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Transkript Nahrungsbeziehungen

Nahrungsbeziehungen

Hallo! Getreidesamen werden von einer Maus gefressen. Diese wiederum wird von der Katze gefangen. Das ist eine einfache Nahrungskette, die jeder kennt. Sie setzt sich aus Pflanze, einem Pflanzenfresser und Fleischfresser zusammen. Wie das genau mit den Nahrungsbeziehungen zwischen den Lebewesen in einem Ökosystem ist, siehst du in diesem Video!

Nahrungsbeziehungen in einem Ökosystem werden vereinfacht durch so genannte Nahrungsketten dargestellt, die angeben, welcher Organismus von einem anderen gefressen wird. Die einfache Nahrungskette aus unserem Beispiel beginnt mit einer Pflanze bzw. mit einem pflanzlichen Produkt, den Getreidesamen. Pflanzen stehen am Beginn jeder Nahrungskette, da sie die Energie des Sonnenlichtes nutzen können. In der Fotosynthese wandeln sie Kohlenstoffdioxid in organische Zucker um.

Damit ist die Energie des Sonnenlichts in Form der Zucker gespeichert und kann von anderen Lebewesen genutzt werden. Pflanzen und Kleinstlebewesen, wie das Phytoplankton, die Fotosynthese betreiben können, werden auch als Primärproduzenten eines Ökosystems bezeichnet, da sie die erste Ebene des Energieflusses im Ökosystem darstellen.

Pflanzen werden von Pflanzenfressern, den so genannten Herbivoren, gefressen, in unserem Beispiel ist die Maus ein Pflanzenfresser. Diese verdauen die pflanzliche Kost und nutzen einen Teil der darin gespeicherten Energie zur Aufrechterhaltung ihrer Stoffwechselprozesse und zum Aufbau ihrer eigenen Biomasse. Ein großer Teil der in der pflanzlichen Nahrung gespeicherten Energie geht allerdings als Wärme verloren. Pflanzenfresser werden auch als Primärkonsumenten bezeichnet, da sie die erste Ebene der Energieverbraucher, also Konsumenten, darstellen.

Pflanzenfresser werden wiederum von Fleischfressern, den so genannten Carnivoren, gefressen, in unserem Beispiel ist die Katze ein Fleischfresser. Auch sie nutzen wieder einen Teil der in dem Pflanzenfresser gespeicherten Energie, um daraus eigene Biomasse aufzubauen und ihre Lebensfunktionen aufrecht zu halten.

Auch hier wird wieder ein Großteil der Energie als Wärme freigesetzt. Carnivore nennt man auch Sekundärkonsumenten, da sie die zweite Ebene der Konsumenten bilden.

Die hier gezeigte Nahrungskette ist eine sehr einfache Kette. Sie besteht nur aus einer Pflanze, einem Pflanzenfresser und einem Fleischfresser. Nahrungsketten lassen sich dadurch verlängern, dass mehrere Fleischfresser in einer Nahrungskette auftauchen. Außerdem wird ein Mitglied einer Nahrungskette natürlich nicht nur von einem Lebewesen als Nahrung genutzt. Getreidesamen werden zum Beispiel auch noch von Pferden gefressen; Mäuse werden auch von Greifvögeln gefressen. Auf diese Weise ergeben sich so genannte Nahrungsnetze, die aufzeigen, in welcher Nahrungsbeziehung die Lebewesen zueinander stehen.

Wir haben also gesehen, dass es verschiedene Stufen in einem Ökosystem gibt: die Primärproduzenten, die Primärkonsumenten und die Sekundärkonsumenten. Diese einzelnen Ebenen eines Ökosystems nennt man auch Trophieebenen, oder trophische Ebenen.

Totes organisches Material von abgestorbenen Tieren und Pflanzen sowie Ausscheidungsprodukte werden im Ökosystem durch Zersetzer, den so genannte Destruenten, verwertet. Zu den Destruenten gehören Bakterien und Pilze, die das organische Material in anorganische Verbindungen, den Mineralstoffen, abbauen und aus diesem Abbauprozess Energie gewinnen. Sie werden deshalb auch als Mineralisierer bezeichnet.

Diese anorganischen Stoffe stehen dann wiederum den Primärproduzenten, also den Pflanzen, zur Verfügung, um sie in ihre Biomasse einzubauen oder in der Fotosynthese zu nutzen.

Du siehst also, dass der Stoffstrom einen geschlossenen Kreislauf ergibt, der sich aus Primärproduzent, Primärkonsument, Sekundärkonsument und Destruent zusammensetzt. Mit jedem Schritt des Kreislaufs wird Energie abgegeben, so dass die von den Destruenten freigesetzten anorganischen Verbindungen sehr energiearm sind. Beim Schritt zum Primärproduzenten wird dem Ökosystem wieder Energie in Form von Sonnenlicht zugefügt und der Kreislauf beginnt von neuem. Ohne die Sonne gäbe es also kein Leben auf der Erde.

Wenn Du das nächste mal eine Katze siehst, die eine Maus gefangen hat, weißt Du jetzt, dass ein Primärkonsument von einem Sekundärkonsumenten gefressen wird. Und du weißt auch, das die Energie, die in dem Primärkonsumenten gespeichert ist, ursprünglich aus den Primärproduzenten, also den Pflanzen, stammt. Tschüss und bis zum nächsten Mal!

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3 Kommentare
  1. Serpil

    Hallo Ulrike,
    ein Blick in den Rahmenlehrplan verrät, dass die Nahrungsbeziehung zwischen Konsumenten und Produzenten nicht zu den Themen gehören, die in der Grundschule behandelt werden. :-) Außerdem handelt es sich bei den ersten beiden Aufgaben immer um Reproduktionsaufgaben, die den Inhalt den Videos wiederholen sollen. Die darauffolgenden Aufgaben sollen zum Vertiefen des Inhalts dienen und sind dementsprechend auch schwieriger zu lösen. Wenn du problemlos alle Aufgaben lösen konntest, bedeutet das nur Gutes!
    Liebe Grüße!

    Von Serpil Kilic, vor etwa einem Jahr
  2. Default

    Die Aufgabenstellungen sind viel zu einfach und passen eher in die zweite Klasse Unterstufe als in die 6. Klasse Oberstufe.
    Die Abbildungen müssen eindeutig erkennbar sein, damit sie auch korrekt interpretiert werden können. Das ist beim Getreide nicht der Fall.

    Von Ulrike Randl, vor etwa einem Jahr
  3. Default

    Super Video, sehr verständlich erklärt! Danke :)

    Von Christina 5, vor etwa einem Jahr