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Transkript Ökologische Nische (Basiswissen)

Hallo. Ich erzähle euch jetzt etwas über die Ökologische Nische. Zunächst einmal müsst Ihr wissen, dass jedes Individuum verschiedene Ansprüche an seine Umgebung stellt. Je nachdem, wie gut diese Ansprüche durch die Umwelt erfüllt werden, steigt oder sinkt die Vitalität des Individuums sowie seine Fortpflanzungsfähigkeit. Betrachten wir nun einen spezifischen Umweltfaktor, wie zum Beispiel die Temperatur, lassen sich die Werte vom Minimum, zum Beispiel 10 Grad, bis zum Maximum, zum Beispiel 30 Grad, in verschiedene Bereiche einteilen. Den gesamten Bereich bezeichnet man als Toleranzbereich. Die Werte, die hart an der Grenze des Existenzminimums liegen, nennt man Pessima. Das Individuum ist in diesem Bereich zwar lebensfähig, kann sich jedoch nicht fortpflanzen. Betrachtet man viele verschiedene Umweltfaktoren, so wirkt schon ein einziger Faktor, der im Pessimum liegt, als einschränkend. Der Mittelwert, als Ideal für das Individuum, wird als Optimum bezeichnet. Die Bereiche, die an dem Optimum anliegen, Präferendum. Bei freier Wahlmöglichkeit ist das der Bereich, in dem sich das Individuum ansiedeln würde. Die verschiedenen Umweltfaktoren lassen sich einmal in Abiotische-Faktoren, wie Licht, Temperatur oder Raum und Biotische-Faktoren, wie Nahrungsangebot, Parasiten und Konkurrenten einteilen. Betrachtet man all diese Faktoren in ihrer Allgemeinheit, so erhält man die Ökologische Nische. Zur Nische gehören sowohl die Ansprüche der Art an ihre Umwelt als auch die Angebote und Anforderungen dieser Umwelt an die Art. Die Nische eines Eichhörnchens ist also nicht der Kobel, den es sich als sein Zuhause gezimmert hat, sondern das gesamte Wechselbeispiel zwischen ihm und seiner Umwelt. Die Nüsse die es frisst, die Katze die es jagd, der Baum der seine Nahrung produziert, gehören genauso dazu, wie sein Zuhause selbst. Konkurrieren Angehörige derselben Art miteinander, so spricht man von intraspezifischer Konkurrenz. Verschiedene Arten, die die gleichen Ansprüche an einen Umweltfaktor stellen, können nicht zusammen coexistieren. Man spricht hierbei von interspezifischer Konkurrenz. Das Konkurrenzausschlussprinzip: Stellen 2 verschiedene Arten, dieselben Ansprüche an einen Umweltfaktor, wie zum Beispiel Nahrung, gibt es mehrere Möglichkeiten. Eine Möglichkeit ist, dass es zur Verdrängung kommt. In der sich die am besten angepasste Art durchsetzt. Die Konkurrenz kann jedoch auch minimiert werden, wenn Arten auf unterschiedliche Ressourcen ausweichen. Alles klar, das war´s von mir, dann bis zum nächsten Video.

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8 Kommentare
  1. Jan

    Hallo Madina,
    die ökologische Nische beschreibt im übertragenen Sinn den Beruf eines Lebewesens und beschreibt daher die Gesamtheit der Beziehungen zwischen einer Art und ihrer Umwelt (vielfältige Ökofaktoren). Hingegen wird die ökologische Potenz als Existenzbereich einer Art hinsichtlich eines Ökofaktors definiert. Vllt. wird es dir etwas klarer, wenn du dir auch dieses Video zur ökologischen Nische anschaust:
    http://www.sofatutor.com/biologie/videos/die-oekologische-nische-im-detail-2

    Von Jan Ruppe, vor mehr als 2 Jahren
  2. Koala

    Ist die "ökologische Potenz" dasselbe wie die "ökologische Nische"???

    Von Madina , vor mehr als 2 Jahren
  3. Default

    Schön

    Von Evangelia C., vor mehr als 2 Jahren
  4. Default

    geil schön gemacht

    Von Zimtschnecke, vor fast 3 Jahren
  5. Tobi

    Vielen Danke =)

    Von Biotob, vor fast 4 Jahren
  1. Default

    cool, vielen Dank:)

    Von Lernbox, vor fast 4 Jahren
  2. Laliki

    Meine GFS wäre mit Deinen Erklärungsmethoden brilliant gewesen.. wirklich sehr gut ;)

    Von Beko, vor etwa 5 Jahren
  3. Gl%c3%bccklichindersprudelfabrik

    Hat mir sehr gut gefalllen - so gut, dass es ruhig noch was länger hätte sein können :)

    Von Susi T., vor mehr als 5 Jahren
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