mehr über Proteine und Peptide. Darin wird auch die Peptidbindung erklärt. Es wird dir sicher weiter helfen

    http://www.sofatutor.com/chemie/videos/peptidsynthese

    Von Marcel Schenke, vor mehr als 2 Jahren
  4. Default

    Hallo.. Wenn man eine lange kette von Aminosäuren Moleküle zeichnen will, was sind die endo-Ausgangspunkte(Anfang-Ende)?

    Von Rankh699, vor mehr als 2 Jahren
  5. Marcel

    Selenocystein und Pyrrolysin sind proteinogene (in Proteinen vorkommende) Aminosäuren die nicht durch den genetischen Code verschlüsselt sind. Man sieht schon an den Namen dass sie sich von den AS Cystein und Lysin ableiten :)
    (nach einer Literaturrecherche habe ich gelesen, dass die AS Selenomethionin auch in Proteinen vorkommen soll)

    Von Marcel Schenke, vor fast 3 Jahren
  6. Default

    @ Marcel Schenke
    Weißt du welche Aminosäure nicht im genetischen Code relevant ist?

    Von Stacholustig, vor fast 3 Jahren
  7. Default

    drei Wochen bei meinem bio-Lehrer gehabt, und kein einziges wort verstanden.
    jetzt habe ich mir einmal dieses Video angeguckt und sofort alles verstanden.
    ihr rettet mir meine Klausur... vielen dank, ein super lehrreiches Video :)

    Von Sofatutor 10, vor etwa 3 Jahren
  8. Marcel

    @ Orhan:
    Die Anzahl der Aminosäuren ist abhängig von der Definition. Es gibt 21 oder sogar 22 natürliche Aminosäuren die in Proteinen vorkommen. Im genetischen Code sind aber nur 20 bekannte Aminosäuren verschlüsselt. Die beiden anderen Aminosäuren werden wohl durch den Umbau der anderen Aminosäuren in das Protein transferiert. Es ist also Ansichtssache. LG Marcel :)

    Von Marcel Schenke, vor mehr als 3 Jahren
  9. Default

    Ich glaube es sind 20 Aminosäuren und nicht 21 ?

    Von Orhan Alkan 40, vor mehr als 3 Jahren
  10. Default

    Super Video, sehr gut erklärt!

    Von Ronaraufi, vor mehr als 3 Jahren
  11. Marcel

    @ Elvis
    sehr gut aufgepasst!
    ja die Sekundärstruktur ist natürlich auch schon dreidimensional.
    Bei der Tertiärstruktur lagern sich dann nur mehrere Sekundärstrukturen zusammen. Das Bild zeigt die Zusammenlagerung sehr schön
    http://www.bioinformatik.uni-leipzig.de/Leere/PRAKTIKUM/Protokolle/SS04/1/Bilder/protein_einf.jpg

    Von Marcel Schenke, vor mehr als 3 Jahren
  12. 537668 478275325557169 1653661044 n

    Besser erklärt als mein Bio Lehrer !

    Von Achmed P., vor mehr als 3 Jahren
  13. Seomedial 008 portrait

    Anmerkungen zum Video:

    (1) Der Plural von Helix ist Helices und nicht Helixen

    (2) Die a-Helix ist nicht zweidimensional, sondern durch die "geschraubte" Form sehr wohl dreidimensional

    Oder?

    Von Elvis B., vor mehr als 3 Jahren
  14. Default

    Die Quartärstruktur beim Aufbau der Proteine wäre noch nennenswert.

    Von Moritzmeinekat, vor fast 4 Jahren
  15. Default

    Lehrreiches Video und süße Stimme ;)

    Von Julimeier, vor etwa 4 Jahren
  16. Default

    Perfekt! Das Buch was hier als Quelle genutzt wurde, behandeln wir ebenfalls in unserem Kurs.

    Von Sytox, vor fast 5 Jahren
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