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Transkript Menstruation – der weibliche Zyklus (Vertiefungswissen)

Hallo, da bin ich wieder, eure Sabine Blumenthal. Im heutigen Video geht es um den weiblichen Zyklus. Du kennst den weiblichen Zyklus schon als Menstruationszyklus. Du weißt schon aus der 7. oder 8. Klasse, was dabei im Eierstock und in der Gebärmutter abläuft. Eine reife Eizelle wird vom Eierstock ausgestoßen, wandert durch den Eileiter, bis in die Gebärmutter. Wird sie nicht befruchtet, dann stirbt sie ab und wird zusammen mit einem großen Teil der Gebärmutterschleihaut abgestoßen und durch die Scheide abgegeben. Sehen wir uns die am Ablauf dieses Zyklus beteiligten Hormone etwas genauer an. Du lernst in diesem Video die Hormone kennen, die für den Ablauf der einzelnen Phasen des weiblichen Zyklus verantwortlich sind. Natürlich löst die Ausschüttung von Hormonen bestimmte Veränderungen und Vorgänge in den Eierstöcken und in der Gebärmutter aus. Was genau da passiert, erfährst du ebenfalls in diesem Video. Was solltest du schon wissen? Es ist von großem Vorteil, wenn du den Ablauf des weiblichen Zyklus bereits kennst. Außerdem solltest du schon wissen, was Hormone sind und wie sie im menschlichen Körper wirken. Schauen wir uns nun die einzelnen Phasen des Menstruationszyklus mal etwas genauer an. Die hormongesteuerten Vorgänge in den Eierstöcken und in der Gebärmutter laufen dabei parallel, also gleichzeitig, ab. Hier siehst du die am Menstruationszyklus beteiligten Organe in einer schematischen Darstellung. Das Orangene hier außen ist die Muskelschicht der Gebärmutter. Hier siehst du die beiden Eileiter und das Gelbe hier sind die Eierstöcke. Der Hohlraum der Gebärmutter ist mit einer sehr gut durchbluteten dünnen Schleimhaut ausgekleidet und hier am Übergang zwischen Gebärmutter und Gebärmutterhals befindet sich der dicke Schleimpropfen. Bei meinen Erklärungen gehe ich von einer durchschnittlichen Zykluslänge von  28 Tagen aus, auch wenn natürlich Zykluslängen von 26 oder 30 Tagen völlig normal sind. Einen Zyklus beginnt man meist mit dem 1. Tag der Menstruation zu zählen. Die 1. Phase beginnt also mit dem 1. Tag der monatlichen Regelblutung. Während dieser Blutung wird eine nicht befruchtete, abgestorbene Eizelle zusammen mit der abgestoßenen, dicken Schicht der Gebärmutterschleimhaut und etwas Blut durch die Scheide abgegeben. Meist dauert das ungefähr 5 Tage. Während dieser 5 Tage beginnt die Hypophyse, das ist die Hirnanhangdrüse, das follikelstimulierende Hormon FSH auszustoßen. Dieses Hormon bewirkt das Wachstum eines Follikels im Eierstock. Nach 5 Tagen ist die Regelblutung beendet. In den folgenden Tagen stößt die Hypophyse vermehrt FSH aus. Was im Eierstock zum weiteren Wachstum und zur Reifung eines Follikels führt. Die Vorgänge in den folgenden Tagen werden von verschiedenen Hormonen gesteuert. Die Hypophyse stößt vermehrt FSH aus, was zum weiteren Wachsen des Follikels im Eierstock führt. Gleichzeitig wird ein 2. Hormon von der Hypophyse ausgeschüttet. Es ist das LH, luteinisierende Hormon. Dieses Hormon bewirkt, dass die Eizelle im heranwachsenden Follikel ebenfalls wächst und reift. Der wachsende Follikel selbst bildet nun ebenfalls Hormone, die Follikelhormone oder auch Östrogene. Die Östrogene bewirken Veränderungen in der Gebärmutter. Sie sorgen dafür, dass die dünne Schleimhautschicht innerhalb der nächsten 2 Wochen auf ihre 4-fache dicke heranwächst. Somit ist sie ein guter Nährboden für eine befruchtete Eizelle. Die Östrogene beeinflussen außerdem, wie viel FSH und LH von der Hypophyse ausgeschüttet werden. Wenn dann die Mengen von FSH und LH ein ganz bestimmtes Verhältnis zueinander erreicht haben, dann kommt es zum Eisprung. Und damit sind wir