Organspende 07:08 min

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Transkript Organspende

Hallo da bin ich wieder, Eure Sabine Blumenthal. Im heutigen Video geht es um die Organspende, oder auch Transplantation. Du erfährst heute, was eine Organspende ist, welche Organe sich für eine Übertragung eignen, welche Bedingungen für eine Organspende erfüllt sein müssen und welche Risiken es bei einer Transplantation gibt. Als Voraussetzung solltest Du das Immunsystem des menschlichen Körpers kennen und wissen, wie Immunreaktionen funktionieren. Viele Menschen sind todkrank, weil eigene lebenswichtige Organe, wegen angeborener Fehlbildungen, oder durch Krankheiten nicht funktionieren. Diesen Menschen kann eine Organspende helfen. Zur Wiederherstellung der Gesundheit solcher betroffenen Personen werden oft Zellen, Gewebe oder ganze Organe von einem Menschen auf einen anderen übertragen. Solch eine Übertragung bezeichnet man auch als Transplantation. Einige wenige Organe können vom lebenden Spender auf einen anderen Menschen übertragen werden. Solche Übertragungen nennt man daher auch Lebensspende. Für eine Lebensspende geeignete Organe sind beispielsweise die Niere, denn jeder gesunde Mensch hat 2 davon. Außerdem eignen sich die Haut, bestimmte Gefäße, unsere Leber, denn sie wächst nach oder auch Muskelgewebe. Andere Organe wie beispielsweise das Herz, der Darm, die Lunge, die Hornhaut oder Linse der Augen, sowie auch größere Teile der Haut, dürfen nur von hirntoten Menschen transplantiert werden. Dabei muss der eingetretene Hirntod von 2 unabhängigen Ärzten zweifelsfrei festgestellt werden. Hirntod bedeutet den Ausfall aller Funktionen von Großhirn, Kleinhirn und Hirnstamm und der Ausfall aller dieser Funktionen darf nicht behebbar sein. Das Gehirn kann zum Beispiel durch einen Schlaganfall absterben und kann dann auch die Funktion der anderen Organe nicht mehr steuern. Damit die anderen Organe weiter durchblutet und versorgt werden, wird der Mensch an eine Herz-Lungen-Maschine angeschlossen. Eine Transplantation kann also vorgenommen werden, wenn der Hirntod festgestellt wird und alle anderen Organe gesund und gut durchblutet sind. Außerdem muss jedoch der Spender der Organentnahme zustimmen. Wenn er Hirntod ist, kann er das natürlich nicht mehr. In diesem Fall dürfen auch die nächsten Angehörigen ihre Zustimmung oder Ablehnung zur geplanten Transplantation geben. Für einen solchen Fall ist es sehr günstig, wenn man sich schon zu Zeiten, wenn man noch gesund ist, überlegt, ob man einer Organspende zustimmen würde. Dieses kann man in einen Organspendeausweis dokumentieren. Vor einer Transplantation werden die Gewebe von Spender und Empfänger auf ihre Verträglichkeit untersucht. Je  besser die Gewebe übereinstimmen, desto schwächer ist das Risiko, dass das Immunsystem des Empfängers das Spenderorgan abstößt. Das gespendete Organ enthält Antigene, die vom Empfänger als fremd erkannt werden. Darauf reagiert der Empfänger mit einer Immunreaktion, bei der spezielle Lymphzellen und Antikörper gebildet werden. Diese Antikörper wirken gegen das transplantierte Gewebe oder Organ und als Folge kann das gespendete Gewebe oder Organ abgestoßen werden. Die Immunabwehr des Körpers kann durch lebenslange Medikamenteneinnahme unterdrückt werden. Gleichzeitig unterdrücken die Medikamente aber auch die körpereigene Abwehr des Empfängers gegen Krankheitserreger. Er ist also erhöht anfällig gegen Infektionskrankheiten und hat auch ein erhöhtes Krebsrisiko. Weltweit arbeiten deshalb Mediziner an der Entwicklung solcher Verfahren, die es Patienten nach einer Transplantation ermöglichen, auf Medikamente zu verzichten oder die Dosis deutlich zu verringern. Unter allen Organtransplantationen weist die Verpflanzung der Niere die höchste Erfolgsquote auf. Ein Jahr nach einer Transplantation funktionieren noch 80-90 % der Nieren, nach 5 Jahren noch etwa 75 %. Menschliche Organe zu übertragen bringt neben den biologisch-medizinischen auch allgemeinen menschliche, ethische und juristische Probleme mit sich. Denn weltweit besteht ein Mangel  an Organen, die für Transplantationen zur Verfügung stehen. Viele todkranke Menschen stehen seit Jahren auf einer zentral geführten Warteliste für ein neues Organ. Fassen wir nun das heute Gelernte noch einmal kurz zusammen. Um Leben zu retten, oder die Gesundheit eines Menschen wiederherzustellen können Organe, Gewebe oder Zellen von einem Menschen auf einen anderen übertragen werden. Dieser Vorgang heißt Transplantation. Bei der Lebendspende werden solche Organteile oder Organe übertragen, die entweder paarig vorkommen, wie die Niere, oder die in der Lage sind, sich selbst zu regenerieren, wie beispielsweise die Leber, oder bestimmte Gewebe. In allen anderen Fällen ist der Hirntod des Spenders zwingende Voraussetzung für eine Transplantation. Außerdem müssen der Spender oder seine nächsten Angehörigen einer geplanten Organentnahme zugestimmt haben. Damit sind wir für heute am Ende. Hast Du alles verstanden? Dann tschüss, bis zum nächsten Mal.

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1 Kommentar
  1. 7 img 1864

    gutes Video ! :) hab auch direkt alles verstanden, auch wenn meine Konzentration fast 0% war... Bitte mach noch mehr videos !! :)

    Von Li Don De M., vor mehr als 2 Jahren