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Transkript Nervenzelle – Bau und Funktion

Hallo! Das Leben auf der Erde ist sehr vielfältig und komplex. Bei vielzelligen Organismen gibt es viele spezialisierte Zellen, die ganz bestimmte Aufgaben erfüllen. Dementsprechend gibt es auch verschiedenste Zellformen und -größen. Sie können rund sein wie die roten Blutkörperchen, oval und beweglich wie die männlichen Keimzellen aber auch sehr unspektakulär wie die menschlichen Hautzellen.

Aber es gibt auch Zellen, die eine solch ungewöhnliche Form haben. Hierbei handelt es sich um Nervenzellen, die ein Bestandteil unseres Nervensystemsdarstellen und der Weiterleitung von Nervensignalen dienen. In diesem Video werde ich dir mehr über ihren Aufbau und ihre Funktion erzählen.

Eine Nervenzelle oder ein Neuron dient der Weiterleitung von Nervensignalen an andere Nervenzellen oder Muskelzellen. Zunächst wollen wir uns den Aufbau einer typischen Nervenzelle genauer anschauen.

Der Zellkörper, das Soma, enthält den Zellkern und die Mitochondrien. Dieser Bereich der Zelle ist für den Stoffwechsel zuständig und versorgt die gesamte Zelle mit Energie. Die kurzen, stark verästelten Fortsätze des Zellkörpers nennt man Dendriten. Über sie kann die Nervenzelle Signale von anderen Nervenzellen empfangen.

Neben dem Stoffwechsel der Zelle besteht die Funktion des Somas, oder genauer gesagt der Dendriten, also auch im Aufnehmen und Weiterleiten von Nervensignalen.

An den Zellkörper schließt sich ein langer Fortsatz an, der der Weiterleitung der Nervensignale dient. Man nennt ihn Axon. Er enthält wie das Soma Mitochondrien. Bei einigen menschlichen Nervenzellen, die z.B. vom Fuß bis zum Rückenmark reichen, kann das Axon bis zu einem Meter lang sein.

Bestimmte Zellen grenzen sich vom Nervengewebe ab. Sie werden als Gliazellen oder schwannschen Zellen bezeichnet und sie umgeben die Axone der Wirbeltiere.

Eine solche Zelle ist viel kürzer als ein Axon, so dass mehrere schwannsche Zellen hintereinander liegen und ein Axon umhüllen. Sie wickeln sich mehrmals um ein Axon und es entsteht eine lammellenartige Hülle, die man auch als Markscheide, Myelinscheide oder SCHWANNsche Scheide bezeichnet.

Solche Markscheiden gibt es nur bei Wirbeltieren. Dieser spezielle Aufbau ermöglicht eine viel schnellere Weiterleitung des Nervensignals als bei Axonen ohne Markscheide.

Bei genauerem Hinsehen kann man erkennen, dass zwischen den einzelnen schwannschen Zellen so genannte ranviersche Schnürrringe sichtbar sind. Dabei handelt es sich um kurze Abschnitte des Axons, die freiliegen und nicht von einer schwannschen Zelle umgeben sind. Solche Schnürrringe entstehen dort, wo zwei schwannsche Zellen aufeinandertreffen. Der Abstand zwischen zwei Schnürrringen beträgt 1 bis 2 Mikrometer.

Die Enden des Axons bilden die Synapse und/oder die motorischen Endplatten die das Nervensignal an eine andere Nervenzelle oder eine Muskelzelle weiterleiten.

Aber wie sieht ein Nervensignal und dessen Weiterleitung durch eine Nervenzelle überhaupt aus? An einer Synapse werden chemische Botenstoffe, die Neurotransmitter, freigesetzt. Diese führen dazu, dass es an den Dendriten zur kurzzeitigen Öffnung von Ionenkanälen kommt und eine Änderung des Membranpotentials auftritt. Dieses Membranpotential wird zum Soma weitergeleitet.

Am Axonhügel, der sich am Übergang von Soma zum Axon befindet, können die eingehenden Signale in ein so genanntes Aktionspotential umgewandelt werden. Das geschieht aber nur, wenn ein bestimmter Schwellenwert an Signalen überschritten wurde.

Das Aktionspotential wird über das gesamte Axon geleitet und ist dabei dann immer gleich stark. Den Mechanismus zur Entstehung eines einmal ausgelösten Aktionspotentials bezeichnet man deshalb auch als Alles-oder-Nichts-Prinzip.

An den Synapsen kommt es also zur Ausschüttung von Neurotransmittern und einer Weiterleitung des Signals an eine nachfolgende Nervenzelle. Dadurch können letztendlich eine Vielzahl von Körperreaktionen ausgelöst werden wie z.B. die Kontraktion einer Muskelzellen.

Du weißt jetzt, warum Nervenzellen eine so spezielle Form haben.

An den Dendriten nehmen sie Signale von anderen Nervenzellen auf, die dort in Membranpotentiale umgewandelt werden. Die Weiterleitung erfolgt durch das Soma. Am Axonhügel entstehen nach dem Alles-oder-Nichts-Prinzip Aktionspotentiale, die über das Axon weitergeleitet werden. Über Synapsen erfolgt die Weiterleitung des Signals an nachfolgende Nervenzellen oder die Kontraktion einer Muskelzelle. Tschüss!

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6 Kommentare
  1. Default

    Mir gefällt der logische Aufbau des Videos! Danke @Bio-Team

    Von Jutschu, vor 4 Monaten
  2. Default

    sehr sehr gut erklärt hoffe kann jetzt mein wissen im test einsetzen...
    :D :))))

    Von Mononikita, vor 11 Monaten
  3. Default

    Wirklich sehr gut und verständlich erklärt. Danke!

    Von Z Bettina, vor mehr als 2 Jahren
  4. Default

    richtig gut erklärt!

    Von Ahasham6, vor fast 3 Jahren
  5. Image

    toll erklärt!!!!

    Von Cora V., vor etwa 3 Jahren
  1. Default

    tschüss :D

    gutes video :)

    Von Kstephan, vor etwa 3 Jahren
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