bei der 3. Phase. Der 14. Zyklustag ist erreicht. Jetzt platzt der Follikel und gibt die reife Eizelle in den Eileiter ab. Die Körpertemperatur der Frau steigt zu diesem Zeitpunkt um etwa 0,5 °C an. An diesem Tag ist auch die Konzentration an Östrogenen im Körper der Frau am höchsten. Mit dem 15. Tag beginnt die 4. Phase des Zyklus. Da der Follikel geplatzt ist, geht die Östrogenkonzentration in den folgenden Tagen sehr stark zurück. Der entleerte Follikel bildet sich unter dem Einfluss des LH um. Fettreiche Zellen wachsen in den Bläschenraum ein. Der so entstandene Gelbkörper produziert nun die Gelbkörperhormone, die Progesterone. Diese Progesterone führen zu einem weiteren Anwachsen der Gebärmutterschleimhaut. Es werden Nährstoffe gespeichert und die Gebärmutter bereitet sich auf das Einnisten einer befruchteten Eizelle vor. Gleichzeitig hemmen die Progesterone die Ausschüttung von FSH und LH in der Hypophyse. Erinnere dich, FSH und LH sorgen für das Wachstum und die Reifung eines Follikels im Eierstock. Fehlen diese Hormone, dann kann kein neuer Follikel heranwachsen. Ist die Eizelle befruchtet worden, dann ist das ja auch nicht nötig, denn der Körper der Frau bereitet sich nun auf das Austragen eines Kindes vor. Wurde die Eizelle jedoch nicht befruchtet, dann beginnt nun die 5. Phase des Menstruationszyklus. Der Gelbkörper bildet sich zurück, die Eizelle stirbt ab und der Gelbkörper verkümmert und damit geht auch die Progesteronkonzentration stark zurück. Es ist ja kein Gelbkörper mehr da, der Progesterone bilden könnte. In der dicken Gebärmutterschleimhaut reißen die feinen Äderchen und die obersten Schleimhautschichten lösen sich ab. Wenn die Progesteronkonzentration am geringsten ist, beginnt der Zyklus von Neuem. Die Muskeln der Gebärmutter ziehen sich zusammen und die abgestorbene, unbefruchtete Eizelle wird mit dem abgestoßenen Schleimhautschichten durch die Scheide abgegeben. Gleichzeitig beginnt wieder die Ausschüttung von FSH und LH in der Hypophyse. Ein Follikel wächst heran, eine Eizelle reift, Östrogene werden produziert, die Gebärmutterschleimhaut wird aufgebaut. Bei einem bestimmten Verhältnis von FSH und LH erfolgt der Eisprung. Die Körpertemperatur der Frau steigt an. Zum Abschluss wieder eine kurze Zusammenfassung: Der Menstruationszyklus der Frau wird von verschiedenen Hormonen gesteuert. Das follikelstimulierende Hormon FSH und das luteirisierende Hormon LH sind Hypophysenhormone. Sie bewirken Wachstum und Reifung von Follikel und Eizelle sowie zum richtigen Zeitpunkt den Eisprung. Östrogene und Progesterone sind Eierstockhormone. Sie sorgen für das Wachstum der Gebärmutterschleimhaut. Die Progesterone verhindern außerdem die Ausschüttung von FSH und LH, wenn eine befruchtete Eizelle sich in der Gebärmutter eingenistet hat. Nur wenn alle Hormone zur richtigen Zeit und in der richtigen Menge ausgeschüttet werden, kann der weibliche Zyklus störungsfrei ablaufen. Alles klar für heute? Dann tschüss, bis zum nächsten Mal.

Informationen zum Video
3 Kommentare
  1. Default

    Sehr gut erklärt. Danke sehr

    Von Mandeep B., vor etwa 2 Jahren
  2. Who is who 40

    Hallo Prixsecco,
    Östrogene werden hauptsächlich im Eierstock gebildet und zählen daher zu den Eierstockhormonen. Um genau zu sein, werden Östrogene im Follikel gebildet und werden daher auch als Follikelhormone bezeichnet.
    Demnach sind beide Bezeichnungen richtig.
    An dieser Stelle kann das aber wirklich etwas verwirrend wirken, da gerade von Follikeln geredet wird, aber im Zusammenhang mit Hypophysenhormonen.

    Von Mandy F., vor mehr als 4 Jahren
  3. Default

    Bei Minute 4:18 sollte es eventuell Eierstockhormone heißen?
    Schön erklärt. Danke.

    Von Prixsecco, vor mehr als 4 Jahren