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Transkript Osmose – Prinzip und Bedeutung

Hallo, ich bin Natascha und erkläre euch in diesem Video die Osmose. Wir lernen, wie sie funktioniert und wozu sie gebraucht wird, und schauen uns den Begriff der Plasmolyse an. Vielleicht habt ihr euch schon das Video zur "Diffusion" angeschaut. Dann habt ihr gute Voraussetzungen dafür, die Osmose leichter zu verstehen. Im Grunde ist die Osmose nichts anderes als die Diffusion durch eine semipermeable Membran; das heißt, die Osmose ist eine Vermischung zweier Lösungen durch eine Membran hindurch. Alle Zellen sind von einer solchen Membran umgeben, die manche Stoffe besser und manche schlechter durchlässt. Meist ist es für Wasser kein Problem, durchzukommen. Größere, im Wasser gelöste Stoffe, wie Zucker zum Beispiel, werden aber nicht durchgelassen. Deswegen ist die Osmose die Grundlage des Wasserhaushaltes aller Zellen und Lebewesen. Stellen wir uns eine reife Kirsche am Ende des Sommers vor. In ihren Zellen ist ganz viel Zucker gelöst, der sie so süß macht. Wenn es jetzt lange und heftig regnet, haben wir die Kirsche mit einer hohen Konzentration von Zucker innen und außen das Regenwasser, in dem kein Zucker gelöst ist. Durch die Haut der Kirsche kann Wasser kommen, aber kein Zucker ausdringen. Die beiden Lösungen wollen sich aber vermischen und einen Konzentrationsausgleich herstellen. Also dringt zumindest das Regenwasser immer weiter in die Kirsche ein. Wir haben also zwei Lösungen: eine in der Kirsche und eine außerhalb. Wir nennen die Lösung mit der höheren Konzentration an gelösten Stoffen "hypertonisch", die Lösung mit einer niedrigeren Konzentration "hypotonisch". Im Inneren der Kirschzellen entsteht durch das Einströmen des Regens ein anwachsender Druck - der osmotische Druck, den man auch Turgor nennt. Osmose und Diffusion streben immer nach einem Ausgleich der Konzentration des gelösten Stoffes. Da aber kein Zucker durch die Zellen in den Regen austreten kann, wird dieses Gleichgewicht niemals erreicht. Es strömt immer mehr Wasser in die Kirsche, der Turgor steigt immer mehr an, bis schließlich die Membranen nachgeben und die Kirsche platzt. Das umgekehrte Prinzip nennt sich Plasmolyse und findet dann statt, wenn die Zelle in eine Lösung gebracht wird, die im Vergleich zu ihrer mehr Ionen, Salze oder Zucker gelöst hat. Nun ist die Lösung in der Zelle hypotonisch, die äußere Lösung hypertonisch. Man kann sie dann auch Plasmalytikum nennen. Jetzt ist es umgekehrt und aus den Zellen strömt Wasser durch das Plasmalemma und die Zellwand nach außen. Der Raum, in dem der Zellsaft ist, schrumpft und schrumpft, bis er das Plasmalemma von der Wand abzieht. Solange dabei die Zellen nicht beschädigt wurden, kann man diesen Vorgang durch Wasserzufuhr wieder rückgängig machen. Das nennt man dann Deplasmolyse. Zusammengefasst: Zur Osmose benötigt man also immer eine hypertonische und eine hypotonische Lösung, die durch eine semipermeable Membran voneinander getrennt sind. Durch das Streben nach einem Konzentrationsgleichgewicht entsteht auf der Seite der hypertonen Lösung der osmotische Druck, auch Turgor, der durch den Vorgang der Plasmolyse wiederum so weit sinkt, dass sich das Plasmalemma von der Zellwand trennt. Ich hoffe, es hat euch gefallen und wir sehen uns im nächsten Video.

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15 Kommentare
  1. Marcel

    Bei der Osmose ist die Membran für die "osmotisch wirksamen Substanzen" undurchlässig. Das bedeutet es können nicht einfach Stoffe von der höheren zur niedrigen Konzentration diffundieren und sich ausgleichen, soweit richtig! Bei der Osmose kann jedoch Wasser die Membran passieren. Ich zeige es dir am Beispiel Salz: Wenn Wasser von der Seite der niedrigen Salzkonzentration zur höheren Salzkonzentration diffundiert, dann wird die hohe Salzkonzentration verdünnt und die niedrige Salzkonzentration wird durch den Wasserverlust konzentrierter. Somit gleichen sich die beiden Konzentrationen an, ohne dass das eigentliche Salz die Membran passiert.

    Von Marcel Schenke, vor fast 2 Jahren
  2. Default

    Heißt das, dass bei der Osmose nicht in Richtung des Konzentrationgefälles diffundiert wird? Bei dem Beispiel war es ja immer von niedriger zur höheren... das ist irgendwie komisch.

    Von Bs 2012, vor fast 2 Jahren
  3. Default

    ist in deiner Stimme auch Zucker gelöst, der sie so süß macht ? Spaß bei Seite, sehr angenehme Stimme und großartiges Video!

    Von Muth95philmon, vor etwa 2 Jahren
  4. Default

    Vielen Dank! Hat mit viel weitergeholfen. Gute und ruhige Stimme

    Von Antrabat, vor fast 3 Jahren
  5. Default

    vielen dank auch nochmal von mir:) wir schreiben morgen darüber eine Klausur und bis eben hatte ich überhaupt keine Ahnung, was Osmose überhaupt ist... :( aber jetzt dank des Videos schon, daaaaaaaaaaaanke ;)

    Von Sofatutor 10, vor etwa 3 Jahren
  1. Default

    Sehr gut und verständlich erkärt! ;)

    Von Spatz007, vor mehr als 3 Jahren
  2. Ballett1

    Richtig schönes, leicht verständliches Video!!! Besonders durch die ruhige und betonte Stimme und die guten Veranschaulichungen mit Beispielen war es gut zu verstehen!!! :)

    Von Erdbeermaus, vor fast 4 Jahren
  3. Default

    Klasse!

    Von Parrot1, vor etwa 4 Jahren
  4. Default

    Danke , war sehr gut und hilfreich erklärt !

    Von Pelzer, vor etwa 4 Jahren
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    vielen dank !
    ich hab´s verstanden :)

    Von Mel Ani, vor etwa 4 Jahren
  6. Default

    Super:)

    Von Sunnyboy 93, vor mehr als 4 Jahren
  7. Default

    Hallo,

    ich fand das Video mit deinen Erklärungen ganz toll, weil ich es jetzt endlich verstanden habe!
    Viele Grüße
    Murks

    Von Murks, vor fast 5 Jahren
  8. Default

    ich finde das viedeo sehr gut, aber ich manche wörter wie semi permeabel, da sollte man noch mal die erklärung aufschreiben. danke

    Von Franziska S., vor fast 5 Jahren
  9. Default

    Sehr, sehr schön gemacht. Hat mir total geholfen.Danke

    Von Dagmar Krings, vor mehr als 5 Jahren
  10. 001

    Sehr, sehr schön.

    Von André Otto, vor fast 6 Jahren
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